Publiziert am: 27.02.2026

Temporärbau auf Weltklasse

NÜSSLI (Schweiz) AG – Die Spezialisten des Eventbauunternehmens mit Hauptsitz in Hüttwilen bauen für Publikum auf der ganzen Welt – und schaffen das Fundament für unvergessliche Momente. Ob Sport-Grossanlass, Musikfestival, Ausstellung oder Interimslösung: Das Thurgauer Unternehmen realisiert jährlich rund 1500 Projekte weltweit und beschäftigt 460 Mitarbeiter.

Die Spezialisten der Nüssli Gruppe in Hüttwilen bauen für Publikum auf der ganzen Welt und schaffen das Fundament für Träume und Emotionen: «Wir sind ein weltweit führender Anbieter für Temporärbau, Eventbauten und Interimslösungen und realisieren massgeschneiderte Strukturen für Sport-, Kultur- und Business-Projekte», erklärt CEO Andy Böckli. Das 1941 gegründete Unternehmen hat sich zu einer international tätigen Gruppe mit 21 Standorten weltweit entwickelt. Trotz dieser globalen Präsenz bleibt Hüttwilen der Hauptsitz. Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die konsequente Spezialisierung: Nüssli hat sich gezielt in einer Nische positioniert und dort eine führende Rolle übernommen. Gründer Heini Nüssli hatte bereits früh ein feines Gespür dafür, dass flexible, temporäre Strukturen eine eigene Disziplin mit grossem Potenzial sind.

«Mit unseren Bauwerken schaffen wir an Grossanlässen Räume für Begegnungen, Erlebnisse und bleibende Erinnerungen.»

Dieses unternehmerische Denken prägt das Thurgauer KMU bis heute. «Unser Erfolg basiert auf einem engagierten Team, das Verantwortung übernimmt, anpackt und gemeinsam Lösungen findet – weltweit und oft unter grossem Zeitdruck», erklärt Böckli. Zur Firmen-DNA gehört ebenso die Firmenphilosophie «Connecting You» – der rote Faden in jedem Projekt. «Wir verbinden Menschen. Mit unseren Bauwerken schaffen wir an Grossanlässen Räume für Begegnungen, gemeinsame Erlebnisse und bleibende Erinnerungen. Ob Sport, Kultur oder Wirtschaft: Unsere Strukturen sind die Bühne für Emotionen – und genau das treibt uns an.»

Nüssli ist in drei Geschäftsbereichen tätig. Event Structures ist der bekannteste Bereich. «Hier realisieren wir Tribünen, die weltweit flexibel eingesetzt und wiederverwendet werden», so Böckli. Im Bereich Special Projects tritt Nüssli als Generalunternehmer auf und realisiert individuelle Sonderbaulösungen im Interims- und auch im permanenten Bereich. Das dritte Standbein ist die Tochterfirma RUBA, die hochwertige Innenausbau- und Objektbaulösungen aus Holz und Metall realisiert und dabei vor allem auf die Deutschschweiz fokussiert ist. Die Systembauteile für Tribünen, Bühnen und Eventstrukturen von Nüssli werden zentral entwickelt und konsequent für den mehrfachen Einsatz konzipiert. Sie sind auf neun Logistikstandorte weltweit verteilt und können projekt-abhängig flexibel kombiniert und eingesetzt werden.

Ergänzend dazu betreibt das Unternehmen eigene Produktionsstandorte in Hüttwilen sowie in Tschechien. Gemeinsam mit RUBA und Nüssli in Tschechien entstehen hochwertige Innenausbau- und Holzlösungen. Das Spektrum reicht von Gastronomie- und Hoteleinrichtungen über Holzhochbauten und Arbeitswelten bis hin zu Ausstellungs- und Museumseinrichtungen. Der Event- und der Baudienstleiter arbeiten mit einem langjährig aufgebauten, internationalen Netzwerk aus spezialisierten Lieferanten und Partnern zusammen. «Dazu zählen Stahl- und Holzlieferanten, Logistikpartner sowie technische Spezialisten, die unsere hohen Anforderungen an Qualität, Sicherheit und Termintreue erfüllen», so Böckli, und er konkretisiert: «Wichtig ist uns eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe.»

