Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur muss Bedürfnisse der KMU berücksichtigen
Mit Flair fürs Detail
HÜPPI LEDER- UND TEXTILVERARBEITUNG – Das Unternehmen in Lengnau setzt auf solides Handwerk und verhilft Innenausstattung und Verkleidungen von Fahrzeugen aller Art zu neuem Glanz. Das KMU ist breit aufgestellt und nahe an den Kunden. Inhaber Christian Schmid hofft, mit viel Innovation mehr Nachwuchs zu motivieren und die Zukunft seines Metiers langfristig zu stärken.
«Details machen den Unterschied» – dies ist das Motto von Christian und Bettina Schmid, dem Inhaberpaar der Hüppi Leder und Textil AG in Lengnau. Der Geschäftsführer hat das 1959 gegründete Unternehmen vor fünf Jahren von seinem ehemaligen Chef Leo Hüppi junior übernommen. Der gelernte Fachmann Leder und Textil Fachrichtung Fahrzeug und Technik hat im KMU einst seine Lehre absolviert und ist ein langjähriger Mitarbeiter und Freund der Familie Hüppi. «Wir sind mit unserem Betrieb vor einem Jahr an die Oststrasse 7 in Lengnau umgezogen. Dort verfügen wir über genügend Platz und die richtige Infrastruktur», freut sich Schmid. Der Autosattler verfügt über einen prall gefüllten Rucksack an Erfahrung und Know-how in seinem Metier. Er ist sehr breit aufgestellt – egal ob Neuanfertigung oder Reparatur: «Wir sind nahe am Kunden und führen sämtliche Arbeiten der Innenausstattung und Verkleidungen von Fahrzeugen aller Art aus. Dabei versuchen wir, jeden Kundenwunsch zu erfüllen und entsprechend umzusetzen.» Fahrzeuginnenausstattungen werden von Schmid und seinem Team aufgewertet. Polsterungen, Armaturen, Seitenverkleidungen, Mittelkonsolen, Manschetten, Dachhimmel, Lenkräder und Autoteppiche werden dabei veredelt – egal ob uni- oder mehrfarbig, Materialmix mit abgestimmten Nähten, Stickerei-Bilder oder -Initialen. Auch kleine Ausbesserungen, Auffrischungen der Lederfarbe, Teilersatz der Bezüge, Aufpolsterungsarbeiten oder eine gründliche Reinigung des gesamten Interieurs gehören zum Programm. Wer ein neues Cabriolet-Verdeck oder Vinyldach benötigt, ist bei der Hüppi Leder und Textil AG ebenfalls an der richtigen Adresse: «Wir ersetzen oder fertigen Verdecke für alle Marken an und verkleben Glasheckscheiben, die sich gelöst haben.» Aber auch renovierungsbedürftige Interieure von Wohnwagen, Campern, Nutzfahrzeugen sowie Booten und Jachten sind bei den Aargauer Leder- und Textilverarbeitungsspezialisten in den besten Händen. Ein wahrer Blickfang sind auch die edlen Logo-Stickereien. Ein weiteres Standbein ist ein Shop mit Leder- und Fellartikeln von diversen Lieferanten.
«Es macht Freude, dem Leder ein zweites Leben zu geben, indem man es vielfältig verwenden kann.»
Ob Töffsattel oder Autositz, ergonomische Anpassung oder Erneuerung der Polsterung: Schmid und sein sechsköpfiges Team beherzigen die Wünsche ihrer Kundschaft stets mit viele Liebe zum Detail. Ganz nach dem Firmencredo «Details machen den Unterschied» ist es dem Unternehmerpaar wichtig, ihr Handwerk präzise, sorgfältig und mit viel Gespür für das Material auszuführen: «Faszinierend an meinem Beruf ist, dass ich mich fast jeden Tag einer neuen Herausforderung stellen kann.» Sein Metier sei äusserst vielfältig: «Die Lederverarbeitung beispielsweise ist komplett verschieden von jener mit Stoff und die Autosattlerei ihrerseits verlangt wiederum andere Techniken als die Polsterei. Überdies bringt der Vorher-nachher-Effekt dem Macher immer grosse Befriedigung», erläutert der engagierte Unternehmer.
