
Das «Auto des Jahres 2024» ist ein Volltreffer
Renault Scenic E-Tech – Der französische Hersteller zählt zu den Elektropionieren. Nun nimmt Renault mit dem neuen Scenic E-Tech das neunte E-Modell in seine Palette auf. Weitere folgen bald.
Mercedes-Benz E 300 de 4 Matic T-Modell – Die elfte Generation des Mittelklassekombis wird die letzte mit Verbrennungsmotor sein. Der Plug-in-Hybrid macht aber schon einen grossen Schritt in Richtung E-Mobilität.
Mercedes hat ambitionierte Ziele. Bis 2039 wollen die Stuttgarter die komplette Modellflotte über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg bilanziell CO2-neutral haben. Eigentlich war ein Bestandteil dieser Strategie, bis 2030 nur noch rein elektrische Autos verkaufen zu wollen – zumindest «wo die Marktbedingungen es zulassen». Da mussten die Schwaben aber bereits zurückrudern: Da sich der Absatz von E-Autos schleppender gestaltet als erhofft, wurde das Ziel nun neu formuliert: Bis 2030 wird jetzt nur noch mit einem Verkaufsanteil von E-Autos und Hybriden von bis zu 50 Prozent gerechnet. Immerhin soll im laufenden Jahr bereits jeder fünfte verkaufte Mercedes einen Batterieantrieb haben.
Zudem verbauen die Stuttgarter immer mehr nachhaltige Materialien in ihre Fahrzeuge, was ebenfalls zur CO2-Reduktion beiträgt. Auch in der neuen E-Klasse, wo grosse Teile der Innenverkleidung aus recyceltem Material oder aus ungefärbter Alpaka-Wolle besteht. Unter der langen Haube arbeitet hingegen noch ein Verbrennungsmotor – in der gefahrenen Version E 300 de allerdings als Plug-in-Hybrid, der einen 2-Liter-Diesel mit einem Elektromotor und einer 9-Gang-Automatik kombiniert und dank einer 25,4 kWh grossen Batterie knapp 100 Kilometer rein elektrisch fahren kann. Damit ist dieses Modell für viele ein guter Einstieg in die Elektro-Welt.
Der Kombi, bei Mercedes T-Modell genannt, hat zwar in der Hybridvariante wegen der Traktionsbatterie einen etwas kleineren Kofferraum: Mit 460 bis 1675 Litern fasst er rund 155 Liter weniger als bei den reinen Verbrenner-Versionen. Viel Platz bietet der Neue aber dennoch, und das nicht nur fürs Gepäck: Man sitzt in beiden Reihen fürstlich, wird von Oberklassen-Luxus verwöhnt und geniesst den hohen Abrollkomfort und die enorme Fahrruhe. Der Innenraum ist quasi eine digitale Erlebniswelt: Nebst einem Tacho-Bildschirm mit 3-D-Optik dominiert ein grosser, zentraler Touchscreen das Cockpit, gegen Aufpreis gibt es auch für die Beifahrerseite einen Bildschirm. Dieser kann vom Fahrer nicht eingesehen werden, sodass man während der Fahrt als Beifahrer zum Beispiel Videos schauen kann.
Platz, Luxus, die neusten digitalen Spielereien und mit die fortschrittlichsten Assistenzsysteme, die es derzeit am Markt gibt – das alles hat natürlich seinen Preis. Die E-Klasse startet als T-Modell bei 73 271 Franken, der gefahrene Diesel-Hybrid ist ab 87 423 Franken. Wie immer bei Mercedes kann man aber auch noch zusätzlich viel Geld ausgeben: Der sehr umfangreich ausgestattete Testwagen war mit 121 022 Franken angeschrieben.
Dave Schneider
Mercedes-Benz E 300 de 4 Matic T-Modell
Karosserie: Mittelklasse-Kombi
mit 5 Türen und 5 Plätzen
Masse (L Ă— B Ă— H):
4949 Ă— 1880 Ă— 1470 mm
Kofferraum: 460 bis 1675 Liter
Leergewicht/Nutzlast:
2380 / 585 kg
Antrieb: Plug-in-Hybrid, 2-Liter-
Diesel und E-Motor, 9-Gang-
Automatik, Allrad
Systemleistung: 230 kW (313 PS)
Drehmoment: 700 Nm
Fahrleistungen: 223 km/h,
0–100 km/h in 6,7 Sekunden
Batteriekapazität: 25,4 kWh
Ladeleistung:
1 kW (AC), 55 kW (DC)
Verbrauch (WLTP):
0,8 Liter auf 100 Kilometer
Elektrische Reichweite (WLTP):
96 Kilometer
Garantie:
3 Jahre oder 100 000 km
Preis: Ab 87 423 Franken
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