Zweifach oder dreifach?
CO2-GESETZ – Die Beratung des neuen CO2-Gesetzes nähert sich dem Ende. Ein – zugegeben altes – Problem enthält auch die neue Vorlage. Die Autofahrer werden stärker belastet. Die Frage ist nur: Wie viel?
«Energie-, Umwelt-, Klima- und Ressourcenpolitik sind Chancen für die Schweizer Wirtschaft, insbesondere für KMU.» So beschreibt es der Schweizerische Gewerbeverband sgv auf seiner Website. KMU können mit Kundennähe und Innovationskraft punkten. Wie kann man diese Themen mit den Ressourcen eines KMU sinnvoll angehen? Fokussieren und sich Unterstützung holen!
Was sind die für mein Unternehmen, sprich meine Branche, relevanten Umwelt- und Sozialthemen? Auch die Plastikbecher im Kaffeeraum können gerne unter die Lupe genommen werden, meist spielt die Musik aber woanders. Basis dieser Überlegungen ist die Wertschöpfungskette, also vom Einkauf über die Produktion bis zum Produkt. Wo können Umwelt- und Sozialrisiken minimiert beziehungsweise Chancen besser genutzt werden?
Sehr naheliegend ist das Energiesparen im eigenen Betrieb; dafür gibt es in der Schweiz viele Begleitangebote und Förderung. Oft sind es auch die Produkte und Dienstleistungen, mit denen man Kunden helfen kann, Umweltbelastungen zu reduzieren. Gerade Grosskunden wollen verstärkt über den Einkauf ihre Nachhaltigkeit verbessern; hierin stecken also Wettbewerbsvorteile. Und schliesslich: Auch ein KMU hat einen Einkauf. Gemäss dem Umweltatlas Lieferketten Schweiz, verfasst im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU), entstehen die grössten Umwelt- und Sozialauswirkungen (zum Beispiel Arbeitsbedingungen in Schwellenländern) oft am Anfang der Wertschöpfungskette.
Fokussieren Sie also auf die wichtigsten zwei, drei Umwelt- und Sozialthemen und starten Sie mit ein paar Zielen und konkreten Massnahmen. Beziehen Sie dabei Ihre Mitarbeitenden von Anfang an ein und sorgen Sie, wo notwendig, für Schulungen.
Die «Toolbox Agenda 2030» des Bundes (die Agenda 2030 ist das Nachhaltigkeitsprogramm der Vereinten Nationen) liefert KMU Zugang zu branchenspezifischen Instrumenten und Beispielen. Eine konkrete Begleitung bietet das Programm Swiss Triple Impact. Dort erhalten Unternehmen zum Beispiel über Workshops Unterstützung, um Nachhaltigkeitsziele zu entwickeln. Auch empfehlenswert ist die Initiative Go For Impact, die von wichtigen Wirtschaftsverbänden getragen wird.
Prüfen Sie auch, ob Ihr Branchenverband oder Ihre Wirtschaftskammer zentralisierte Unterstützung anbietet. Und last but not least: Sprechen Sie Ihre Beraterin oder Ihren Berater bei der Hausbank an. Auch Banken bieten inzwischen Beratungs- und Finanzierungslösungen zum Thema Nachhaltigkeit.
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