Drei Schlüssel zum Erfolg
Nachfolge im Familienunternehmen – Eine Unternehmensnachfolge scheitert selten an technischen Hürden, sondern meist im Kopf. In der Schweiz stehen Zehntausende Übergaben an – doch viele werden falsch angegangen.
KMUconnect – Am 19. März findet in Zürich erstmals das KMUconnect-Forum statt. Dort werden mit KMU-Vertretern praxisnahe Lösungen erarbeitet, wie sie das Potenzial der Generation 50 plus besser nutzen können. Claudia Bally, Initiantin von KMUconnect und Geschäftsführerin des Arbeitgebernetzwerks focus50plus, im Gespräch mit Roman Sonderegger, CEO Helsana AG.
Roman Sonderegger: Es gibt für mich zwei Gründe: Der erste Grund steckt im Thema selbst. Die Demografie zeigt ganz klar, dass wir als Gesellschaft älter werden. «Die Power von 50 plus» und die Frage, wie wir mit dem Thema umgehen, sind daher für uns als Gesellschaft, als Arbeitgeber und als Krankenversicherer relevant.
Das Unternehmensversicherungsgeschäft ist eines unserer Kerngeschäfte. Die KMU als Rückgrat der Wirtschaft sind eine bedeutende Kundengruppe für uns. Den Dialog mit und unter den KMU in einem Forum zu einem zentralen Thema zu fördern, hat uns überzeugt.
Ich halte das Motto für sehr zutreffend: Die Generation 50 plus ist tatsächlich völlig unverzichtbar – für die KMU und alle anderen Arbeitgeber. Aus mindestens zwei Gründen: Die demografische Entwicklung und die kommende Pensionierungswelle der Babyboomer führen zu einem Fachkräftemangel. Und der zweite Grund lautet «Erfahrung». Darum noch mal: Wir brauchen die Generation 50 plus in der Führung, als Fachkräfte und als erfahrene Kolleginnen und Kollegen in den Teams.
«Das Motto von KMUconnect lautet: ‹Die Power von 50 plus – unverzichtbar für die KMU-Zukunft›.»
Viele unserer KMU-Kunden müssen einen Generationenwechsel sicherstellen. Qualifizierte Mitarbeitende dafür zu finden und zu binden, ist eine echte Herausforderung. Dabei stehen die KMU in Konkurrenz zu grossen Unternehmen, die ausgebaute HR und andere Möglichkeiten haben.
Wir beobachten auch, dass der Arbeitskräftemangel die bestehenden Teams belastet. Hier können wir unterstützen: mit gezielten Präventionsangeboten, um die Gesundheit der Mitarbeitenden zu fördern und Ausfälle zu minimieren. Und mit Beratung, z. B. bei flexiblen Arbeitsmodellen, damit die KMU auch für erfahrene Mitarbeitende attraktiv bleiben. Kurz: Wir erarbeiten mit unseren KMU-Kunden Lösungen, damit ihre Mitarbeitenden möglichst gesund bleiben, gut beraten und abgesichert sind.
Die zentrale Botschaft ist für mich, dass wir gerade als Arbeitgeberin unsere Einstellung gegenüber der Generation 50 plus und 60 plus anpassen müssen. Diese Generationen gehören nicht zum alten Eisen. Sie sind zentrale Stützen unserer Unternehmen. Da muss ein Umdenken stattfinden – in unseren Köpfen und ganz wesentlich: auch in den Rekrutierungsprozessen!
Interview: Claudia Bally/pd
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