Publiziert am: 02.02.2024

Eine gute Software ist der Schlüssel

Flottenmanagement-Report 2024 – Eine umfangreiche Befragung von Fuhrparkmanagern, Geschäftsinhabern und Mobilitätsexperten in Europa zeigt, dass eine gute Verwaltungssoftware zur Senkung der Betriebskosten eines geschäftlichen Fuhrparks führen kann.

Welche Themen treiben die Flottenverwalter aktuell am meisten um? Das wollte eine repräsentative Umfrage von Verizon Connect von rund 1540 Fuhrparkmanagern, Geschäftsinhabern und Mobilitätsexperten aus den Bereichen Dienstleistungen, Baugewerbe, Frachtverkehr, Personenbeförderung und aus dem Öffentlichen Sektor in Europa wissen. Deren Antworten flossen in den «Flottenmanagement-Report Europa 2024» ein und liefern Erkenntnisse, die sich andere Fuhrparkmanager zunutze machen können. Verizon Connect ist eine Flottenmanagement-Software des US-amerikanischen Telecom-Konzerns Verizon, die Umfrage wurde in dessen Auftrag vom Marktforschungsunternehmen ABI Research durchgeführt.

«bei der Integration von Elektrofahr-zeugen in die Flotte ist eine Fuhrparksoftware hilfreich.»

Mehr als zwei Drittel der Befragten gaben als eine der grössten Herausforderungen für das neue Jahr die gestiegenen Kosten an. Die Inflation ist weiterhin ein konstantes Problem für die Unternehmen, da die Kaufkraft der Verbraucher gesunken ist. Zudem seien die Kunden bei ihren Kaufentscheidungen wählerischer geworden, was die Unternehmen dazu zwingt, einen innovativeren und kundenorientierteren Service anzubieten. 69 Prozent der Umfrageteilnehmer bewerteten diesen Faktor als «sehr» oder «sehr stark» belastend. Konkreter nannten 65 Prozent dabei die Kosten für Treibstoffe, 61 Prozent die Lohnkosten und 60 Prozent die Sicherheitskosten.

Ein finanzieller Gewinn

Gemäss dem Report hat die Nutzung einer Fuhrparkmanagement-Software vielen Flottenbetreibern geholfen, Kosteneinsparungen in diesen Bereichen zu erzielen. Eine solche Software bietet von der GPS-Ortung der Fahrzeuge über Kilometerzählung und Treibstoffmanagement bis hin zu Wartungsprotokollen alles, was ein Fuhrparkmanager für die Verwaltung der Flotte und den reibungslosen Betrieb ihrer Fahrzeuge braucht. Unter den Befragten nutzen 91 Prozent der grossen Unternehmen bereits eine solche Software, bei den mittelständischen Unternehmen sind es 71 Prozent, bei den kleinen Unternehmen 65 Prozent. Insgesamt gaben 76 Prozent dieser Flottenmanager an, dass sie die Nutzung einer solchen Software «sehr» oder «äusserst vorteilhaft» für die Verwaltung ihres Fuhrparks finden. Sogar 86 Prozent davon geben zu Protokoll, dass sie durch die Einführung einer Flottenmanagement-Software eine positive Kapitalrendite innert eines Jahres oder weniger erreichten.

Beim Thema Treibstoffverbrauch hilft die beste Antriebstechnologie nichts, wenn der Fahrstil der Fahrer nicht ökonomisch ist. Ein aggressiver Fahrstil führt zu mehr Verbrauch, ausserdem gibt es diverse Tricks zur Senkung des Treibstoffkonsums eines Fahrzeugs, etwa frühes Herunterschalten, Ausrollenlassen vor Ampeln oder Abzweigungen und Weiteres mehr. Wer seinen Fahrstil entsprechend anpasst, kann auf der Autobahn 30 Prozent und mehr einsparen, im urbanen Verkehr liegt noch grösseres Einsparpotenzial.

Gezielte Trainings

Ein detaillierter Überblick über das Fahrverhalten der Fahrer im eigenen Fuhrpark ist für einen Flottenverwalter also entscheidend. Gemäss dem «Flottenmanagement-Report Europa 2024» konnten 53 Prozent der Unternehmen dank einer Fuhrparksoftware den Treibstoffverbrauch der eigenen Flotte senken.

Eine GPS-Software dient nicht nur zur Ortung der eigenen Fahrzeuge und lässt die Routenplanung nach ökonomischen und ökologischen Kriterien optimieren, sondern sie gibt den Verwaltern auch einen vertieften Einblick in das Fahrverhalten der angestellten Fahrer. Mit gezielten Trainings in effizienten Fahrtechniken können das Fahrpersonal geschult und die Treibstoffkosten dadurch gesenkt werden.

