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Starke Stimme für private Bildung
VERBAND FÜR KAUFMÄNNISCHE UND MEDIZINISCHE WEITERBILDUNG – Nach der Fusion treibt der VSH die Weiterentwicklung der kaufmännischen und medizinischen Aus- und Weiterbildung voran. Im Fokus stehen praxisnahe Bildungsangebote, hohe Qualitätsstandards sowie die Integration von KI – mit dem Ziel, Menschen optimal auf die Anforderungen des Arbeitsmarkts vorzubereiten.
Mit dem Beginn des neuen Schuljahres startet für viele Mitgliedsschulen des VSH Verband für kaufmännische und medizinische Weiterbildung ein wichtiger neuer Abschnitt. Gleichzeitig werden viele Weiterbildungen heute modular und mit flexiblen Einstiegsmöglichkeiten angeboten. Der Bildungsstart ist damit längst nicht mehr an einen festen Semesterbeginn gebunden. Für den VSH markiert diese Zeit dennoch den Auftakt in ein neues Bildungsjahr. «Gemeinsam mit unseren Mitgliedsschulen wollen wir Projekte weiterentwickeln, Innovationen vorantreiben und den fachlichen Austausch innerhalb unseres Netzwerks intensivieren», erklärt Lorenz Lüthi, Geschäftsführer des VSH Verband für kaufmännische und medizinische Weiterbildung. «So schaffen wir die Voraussetzungen, um die Qualität und Attraktivität der kaufmännischen und medizinischen Grund- und Weiterbildung künftig nachhaltig zu stärken.» Der VSH hat in den vergangenen Monaten einen bedeutenden Entwicklungsschritt vollzogen. Aus den drei etablierten Teilverbänden – dem Verband Schweizerischer Handelsschulen (VSH), dem Verband Schweizerischer Kaderschulen (VSK) und dem Schweizerischen Verband Medizinischer Berufsschulen (SVMB) – ist ein gemeinsamer, zukunftsorientierter Verband entstanden: der neue VSH. Mit dieser Fusion wurde ein starker Bildungsverband für die Bereiche Business, Management und Health geschaffen. Der neue VSH vereint 35 Mitgliedsschulen an rund 60 Standorten unter einer gemeinsamen Marke und steht für praxisnahe Bildungsangebote, hohe Qualitätsstandards und schweizweit anerkannte Abschlüsse. «Für unsere Mitgliedsschulen bedeutet die Fusion mehr Sichtbarkeit, mehr Schlagkraft und eine starke gemeinsame Stimme», betont Lorenz Lüthi. «Gleichzeitig investieren wir in die Zukunft – mit einer modernen Prüfungsorganisation, digitalen Lösungen, einer systematischen Qualitätssicherung sowie einer engagierten Interessenvertretung und starken Partnerschaften.»
Praxisnähe und hohe Flexibilität
Die Mitgliedsschulen des VSH nehmen einen wichtigen Platz in der Schweizer Bildungslandschaft ein. Ihre Stärke liegt in der Verbindung von Praxisnähe, Arbeitsmarktorientierung und hoher Flexibilität. Sie vermitteln nicht nur eine fundierte kaufmännische und medizinische Grundbildung, sondern leisten insbesondere in der berufsorientierten Weiterbildung einen wichtigen Beitrag zur Qualifizierung von Fachkräften. Gerade in einer Zeit, die von Digitalisierung, künstlicher Intelligenz und Fachkräftemangel geprägt ist, gewinnen praxisnahe und bedarfsgerechte Bildungsangebote weiter an Bedeutung. Der VSH und seine Mitgliedsschulen reagieren darauf, indem sie neue Entwicklungen konsequent in ihre Bildungsangebote integrieren. So wurden Kompetenzen im Bereich der künstlichen Intelligenz – von den Grundlagen bis zur praktischen Anwendung – in Lehrpläne und Prüfungen aufgenommen. Dabei konnte der Verband wertvolle Erfahrungen aus der KV-Reform nutzen und diese gezielt in die Weiterentwicklung seiner Bildungsangebote einfliessen lassen.
Lüthi sieht in künstlicher Intelligenz und Digitalisierung eine grosse Chance, Bildung individueller, flexibler und wirksamer zu gestalten. «KI kann Lernende durch personalisierte Lernpfade und unmittelbares Feedback unterstützen. Gleichzeitig entlastet sie Lehrpersonen von administrativen Aufgaben und schafft dadurch mehr Raum für die persönliche Begleitung und den direkten Austausch», erklärt der Erwachsenenbildner. Der Mehrwert von E‑Learning und Blended Learning entsteht jedoch nicht allein durch den Einsatz digitaler Technologien. Entscheidend ist eine didaktisch sinnvolle Integration, bei der digitale Lernformen den Präsenzunterricht gezielt ergänzen und bereichern. «Wir müssen Lernende befähigen, KI kompetent und verantwortungsvoll einzusetzen. Dazu gehören kritisches Denken, die Fähigkeit zur Bewertung von Quellen sowie ein bewusster Umgang mit Datenschutz. KI ersetzt keine gute Bildung, sondern ist ein leistungsfähiges Werkzeug», betont Lüthi. Im Zentrum bleibt damit die Qualität der Didaktik und die Rolle der Lehrperson: Sie gibt Orientierung, motiviert und begleitet den individuellen Lernprozess. Als konkrete Weiterentwicklung integrieren die VSH-Mitgliedsschulen ab diesem Sommer das neue Modul «AI Skills und Tools» in den Bildungsgang «Dipl. Kaufmann / Dipl. Kauffrau».
