Publiziert am: Freitag, 10. Juni 2016

Ein professioneller 
Vertrag lohnt sich

Helpy-Experten

Auf der Webplattform Helpy empfiehlt die Stiftung KMU Schweiz ein Panel an ausgewiesenen Fachexperten zu den wichtigsten Fragestellungen für KMU. Helpy-Experten beantworten Fragen in einem persönlichen Erstkontakt – unkompliziert, direkt und präzis. Das Angebot richtet sich an alle KMU aus Produktion und Dienstleistungen – es sind dies schweizweit über 
300 000 Unternehmen. Die einzelnen Experten werden kurz vorgestellt:

Schweizerische Gewerbezeitung: Wieso sind Sie Experte auf der Webplattform helpy der Stiftung KMU Schweiz geworden?

Martin Thomann: Auf diese Weise kann ich meine Erfahrung und mein Fachwissen rasch und unkompliziert einem grossen Kreis von rechtsuchenden Unternehmen zur Verfügung stellen.

 

Was sind in Ihrem Fachbereich Allgemeines Vertragsrecht/Markenrecht die grossen Herausforderungen für KMU?

Einerseits ist es für KMU schwierig, rechtzeitig und mit vernünftigem Aufwand die eigene Rechtsposition bestmöglich zu sichern. Andererseits lohnt sich aber mittelfristig eine Investition in einen von einem Fachmann redigierten Vertrag oder in eine umfassende Markenhinterlegung.

 

Was ist essentiell für KMU, wenn sie einen Vertrag aufsetzen?

Die Rechte und Pflichten beider Parteien sollten in einem Vertrag möglichst klar festgelegt sein. Nur klare, griffige Vertragsbestimmungen helfen dann im Konfliktfall auch wirklich. Wenn möglich, sollte Schweizer Recht und der eigene Sitz als Gerichtsstand vereinbart werden.

 

Welche Fehler sollen KMU bezüglich des Markenschutzes unbedingt vermeiden?

Eine Marke sollte mit dem richtigen Warenverzeichnis und möglichst früh – nicht erst, wenn ein Produkt erfolgreich ist – angemeldet werden. Andernfalls riskiert man, dass ein Nachahmer die Marke selbst registriert und den eigentlich Berechtigten blockieren kann. Zudem ist eine vorgängige Abklärung, ob bereits ähnliche Zeichen registriert sind, zu empfehlen.

«Die Rechte und Pflichten beider Parteien sollten in 
einem Vertrag möglichst klar festgelegt sein.»

Was müssen KMU zum Thema Swissness unbedingt wissen?

Ab 1.1.2017 gelten neue Bestimmungen zum Gebrauch der Schweizer Fahne, des Zeichens «Schweiz», «schweizerisch» etc. im Geschäftsverkehr. Wer seine Produkte als «schweizerisch» bezeichnet, muss auch beweisen können, dass die Produkte tatsächlich die gesetzlichen Voraussetzungen der Schweizer Herkunft erfüllen.

Wo liegt Ihrer Ansicht nach bei dieser neuen Informationsplattform der KMU-Wirtschaft der Mehrwert für die einzelnen Unternehmen?

Helpy ist eine ideale Anlaufstelle für Rat suchende KMU. Die Experten können den KMU rasch weiterhelfen, entweder durch konkrete Ratschläge oder durch Weiterleitung an die richtigen Stellen.Interview: Corinne Remund