Publiziert am: 23.01.2026

Arbeitslosigkeit steigt leicht an

SECO-Zahlen – Mit einem Jahresdurchschnitt von 2,8 Prozent lag die Arbeitslosenquote 2025 auf ihrem langjährigen Durchschnittswert. Gleichzeitig verzeichnet die ALV ein Defizit von 0,32 Milliarden Franken.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO hat unlängst die neusten Zahlen zum Schweizer Arbeitsmarkt im Jahr 2025 publiziert. Die verhaltene Konjunkturentwicklung widerspiegelte sich 2025 am Schweizer Arbeitsmarkt. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote stieg, ausgehend von 2,6 Prozent Anfang Jahr, sukzessive leicht an und kam im Dezember bei 3,0 Prozent zu liegen. In der Industrie und dabei insbesondere in der MEM- und Uhrenindustrie wurden zudem weiterhin relativ viele Anträge auf Kurzarbeitsentschädigung gestellt. Im Dezember waren insgesamt 33 600 Arbeitnehmer zum Bezug von Kurzarbeitsentschädigung vorangemeldet, 5600 mehr als ein Jahr zuvor. Erfahrungsgemäss dürfte für gut die Hälfte davon effektiv auch Kurzarbeit beansprucht werden.

Mit einem Jahresdurchschnitt von 2,8 Prozent lag die Arbeitslosenquote 2025 auf ihrem langjährigen Durchschnittswert. In ihrer Dezemberprognose rechnet die Expertengruppe Konjunkturprognosen des Bundes für das Jahr 2026 mit einem langsameren und allmählich auslaufenden Anstieg der Arbeitslosigkeit. Im Jahresdurchschnitt käme die Arbeitslosenquote gemäss Prognose bei 3,1 Prozent und damit leicht über ihrem langjährigen Durchschnitt beziehungsweise ihrem sogenannt konjunkturneutralen Niveau zu liegen.

Ende des Betriebsunterbruchs der Informatiksysteme der ALV

Über den Jahreswechsel 2025/2026 hat das SECO den letzten und umfangreichsten Einführungsschritt für das neue System ASAL 2.0 zur Abwicklung und Auszahlung von Leistungen der Arbeitslosenversicherung (ALV) durchgeführt. Der Einführungsschritt der Leistungsart «Arbeitslosenentschädigung» erforderte einen im letzten Quartal 2025 angekündigten zweiwöchigen Unterbruch aller Informatiksysteme der ALV vom 19. Dezember 2025 bis zum 6. Januar 2026.

Diese Betriebsunterbruchsphase wurde planmässig beendet. Stellensuchende, Arbeitgeber, private Arbeitsvermittler sowie die Durchführungsstellen der Arbeitslosenversicherung können die Nutzung der verschiedenen Systeme wieder aufnehmen.

ALV mit Ausgabenüberschuss

Der Ausgleichsfonds der Arbeitslosenversicherung wird das Rechnungsjahr 2025 gemäss aktuellen Schätzungen bei einem Gesamtertrag von 8,39 Milliarden Franken (2024: 8,86 Mrd.) und einem Gesamtaufwand von 8,71 Milliarden Franken (2024: 7,42 Mrd.) mit einem Ausgabenüberschuss von 0,32 Milliarden Franken (2024: Einnahmenüberschuss 1,43 Mrd.) abschliessen.

Die Haupteinnahmen bestehen aus den Beiträgen der Versicherten und Arbeitgeber von 8,19 Milliarden Franken (2024: 8,07 Mrd.) und den Beiträgen der öffentlichen Hand von 0,20 Milliarden Franken (2024: 0,79 Mrd.). Aufgrund des Bundesgesetzes über die Massnahmen zur finanziellen und administrativen Entlastung ab 2025 werden die Leistungen des Bundes an die ALV für die Jahre 2025 bis 2029 um insgesamt 1,25 Milliarden Franken gekürzt. Für das Jahr 2025 entfielen die Leistungen des Bundes an die ALV vollumfänglich.

Die Hauptausgaben beinhalten die Arbeitslosenentschädigungen, die sich 2025 auf 6,58 Milliarden Franken beliefen (2024: 5,53 Mrd.), die Kurzarbeitsentschädigungen von 0,37 Milliarden Franken (2024: 0,22 Mrd.) sowie die Kosten für arbeitsmarktliche Massnahmen und die Verwaltungskosten.

pd

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