Publiziert am: 19.01.2018

Die Handlungsfelder der Digitalen Transformation

KMU-Transformation – Studie der FHNW Hochschule für Wirtschaft zur Umsetzung der Digitalen Transformation (Teil 2).

Im Kern der Forschung der FHNW Hochschule für Wirtschaft steht ein Praxismodell mit den Handlungsfeldern der Digitalen Transformation. Aus der Praxis für die Praxis: Aus über 4250 Themennennungen wurden die wichtigsten Handlungsfelder bestimmt, welche KMU bei ihrer Transformation als Orientierungshilfe nutzen können. Was kennzeichnet also ein wettbewerbsfähiges Unternehmen? In diesen sieben Handlungsfeldern sollten Sie aktiv sein:

1: Die konstante 
Kundenorientierung

Unternehmen legen einen starken Fokus auf die Kundenorientierung, personalisierte Angebote und digi­tale Kommunikations- und Absatzkanäle.

Die zentrale Frage: Nehmen Sie sich mindestens einmal im Jahr die Zeit, um die Kundenbedürfnisse neu zu identifizieren und Ihre Kundenstrategie zu überarbeiten?

2: Neue digitale Strategien 
und Geschäftsmodelle

Die neuen Technologien treiben Firmen dazu an, bestehende Angebote zu hinterfragen, um neue oder erweiterte Leistungen zu erbringen. Hier werden neue Plattformen genutzt sowie Kooperationen eingegangen, um innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln.

Die zentrale Frage: Nehmen Sie sich mindestens einmal im Jahr die Zeit, um Ihre (digitale) Strategie zu überarbeiten und Marktpotenziale aktiv zu nutzen?

3: Neue Ansätze in Führung, 
Kultur und Arbeit

Durch den digitalen Wandel wird ein Veränderungsprozess ausgelöst, der zu einer Anpassung der Führungsgrundsätze führt. Teil der Digital Leadership sind Kreativität und Innovation, der digitale und mobile Arbeitsplatz sowie neue Organisationsformen.

Die zentrale Frage: Nehmen Sie sich mindestens einmal im Jahr die Zeit, um Ihre Führungsgrundsätze zu überdenken und mit den Mitarbeitenden neu zu gestalten?

4: Optimierte und 
automatisierte Prozesse

Prozesse sollten standardisierter, schneller und effizienter gestaltet werden. Durch die Automatisierung bzw. Digitalisierung der Prozesse können Teilaufgaben ohne Medienbrüche vernetzt werden.

Die zentrale Frage: Nehmen Sie sich mindestens einmal im Jahr die Zeit, um Ihre Prozesse zu kontrollieren und zu optimieren bzw. gegebenenfalls neu zu definieren?

5: Digitales Marketing

Durch die Verfügbarkeit und Analyse von Kunden-, Produkte- und Absatzdaten wird ein System geschaffen, in dem die Aktivitäten von Verkauf und Marketing laufend optimiert werden können. Dazu gehören (mobile) Online-Plattformen, ­E-Commerce, Social Media, Suchmaschinenmarketing und die Marketingautomation.

Die zentrale Frage: Nehmen Sie sich mindestens einmal im Jahr die Zeit, um den Erfolg Ihrer digitalen Marketingstrategie zu überprüfen und zu verbessern?

6: Neue Technologien

Die neuen Technologien beinhalten Plattformen und Apps. Viele Unternehmen testen die Anbindung an Industrie- und Konsumentenprodukte (Sensoren) als Bestandteil der Industrie 4.0 bzw. Internet of Things.

Die zentrale Frage: Nehmen Sie sich mindestens einmal im Jahr die Zeit, um die technischen Entwicklungen zu analysieren und eine Roadmap für Ihr Unternehmen zu erstellen?

7: Cloud und intelligente Daten

Alle bisher genannten Aktivitäten bedürfen intelligenter Daten sowie flexibler und von überall her zugänglicher Infrastruktur: Hier investieren Firmen in die Cloud und webbasierte Lösungen. Die zentrale Frage: Nehmen Sie sich mindestens einmal im Jahr die Zeit, um Ihre Bedürfnisse an Daten/Informationen und Webdiensten zu definieren und eine Roadmap zu erstellen?

Im Teil 3, welcher am 9. Februar 2018 erscheint, beschreiben wir das Handlungsfeld der Kundenorientierung (Customer Centricity).

Marc K. Peter, Projektleiter FHNW

Peter, Marc K. (Hrsg.) 2017: KMU-Transformation: Als KMU die Digitale Transformation erfolgreich umsetzen. Forschungsresultate und Praxisleitfaden. FHNW Hochschule für Wirtschaft, Olten. Bezug unter:

Die Sponsoren

Die FHNW Hochschule für Wirtschaft bedankt sich bei den Sponsoren und Forschungspartnern: PostFinance, Abacus, swisscard AECS, Die Post, Dreamlab, Schweizerische Gewerbezeitung, KMU Next und Nemuk.