Publiziert am: 24.04.2015

Worauf ein Chef achten muss

Führung – Gute Mitarbeitende werden befördert. Dies ist meist eine Frage der Zeit. Ein Team zu führen, ist schwierig. Mit den folgenden Tipps und Tricks gelingt Ihnen der Einstieg garantiert.

Der Traum eines jeden Mitarbeitenden: Sie sollen die Führung einer Abteilung in der Firma übernehmen. Doch obschon diese Aufgabe eine Ehre ist und von grossem Vertrauen der Geschäftsleitung zeugt, kann sich Verunsicherung breitmachen. Dies weiss auch Georg Kaiser von der «Süddeutschen Zeitung». Er gibt Arbeitnehmenden Tipps, um den Arbeitsalltag einfacher und geordneter zu gestalten.

Gemeinsam zum Ziel

Oft hätten es neue Leitende in einer bestimmten Abteilung nicht einfach, so Kaiser. Umstrukturierungen, Zermürbung der Mitarbeitenden, Demotivation. Das alles seien Folgen, wenn die Mitarbeitenden den Sinn und die Zielrichtung von Massnahmen nicht oder zu wenig nachvollziehen könnten. «Der vertikale Kommunikationsfluss ist oftmals unzureichend», so Kaiser. «Neuen Schwung können Sie nur gemeinsam mit Ihren Mitarbeitenden in die Abteilung bringen.»

Änderungen Schritt für Schritt

Am besten würden bestimmte Änderungen nicht allesamt gleichzeitig, sondern besser in vernünftigen und nachvollziehbaren Schritten eingeführt. Nur so könnten die Mitarbeitenden mitwirken und dazu beitragen, das gemeinsame Ziel zu erreichen. «Erklären Sie Ihren Mitarbeitenden gleich am ersten Tag, welche Werte und Prinzipien Ihnen wichtig sind, welche Erwartungen Sie an sie haben und welche Entscheidungs- und Mitgestaltungsspielräume Sie ihnen geben möchten», präzisiert Kaiser. So könne sich jeder einzelne Mitarbeitende mit seinen Aufgaben identifizieren und zugleich dazu beitragen, dass die Zielvorgaben des Unternehmens erreicht werden könnten. Gut sei es vor allem, positive Werte hervorzuheben und vorzuleben.

Auf Unterstützung angewiesen

«Da Sie neu in die Abteilung kommen, sind Sie stark auf das Know-how und die Unterstützung Ihrer Mitarbeitenden angewiesen. Das können Sie sich zu Nutze machen. Fragen Sie sich schlau, warum bestimmte Abläufe so und nicht anders definiert sind», so Kaiser.

Unsinnige oder unklare Massnahmen sollten kritisch hinterfragt und so den Mitarbeitenden als gutes Beispiel vorangegangen werden. Dadurch werde eine neue Fehler- und Lernkultur eingeführt, die das Engagement der Mitarbeitenden und deren Identifikation mit der Arbeit fördere. Nicht zuletzt seien aber auch ein beachtliches Mass an Geduld, Konsequenz und Beharrlichkeit gefragt.