Der Präsenzunterricht wird aber auch in Zukunft eine zentrale Rolle in der Bildung spielen. Die Grenzen liegen für Lüthi dort, wo persönlicher Dialog, unmittelbares Feedback, gemeinsames Reflektieren und der Aufbau einer lebendigen Lernkultur entscheidend sind. «Deshalb geht es nicht um ein Entweder-oder von digitalem Lernen und Präsenzunterricht, sondern um ein sinnvoll abgestimmtes Zusammenspiel beider Formen. Also: Welche Lernform bietet für das jeweilige Lernziel den grössten Mehrwert.»
Chancen der Digitalisierung gezielt nutzen
Der VSH setzt sich auf politischer Ebene für faire Rahmenbedingungen und eine starke Position der privaten Bildungsanbieter ein. Im Fokus stehen die Gleichbehandlung gegenüber öffentlichen Anbietern, hohe Qualitätsstandards, eine durchlässige Weiterbildungslandschaft sowie praxisnahe Bildungsangebote, die sich am Bedarf des Arbeitsmarkts orientieren. Gleichzeitig engagiert sich der Verband dafür, Digitalisierung und KI verantwortungsvoll in die Bildung zu integrieren und den Stellenwert der Weiterbildung im Sinne des lebenslangen Lernens nachhaltig zu stärken.
Die grössten Herausforderungen für private Bildungsanbieter liegen in der digitalen Transformation, den veränderten Lernbedürfnissen und dem zunehmenden Wettbewerb im Bildungsmarkt. Dazu Lüthi: «Entscheidend ist, neue Technologien wie künstliche Intelligenz gezielt einzusetzen, ohne die persönliche Begleitung und die Praxisnähe zu verlieren.» Gerade darin liegt die grosse Chance priva-ter Bildungsanbieter: Ihre Nähe zur Wirtschaft ermöglicht es ihnen, neue Anforderungen frühzeitig zu erkennen und rasch in arbeitsmarktorientierte Bildungsangebote zu übersetzen. «Wir unterstützen unsere Mitgliedsschulen dabei als Impulsgeber und Plattform für die gemeinsame Entwicklung von Bildungsangeboten, Prüfungsformaten und Qualitätsstandards.»
«Unsere Mitgliedsschulen stärken ihre Rolle als agile Partner von Wirtschaft und Berufstätigen.»
Die Zukunft privater Handelsschulen liegt in der Verbindung von Praxisnähe, Innovationskraft und flexiblen Lernformen. «KI wird ein wichtiger Bestandteil der Bildung, ersetzt aber nicht den Mehrwert persönlicher Begleitung und anwendungsorientierten Lernens», betont Lüthi. «Unsere Mitgliedsschulen stärken durch starke Partnerschaften und anerkannte Abschlüsse ihre Rolle als agile Partner von Wirtschaft und Berufstätigen.» Die Stärke der Schweizer Bildungslandschaft liegt für Lüthi jedoch im Zusammenspiel: «Öffentliche Bildungsinstitutionen sichern die breite Verankerung in der Grundbildung, private Anbieter bringen Agilität, Marktnähe und Weiterbildungskompetenz ein.»
Corinne Remund
DAS MACHT DER VSH
35 Schulen – eine gemeinsame Vision
Der Verband Schweizerischer Handelsschulen (VSH) wurde 1978 gegründet und hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zur führenden Interessenvertretung der privaten Anbieter kaufmännischer Grund- und Weiterbildung in der Schweiz entwickelt. Entstanden ist der Verband aus dem Bedürfnis, privaten Bildungsinstitutionen gegenüber öffentlichen Schulen eine starke Stimme zu verleihen und ihre Anliegen auf nationaler Ebene wirksam zu vertreten. Mit der Fusion der bisherigen Teilverbände VSH, VSK und SVMB zum neuen VSH im vergangenen Jahr wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht. Die Zusammenführung basiert auf der Strategie 2025–2028 und schafft ein gemeinsames Fundament für die Zukunft.
Vom Handelsschulverband zum starken BildungsÂnetzwerk
Während der Verband ursprünglich die Interessen privater Bildungsanbieter vertrat, steht er heute allen Bildungsinstitutionen offen, die die Bildungsangebote des VSH durchführen und seine Ziele in der kaufmännischen und medizinischen Grund- und Weiterbildung mittragen. Dazu zählen inzwischen auch öffentliche Schulen. Heute vereint der VSH 35 Mitgliedsschulen an rund 60 Standorten – ergänzt durch digitale Bildungsangebote – in den Bereichen Business, Management und Health. Das Netzwerk umfasst sowohl grosse Bildungsgruppen als auch spezialisierte Fachschulen. Was die Mitglieder verbindet, ist nicht ihre Grösse oder Trägerschaft, sondern ein gemeinsames Qualitätsverständnis: praxisnahe Bildungsangebote, schweizweit anerkannte Abschlüsse und die kontinuierliche Weiterentwicklung der beruflichen Grund- und Weiterbildung.
Der VSH vereint Interessenvertretung und Prüfungsorganisation unter einem Dach. Der Verband organisiert heute jährlich rund 900 digitale Prüfungstermine mit einheitlichen Standards für Durchführung, Korrektur und Bewertung. Gleichzeitig vertritt der VSH die Interessen seiner Mitgliedsschulen gegenüber Politik, Behörden und Wirtschaft und verleiht ihnen auf nationaler Ebene eine starke gemeinsame Stimme. Zusätzliche Stärke gewinnt der Verband durch strategische Partnerschaften mit bedeutenden Organisationen der Grund- und Weiterbildung – darunter die FMH sowie der Schweizerische Gewerbeverband (sgv) als Spitzenverband der Schweizer KMU. Diese Kooperationen stärken die Anerkennung der Abschlüsse und fördern die Weiterentwicklung praxisnaher Bildungsangebote.
CR
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