Publiziert am: Freitag, 11. Dezember 2015

Externe Hilfe im Rechnungswesen

Outsourcing – Die Auslagerung der zentralen Unternehmensprozesse im Finanz- und Rechnungswesen ist für KMU ein zentraler Erfolgsfaktor. Eine zeitnah geführte Buchhaltung hilft, Risiken zu minimieren.

Ein zeitnah geführtes Finanz- und Rechnungswesen ist heute eine wichtige Voraussetzung für ein erfolgreich geführtes Unternehmen. Aussagekräftige Finanzauswertungen helfen, zukünftige Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Ihnen kommt eine grosse Bedeutung zu, dienen sie doch als wichtiges Führungs- und Steuerungsinstrument für die Unternehmensleitung. Die Erledigung der Buchhaltungsarbeiten bedeutet jedoch für viele Unternehmer im KMU-Bereich ein notwendiges Übel. Oftmals fehlt die Zeit dafür oder das nötige Fachwissen, um aus den Zahlen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Dies führt dazu, dass geschäftliche Entwicklungen zu spät erkannt und nur mit grossem Aufwand korrigiert werden können. Eine zeitnah geführte Buchhaltung hilft, diese Risiken zu minimieren.

Vorteile einer Auslagerung

Wie können KMU das Rechnungswesen als zentrales Führungsinstrument nutzen? Entweder wird eine entsprechend ausgebildete Fachperson eingestellt oder es kann sich lohnen, die Auslagerung des Finanz- und Rechnungswesens an eine Treuhandgesellschaft zu prüfen. Unternehmen, die diese Lösung gewählt haben, können sich mit den freigewordenen Ressourcen voll und ganz auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren. Das Wissen um eine professionelle Abwicklung des Rechnungswesens und die laufende Berücksichtigung von gesetzlichen Änderungen bietet zusätzliche Sicherheit. Das Risiko und die Konsequenzen daraus, einen wesentlichen Fehler zu begehen, werden an den Treuhänder ausgelagert.

Die volle Auslastung einer angestellten Fachperson ist durch das stark schwankende Arbeitsvolumen oftmals nicht sichergestellt. Hier spricht die Flexibilität, die eine Treuhandgesellschaft bieten kann, klar für eine Auslagerung. Der Treuhänder rechnet nach effektivem Aufwand ab – so entstehen nur dann Kosten, wenn Leistungen bezogen werden.

Als weiteren Pluspunkt erwähnen Unternehmen, dass der Treuhänder ein breites Spektrum an Fragestellungen abdecken kann. Dadurch haben sie jederzeit eine kompetente Anlaufstelle, die sie bei Fragen zu betriebswirtschaftlichen Aspekten, Finanzen und Personal unterstützt. Ein professioneller Finanzchef wird auch für kleinere Unternehmen erschwinglich.

Vollkostenrechnung als ­Entscheidungsgrundlage

Trotz dieser Vorteile zögern viele KMU, ihre Buchhaltung auszulagern, weil sie hohe Kosten befürchten. Auf den ersten Blick erscheinen die Ausgaben für den Treuhänder im Vergleich zu den Lohnkosten eines Buchhalters tatsächlich hoch, da das Honorar des Treuhänders die effektiven Kosten transparent ausweist. Oftmals werden bei einer internen Anstellung die Gesamtarbeitsplatzkosten nicht betrachtet, was einen direkten Vergleich verunmöglicht. ­Eine Vollkostenbetrachtung ist deshalb unerlässlich.

Werden bei einer Festanstellung der Bruttolohn des Mitarbeiters zusammen mit den Kosten für die Arbeitgeberbeiträge der Sozialversicherungen, für krankheitsbedingte Ausfälle, für Aus- und Weiterbildungen, bezahlte Ferien- und Feiertage sowie die benötigte Arbeitsplatzinfrastruktur hinzugerechnet, können die effektiven Vollkosten ermittelt werden. Ein Vergleich mit dem Treuhand­honorar wird zeigen, dass beide Varianten ähnliche Kosten verursachen.

Welche Lösung für das jeweilige KMU die vorteilhafteste ist, kann nur unter Abwägung sämtlicher Ausgaben und unter Berücksichtigung der flexiblen Ausgestaltungsvarianten, die eine Treuhandgesellschaft bietet, abschliessend beurteilt werden.

Bernadette Piller

b. piller treuhand gmbh