Kontrolle vor Regelverstössen

Auch die Einhaltung der Strassenverkehrsordnung kann mittels einer GPS-Software verbessert werden, was wiederum die Betriebskosten senkt. Gerade im Schwerverkehr ist die Einhaltung der gesetzlich erlaubten Fahrzeiten ein grosses Thema, bei Flotten mit leichten Nutzfahrzeugen fallen eher TempoĂĽberschreitungen ins Gewicht.

«Mit gezielten Trainings können die Treibstoffkosten gesenkt werden.»

Eine europaweite Grosskontrolle von Roadpol im Dezember 2023, die sich auf die Kontrolle des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs in 17 Ländern konzentrierte, ergab eine Beanstandungsquote von 26,2 Prozent beim schweren Güterverkehr und 6,9 Prozent bei den Reisecars – eine Zunahme um 18 respektive 17 Prozent gegenüber einer vergleichbaren Kontrolle aus dem Vorjahr. Dabei wurden 245 500 Lkw und 11 261 Reisebusse überprüft.

Sowohl bei den Lkw als auch bei den Reisebussen wurden die meisten Verstösse bei der Überschreitung der Lenkzeit und der Geschwindigkeit sowie bei technischen Verstössen registriert. Mit einer Flottensoftware können diese Bereiche von der Fuhrparkverwaltung eingesehen und kontrolliert werden, was zur Reduktion solcher Vergehen führt. Das sehen auch mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen so: 69 Prozent gaben an, dass die Benutzung einer Flottenmanagement-Software hilft, die gesetzlichen Vorschriften einzuhalten. Sie unterstützt die Fuhrparkverwalter bei der Kontrolle der Fahrzeiten. So gibt das Herunterladen von Fahrtenschreiberdaten aus der Ferne einen Überblick über die Ruhezeiten des Teams und ermöglicht die Erstellung eines präventiven Flottenwartungsprogramms, um die Fahrzeuge laufend in Schuss zu halten und die gesetzlichen Bedingungen jederzeit zu erfüllen.

Hilfe bei der Nachhaltigkeit

Abgesehen von diesen Punkten liefert der «Flottenmanagement-Report Europa 2024» weitere spannende Erkenntnisse. So stellten 59 Prozent der befragten Unternehmen dank der Einführung einer Fuhrparksoftware eine Produktivitätssteigerung fest – denn ein grosser Vorteil dieser besteht darin, dass die Flottenverwalter auf einer Live-Karte nahezu in Echtzeit alle Aktivitäten ihres Fuhrparks sehen und entscheiden können, ob die geplante Route beibehalten oder neu definiert wird, etwa bei Staus oder bei ungünstigen Wetterbedingungen. Zudem kann die Flottenleistung über einen längeren Zeitraum analysiert werden, um Schlüsselbereiche zu verbessern. Und nicht zuletzt hilft sie bei der Verbesserung der Nachhaltigkeit der Flotte.

«Mehr als zwei Drittel der Befragten gaben als eine der grössten Herausforderungen für das neue Jahr die gestiegenen Kosten an.»

Denn auch dieser Punkt wird immer wichtiger. Gemäss dem «Flottenmanagement-Report» hat Nachhaltigkeit nach wie vor oberste Priorität bei den Unternehmen, und auch die lässt sich mithilfe von Flottenortungslösungen optimieren. Immerhin 47 Prozent der Befragten konnten demnach dank der Software ihre CO2-Emissionen reduzieren, wodurch ihre Flotten umweltfreundlicher wurden.

Und auch bei der Integration von Elektrofahrzeugen in die Flotte ist eine Fuhrparksoftware hilfreich. Zwar gaben 52 Prozent der Befragten an, dass sie noch keine batteriebetriebenen Elektrofahrzeuge in ihre Flotte aufgenommen haben. Das heisst im Umkehrschluss aber: 48 Prozent haben bereits E-Fahrzeuge im Fuhrpark. Für sie kommen mit Reichweite, Ladezeiten und entsprechender Ladestoppplanung weitere Faktoren ins Spiel, was von einer Software nicht nur sehr viel einfacher und schneller, sondern auch deutlich zuverlässiger in die Routenplanung der Flotte eingerechnet werden kann. Auch da also ist eine Flottenmanagement-Software ein klarer Vorteil.

Dave Schneider

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