Viel Fingerspitzengefühl und handwerkliches Flair
Solides Handwerk gewinnt mit dem Nachhaltigkeitsgedanken wieder an Bedeutung. Dies spürt auch Schmid: «Leder ist ein Naturprodukt respektive ein Abfallprodukt der Fleischwirtschaft. Es macht Freude, dem Leder ein zweites Leben zu geben, indem man es vielfältig verwenden kann.» Und er ergänzt: «Unser Beruf ist sehr nachhaltig, da wir viel reparieren und so Dinge vor der Entsorgung bewahren können.» Schmid verwandelt mit viel Geschick und Know-how alte Sitzmöbel, Autositze, Bootseinrichtungen und vieles mehr zu wahren Schmuckstücken.
«Wir möchten unseren Beruf für die jungen Leute attraktiver gestalten.»
Dazu verwendet er nebst Leder auch Kunstleder, Stoffe und diverse Kunststoffe und Holz. Seine Materialien bezieht er bevorzugt bei Schweizer Lieferanten. Bei seinem Handwerk erlebt er allerdings immer wieder Überraschungen: «Erst wenn man das Leder oder den Stoff entfernt und so quasi hinter die Kulisse schaut, weiss man, welche Massnahmen man ergreifen muss, um das alte Interieur oder Möbel neu aufzupeppen.» Dies benötigt allerdings eine grosse Portion Einfühlungsvermögen, Fingerspitzengefühl und handwerkliches Verständnis, um mit dem Eigentümer eine optimale Lösung zu finden.
Je nach Modell, Ausführung und Zustand benötigen Schmid und sein Team zwischen 80 und 400 Stunden, bis Autositze, Möbel & Co wieder präsentabel sind. Was die Polsterarbeiten bei den Möbeln betrifft, so sind es zwischen zwei bis vier Sofas und rund 50 Stühle, denen Schmid jährlich zu einem zweiten Leben verhilft.
Hochwertige Qualität und gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Qualität spielt für den versierten Fachmann eine grosse Rolle. «Wir bieten möglichst gute Qualität zu fairen Preisen.» Dabei setzt er auf das Vier-Augen-Prinzip – eine Kontrollmethode, bei der wichtige Schritte oder Entscheidungen von mindestens zwei unabhängigen Personen gemeinsam geprüft werden, um Fehler zu verhindern. Ebenso werden die Arbeitsprozesse überwacht, so dass möglichst wenig Ausschuss entsteht. Qualität bedeutet für Schmid aber auch, mit qualitativ hochstehenden und langlebigen Materialien zu arbeiten und individuelle Kundenwünsche zu ermöglichen. Gute Rohstoffe zu finden, ist allerdings aufgrund des gesetzlichen Verbotes der sogenannten Weichmacher zu einer Herausforderung geworden.
Eine Hürde für das Aargauer KMU ist auch der Fachkräftemangel. «Es ist schwierig, Mitarbeitende, vor allem Lernende, zu finden», weiss Schmid. Und er bedauert: Der Beruf des Fachmanns für Leder und Textil in der Fachrichtung Fahrzeug und Technik ist ein Kleinstberuf, den derzeit nur noch wenige junge Menschen erlernen. «Wir möchten unseren Beruf für die jungen Leute attraktiver gestalten. Damit hoffen wir, das Interesse an diesem spezialisierten Handwerk zu steigern und langfristig die Zukunft unseres Metiers damit zu stärken und zu sichern», betont Schmid. Was sein Unternehmen betrifft, so ist die Nachfrage vorhanden. «Wir sind in verschiedenen Fachrichtungen breit aufgestellt und sehr flexibel. Dadurch können wir uns gut an die Marktbedürfnisse anpassen.»Corinne Remund
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