Publiziert am: Freitag, 5. Oktober 2018

Die Grenzen im Team ausloten

TEAMBUILDING – Immer mehr Unternehmen setzen auf gemeinsame Outdoor-Trainings, 
um das Potenzial ihres Teams herauszufordern und zu stärken. Nebst Spass 
und Abenteuer müssen aber auch die Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden.

Wir leben in einer Zeit des raschen Wandels. Die Anforderungen der Teams im Berufsalltag werden komplexer und anspruchsvoller. Die Produktivität steht im Vordergrund – das Potenzial der Konflikte steigt. Aber wie erhalten wir aus mehreren Einzelkämpfern ein gesundes, kooperierendes Team?

Da gibt es diverse Möglichkeiten, um mit Hilfe von Outdoor-Trainings den Teamgeist des Einzelnen zu ­fördern. Dazu Katrin Blumberg, Präsidentin des Verbandes Swiss Outdoor Association: «Besonders geeignete und gefragte Angebote für Teambuilding sind Rafting, Flossbau, Fun-Olympiade und Schatzsuchen.»

Die Teilnehmer erleben dabei in nicht alltäglicher Umgebung sich selbst und ihre Kollegen von einer anderen als der gewohnten Seite. «Gemeinsam werden ungewöhnliche Aufgabenstellungen angepackt und bewältigt. Die Grenzen als Gruppe werden dabei ausgelotet», sagt Blumberg.

Dazu gehören Vorbereitung, Ins­truktion, der richtige Zeitplan, das Zusammenspiel und die Auswertung. Die Erlebnisse in der Natur werden in den Berufsalltag transferiert. Diese verstärken funktionale Verhaltensweisen und die Teilnehmer erleben neue Verhaltensformen. «Bei Einleitung von Veränderungsprozessen erhalten die Teilnehmer so eine neue Motivation für die bevorstehenden oder in Gang befindlichen Veränderungen», so die SOA-Präsidentin.

Der Adventure- und Outdoormarkt ist in den letzten Jahren stark gewachsen. «Auffällig ist die zunehmende Diversifizierung durch eine stetig wachsende Angebotspalette mit immer wieder neuen Nischenprodukten», sagt Blumberg. Besonders Firmen, Schulen und Familien verlangen nach hochwertigen Aktivitäten, häufig verbunden mit einem Mehrwert wie Grillplausch, Apéro, etc. Nebst den Teambuilding-­Angeboten sind Hochseilgärten, Canyoning und Bungy in.

Die Sicherheit hat 
oberste Priorität

Swiss Outdoor Association setzt sich mittels Ausbildung für Sicherheit und Professionalität im Schweizer Adventure- und Outdoormarkt ein. «Gerade auch bei Teambuilding-­Anlässen ist es unerlässlich, dass der Veranstalter professionell arbeitet und alle Sicherheitsbestimmungen einhält», betont Blumberg. Dazu gibt es ein Label – «Safety in adven­tures». Dieses Label führen leider nur wenige Anbieter. Es ist zusammen mit einer Betriebsbewilligung für Anbieter von Wildwassertouren & Rafting ab Wildwasserlevel III, Canyoning und Bungy obligatorisch, für alle anderen ist es freiwillig. «Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass grössere und einge­sessene Firmen aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung und ihrem Reputationsrisiko viel Wert auf Sicherheit legen. Es lohnt sich aber immer die Frage nach einer Betriebshaftpflichtversicherung – eine solche sollte unbedingt vorhanden sein», rät Blumberg. Auch kompetente Beratung bei der Buchung per Telefon oder E-Mail sollte selbstverständlich sein.

Corinne Remund

www.swissoutdoorassociation.ch

www.safetyinadventures.ch