KI: steigender Bedeutung Rechnung tragen
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Berufsbildung – Der Wohnort beeinflusst den Zugang zu Lehrstellen. Das zeigt eine neue Studie der Eidgenössischen Hochschule für Berufsbildung EHB. Rund 95 Prozent der Jugendlichen haben für ihre Lehrstellensuche Zugang zu über 100 der total rund 250 Lehrberufe in der Schweiz.
Je nachdem, wo Jugendliche in der Schweiz wohnen, unterscheidet sich ihr Zugang zu Lehrstellen markant. Das zeigt eine neue Studie der Eidgenössischen Hochschule für Berufsbildung EHB. Sie gibt Einblick in die bislang nur wenig bekannte Struktur der regionalen Lehrstellenmärkte. Rund 95 Prozent der Jugendlichen haben für ihre Lehrstellensuche Zugang zu über 100 der total rund 250 Lehrberufe in der Schweiz.
Wer zum Beispiel in Olten lebt und eine Lehrstelle sucht, hat am meisten Auswahlmöglichkeiten: 242 Gemeinden mit 12 704 Ausbildungsbetrieben und 49 484 Lehrstellen in 227 Berufen stehen zur Verfügung. Ganz anders in Brusio im Kanton Graubünden: Hier bilden zwei Gemeinden mit 24 Ausbildungsbetrieben und 38 Lehrstellen in 18 Berufen den Suchraum für Jugendliche.
Als Suchraum für die Jugendlichen gelten in der neuen «Trend im Fokus»-Studie von Dr. Andreas Kuhn und Prof. Dr. Jürg Schweri vom Schweizerischen Observatorium für Berufsbildung an der EHB alle Gemeinden, die von ihrem Wohnort aus mit dem öffentlichen Verkehr in maximal einer Stunde erreichbar sind. Eine frühere Studie der beiden Autoren zum Mobilitätsmuster von Lernenden zeigte, dass 85 Prozent aller jugendlichen Lernenden von ihrem Wohn- zu ihrem Ausbildungsort maximal 60 Minuten pendeln.
Für die meisten Jugendlichen besteht eine grosse Auswahl. Ein Suchraum umfasst im Schnitt 35 Gemeinden. Pro Suchraum stehen rund 1900 Ausbildungsbetriebe mit 6600 Lehrverhältnissen zur Verfügung. Pro Suchraum werden durchschnittlich 146 Lehrberufe angeboten, die Bandbreite variiert dabei von zwei bis zu 227 Berufen. Rund 95 Prozent der Jugendlichen haben im Suchraum Zugang zu über 100 Berufen. Nur knapp ein Prozent der Jugendlichen hat im Suchraum Zugang zu weniger als 50 Berufen.
Die Unterschiede führen aber auch zu ungleichen Startchancen für Jugendliche. So ist die Lehrstellen- und Berufswahl teilweise direkt durch den Wohnort beeinflusst. Die Präferenzen der Jugendlichen werden durch das regionale Lehrstellenangebot mitbeeinflusst. Der Wohnort der Jugendlichen wirkt sich auf ihre Chancen aus, eine spezifische Ausbildung zu absolvieren. Während die kaufmännische Berufslehre für fast alle Jugendlichen zugänglich ist, ist dies zum Beispiel für die Berufe Seilbahnmechatroniker/-in oder Winzer/-in nicht der Fall.
Unmittelbar dürfte somit das regionale Angebot an Lehrstellen einen Einfluss auf die Berufswahl von Jugendlichen haben, folgern die beiden Studienautoren. Doch mittel- und langfristig spielten viele zusätzliche Faktoren eine Rolle für den weiteren Erfolg auf dem Arbeitsmarkt. Einerseits seien erwachsene und ausgebildete Arbeitskräfte regional deutlich mobiler als Jugendliche, was ihnen Zugang zu vielen weiteren Jobs und Firmen verschaffe; andererseits sei das Bildungssystem der Schweiz explizit darauf ausgelegt, dass für die allermeisten Erstausbildungen auf Sekundarstufe II verschiedene Anschlussmöglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung bestünden. Diese und weitere Faktoren dürften wesentlich dazu beitragen, dass sich der mutmassliche Einfluss des Wohnortes auf den späteren Arbeitsmarkterfolg über die Zeit deutlich abschwächen dürfte.
Die Studie basiert auf Daten zur beruflichen Grundbildung des Bundesamts für Statistik. Diese decken alle laufenden dualen Lehrverträge in der beruflichen Grundbildung im Lehrjahr 2021/22 ab. pd
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