Modular System und

viel Flexibilität

Die Teams der Nüssli Gruppe realisieren jährlich rund 1500 Projekte weltweit. Die Bandbreite ist dabei enorm: Sie reicht von einzelnen Tribünen oder Bühnen für Sport- und Kulturveranstaltungen bis hin zu komplexen Gesamtinfrastrukturen für Grossanlässe wie Olympische Spiele oder architektonischen Länderpavillons an Weltausstellungen. Die Stärke der Nüssli Gruppe im internationalen Stadionbau liegt in der Kombination aus modularem Systembau, fundierter Ingenieurskompetenz und langjähriger Projekterfahrung. «Wir sind dank eigenem Systemmaterial, umfassender statischer Expertise und erfahrener Projektteams in der Lage, auch unter engen Zeitfenstern grosse Kapazitäten zu schaffen – sicher, normgerecht und flexibel rückbaubar.» Im Event- und Temporärbau gibt es keinen Zeitpuffer – ein Tag Verzögerung ist keine Option. Flexibilität ist eine Grundvoraussetzung des Eventbaus. Entscheidend ist daher eine sehr frühe und integrale Planung. Dazu Böckli: «Je früher wir eingebunden sind, desto besser können wir Gestaltung, Technik, Bewilligungen, Sicherheit und Kosten zusammenführen.» Wichtig ist zudem ein interdisziplinäres Team aus Projektleitung, Ingenieuren, Konstruktion und Logistik, das eng verzahnt arbeitet und schnelle Entscheidungen ermöglicht. Die Nüssli Gruppe beschäftigt weltweit rund 460 Mitarbeitende.

«Je früher wir eingebunden sind, desto besser können wir Gestaltung, Technik, Bewilligungen, Sicherheit und Kosten zusammenführen.»

Nachhaltigkeit ist bei Nüssli kein Trend, sondern fest in der Unternehmens-DNA verankert. «Wir arbeiten seit Jahrzehnten mit Systemmaterial, das für den mehrfachen Einsatz entwickelt wurde – aufbauen, abbauen, weiterverwenden», erklärt CEO Andy Böckli. Im Alltag bedeutet das: langlebige Bauteile, eine präzise Planung, kurze Transportwege dank dezentraler Logistiklager sowie ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen. «Unser Ziel ist es, hochwertige Lösungen zu schaffen, ohne dauerhafte Eingriffe in bestehende Strukturen oder Landschaften zu hinterlassen.»

Der Grossteil der Projekte der Nüssli Gruppe ist temporär angelegt und wird nach dem Anlass konsequent zurückgebaut. Genau hier setzt das Prinzip der Kreislaufwirtschaft an: «Diese Bauwerke aus Systemmaterial sind von Beginn an so konzipiert, dass die eingesetzten Bauteile an anderer Stelle wiederverwendet werden können», erklärt CEO Andy Böckli. Und er betont: «Alle Bauteile sind statisch berechnet, zertifiziert und für eine lange Lebensdauer ausgelegt. So vermeiden wir Einwegarchitektur und halten Materialien über viele Jahre hinweg im Kreislauf.» Auf diese Weise verbindet Nüssli temporäres Bauen mit langfristigem Denken – ökologisch verantwortungsvoll, technisch präzise und wirtschaftlich nachhaltig.

Standort Schweiz – das Herz von Nüssli

Der Grossteil der Projekte wird heute im Ausland realisiert. «Rund 70 bis 80 Prozent unserer Aufträge liegen ausserhalb der Schweiz, Tendenz steigend.» Doch gleichzeitig bleibt die Schweiz ein sehr wichtiger Markt für die Thurgauer Eventbauer – insbesondere bei Sportanlässen, Festivals, kulturellen Veranstaltungen sowie bei langfristigen Partnerschaften wie dem ESAF oder den Swiss Indoors. «Diese Kombination aus starkem Heimmarkt und internationaler Ausrichtung prägt unser Geschäft und ermöglicht es uns, Erfahrungen und Know‑how global zu transferieren.» Der Wirtschaftsplatz Schweiz ist zentral für das innovative Unternehmen und bietet ein stabiles Umfeld, gut ausgebildete Fachkräfte und hohe Standards – insbesondere in den Bereichen Engineering, Projektmanagement und Sicherheit. «Wir tragen von Hüttwilen aus dieses Qualitätsverständnis in die Welt und setzen es bei Projekten auf allen Kontinenten um.»

