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«Sicherheit breiter denken»
Klosters 2026 – Bundesrat Martin Pfister stimmte die Teilnehmer der 76. Gewerblichen Winterkonferenz auf herausfordernde Zeiten ein: Die geopolitische Lage habe sich weltweit, insbesondere in Europa, verschärft. Er forderte eine schnelle Aufrüstung und eine zügige Schliessung bestehender Fähigkeitslücken.
«Zwischen geopolitischen Realitäten und innenpolitischen Herausforderungen: Rezepte für eine erfolgreiche KMU-Politik». So lautete das Oberthema der diesjährigen 76. Ausgabe der Gewerblichen Winterkonferenz in Klosters. Wenige Tage vor dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos trafen sich in Klosters über 200 Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Vertreter aus Politik, Verbänden und Wissenschaft. Am Freitagvormittag machte Bundesrat Martin Pfister der KMU-Tagung seine Aufwartung. In seiner Rede ging der Verteidigungsminister auf die fundamentalen geopolitischen Veränderungen ein, in denen wir uns befinden. Diese seien insbesondere durch den russischen Krieg in der Ukraine sichtbar geworden. Diese deutliche Verschlechterung der sicherheitspolitischen Lage spüre man weltweit, insbesondere in Europa und damit auch in der Schweiz.
«Wenn wir heute über Sicherheit sprechen, sprechen wir nicht nur über Armee, Polizei und Bevölkerungsschutz», sagte der VBS-Chef. Ebenso entscheidend seien Lieferketten, Datenflüsse und die Energieversorgung. Die wirtschaftliche Stärke der Schweiz rühre von ihrer Offenheit, dem Handel und der Innovation her. «Doch diese Offenheit macht auch verletzlich.»
Das gelte gerade auch für die Wirtschaft: Zum Beispiel, wenn Lieferketten zusammenbrächen, wie die Corona-Pandemie vor Augen geführt habe. Wie verletzlich eine Gesellschaft sei, habe auch der Anschlag von Linksextremen auf das Stromnetz in Berlin gezeigt, wo ganze Stadtteile teils mehrere Tage keinen Strom mehr hatten.
KMU von Cyberangriffen betroffen
All diese Themen griffen ineinander, erklärte der Magistrat. «Sicherheitspolitische Resilienz bedeutet auch wirtschaftliche Stabilität – und umgekehrt.» Und: «Wir müssen Sicherheit breiter denken.» Wichtig sei, dass die Schweiz sich vorbereite. Unter anderem erwähnte Pfister das neu geschaffene Bundesamt für Cybersicherheit BACS. «Es sind nicht nur grosse, internationale Firmen, die in der Schweiz von Cyberangriffen betroffen sind, sondern auch KMU.» Das werde häufig unterschätzt, weil KMU fälschlicherweise dächten, sie seien nicht interessant genug.
Im Jahr 2025 gingen beim BACS knapp 65 000 Meldungen zu Cybervorfällen ein. Bei den am häufigsten von Unternehmen gemeldeten Delikten war beim CEO-Betrug auch im letzten Jahr eine Zunahme zu verzeichnen.
Drei Stossrichtungen
«Bundesrat und Parlament haben erkannt, dass die Sicherheit mehr Mittel benötigt», sagte Pfister. Mit dem Ziel, bis im Jahr 2032 ein Prozent des BIP für die Verteidigung auszugeben, sei ein wichtiger Entscheid zur Stärkung der Sicherheit getroffen worden. Die sicherheitspolitische Strategie des Bundesrats verstehe Sicherheit nicht nur militärisch, sondern umfassend und beinhalte drei Stossrichtungen.
Erstens: die Resilienz stärken – zum Beispiel durch krisenfeste Infrastrukturen. Zweitens: die Abwehr und den Schutz verbessern – mit einem leistungsfähigen Bevölkerungsschutz. Drittens: die Verteidigungsfähigkeit erhöhen. Pfister forderte mit Blick auf die Armee eine schnelle Aufrüstung und eine zügige Schliessung bestehender Fähigkeitslücken bei Munition, Ausrüstung und Systemen.
Plädoyer für die Revision des Kriegsmaterialgesetzes
«Die Lösung, die das Parlament in der Wintersession beim Kriegsmaterialgesetz gefunden hat, ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung», erklärte der Bundesrat. Gerade auch für die Rüstungsindustrie: «Ohne Exporte können unsere Rüstungsbetriebe nicht überleben, und ohne Rüstungsbetriebe können wir die Sicherheit in einer Krise nicht sicherstellen.» Im Krisenfall könne die Armee nicht davon ausgehen, von ausländischen Betrieben alles Material zu erhalten, das sie brauche.
Pfister bat darum, dass sich die Wirtschaftsvertreter für die Vorlage des Kriegsmaterialgesetzes einsetzen. «Das ist sehr wichtig für die KMU.» Dasselbe gelte für die Revision des Zivildienstgesetzes. Diese sorge dafür, dass nicht immer mehr junge Erwachsene in den Zivildienst abwanderten und die Armee und der Zivilschutz wieder mehr Personal zur Verfügung hätten.
«Uns fehlen Mediatoren»
Bundesrat Martin Pfister schloss mit einer optimistischen Note: «Man gründet nur ein Unternehmen oder eine Familie und man setzt sich nur für das Land ein, wenn man an eine bessere Zukunft glaubt.» Er werde sich als Verteidigungsminister dafür einsetzen, dass die Schweiz erfolgreich bleibe.
Er wünsche sich, so Pfister, dass die Schweiz wieder vermehrt Lösungen finde. «Uns fehlen Mediatoren für gute Lösungen.» Und er spannte den Bogen zu den nationalen Wahlen vom Herbst 2027: «Es ist wichtig, dass viele erfahrene Leute aus der Wirtschaft im Parlament vertreten sind.»
hug
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