Aus- und Weiterbildung haben bei der Nüssli Gruppe einen hohen Stellenwert. Nüssli setzt dabei auf praxisnahe Weiterbildung, internen Wissenstransfer zwischen Projekten und Standorten sowie gezielte externe Schulungen, abgestimmt auf die jeweiligen Fachbereiche. «Gerade die Kombination aus Engineering, Projektmanagement und Handwerk erfordert kontinuierliches Lernen.» Auch die Ausbildung junger Fachkräfte liegt Nüssli am Herzen. Im kaufmännischen Bereich werden Lehrstellen angeboten, die einen fundierten Einstieg in die Arbeitswelt ermöglichen. Über die Tochterfirma RUBA werden Schreiner und Zimmerer ausgebildet – eine gezielte Investition in den handwerklichen Nachwuchs, um langfristig das Know‑how zu sichern, das für die Projekte zentral ist.

Expo 2027 und Wintersport-Grossanlässe

Eine der grössten Aufgaben für die Nüssli Gruppe besteht darin, hohe Qualität, Terminsicherheit und Wirtschaftlichkeit auch unter zunehmend komplexen Rahmenbedingungen zu gewährleisten. Dazu zählen enge Zeitpläne, steigende regulatorische Anforderungen sowie volatile Märkte und Lieferketten. Gleichzeitig muss Nüssli als international tätiges Unternehmen seine Innovationskraft erhalten und kontinuierlich weiterentwickeln – besonders im Hinblick auf Nachhaltigkeit und neue Anwendungsfelder für temporäre und modulare Bauweisen. Nicht zuletzt bleiben die Gewinnung und Förderung qualifizierter Fachkräfte eine zentrale strategische Aufgabe für die Zukunft. Doch die Arbeit geht den Temporärarchitekten nicht aus.

Nach der Expo ist vor der Expo: Die Vorbereitungen für die Expo 2027 in Serbien laufen bereits auf Hochtouren. Parallel bereitet sich Nüssli auf die FIS Alpinen Ski Weltmeisterschaften 2027 in Crans-Montana vor, bei denen das Unternehmen seine umfassende Erfahrung aus internationalen Wintersport-Grossanlässen einbringt.Corinne Remund

www.nussli.com

Leuchturmprojekte

Festivals, Sport und Kultur – weltweit

In der Schweiz begleitet Nüssli seit Jahren bedeutende Festivals wie das Openair Frauenfeld, das Openair St. Gallen oder das Openair Gampel. Zudem realisierte die Tochtergesellschaft RUBA mehrere Unternehmens- und Sponsorenpavillons rund um das World Economic Forum in Davos. Ein Schwerpunkt waren die Olympischen Winterspiele 2026: In Livigno realisierte Nüssli beide Wettkampfstätten, darunter eine rund 60 Meter hohe Big-Air-Rampe.

Zahlreiche Auszeichnungen

Zu den wegweisenden Projekten zählen temporäre Sportstätten für Olympische Spiele, etwa das Beachvolleyballstadion Paris vor dem Eiffelturm. Ein weiteres Highlight ist die Isarphilharmonie in München, die zeigt, dass temporäre Architektur auch akustisch und funktional höchsten internationalen Ansprüchen genügt. Die Temporärarchitektur von Nüssli wurde mehrfach ausgezeichnet. Ein besonderes Beispiel ist das National Athletics Center in Budapest, das mit dem IOC IAKS Architecture Prize 2025 prämiert wurde. CR

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