Publiziert am: 21.10.2016

«Ich konnte davon nur profitieren»

SIU – Der Landschaftsarchitekt Claudio Egli bildete sich beim Schweizerischen Institut für Unternehmerschulung zum Fachmann Unternehmensführung KMU weiter. Dank dieser intensiven Weiterbildung konnte er sich beruflich erfolgreich weiterentwickeln.

Claudio Egli, 32, arbeitet seit vielen Jahren bei der Firma Fahrion & Partner Gartenbau AG. Er ist dort Bauleiter/Landschaftsarchitekt am Standort Kreuzlingen und als Teilhaber Mitglied der Geschäftsleitung. Im Oktober 2013 startete er beim SIU Schweizerischen Institut für Unternehmerschulung die Weiterbildung zum Fachmann Unternehmensführung KMU und hat die eidg. Prüfung 2015 erfolgreich abgeschlossen.

Schweizerische Gewerbezeitung: Was hat Sie dazu bewogen, sich beim SIU weiterzubilden?

n Claudio Egli: Ich komme aus einer Gartenbaufamilie und das Ziel war immer, im Bereich Gartenbau tätig zu sein. So habe ich dann die Ausbildung zum Landschaftsgärtner abgeschlossen und anschliessend Landschaftsarchitektur studiert. Danach habe ich auf meinem Beruf gearbeitet und Praxiserfahrung gesammelt. Nach sechs Jahren wollte ich mir ebenfalls das betriebswirtschaftliche Know-how aneignen. Ich besuchte beim SIU einen Informationsanlass in Chur und habe mich dann für den Lehrgang Fachmann Unternehmensführung KMU entschieden.

Und wieso im SIU?

n Ich habe den Tipp von meinem Vater bekommen. Diese Ausbildung sei von früher her bekannt, und auch mein aktueller Chef hat mir das SIU empfohlen. Diese Ausbildung war genau auf meine Bedürfnisse zugeschnitten und wunderbar berufsbegleitend umsetzbar.

Was war die grösste Herausforderung während des Lehrgangs?

n Am Anfang reduzierte ich das Pensum von 100 Prozent auf 80 Prozent und musste nach drei Wochen feststellen, dass es nicht funktioniert. In meiner verantwortungsvollen Funktion konnte ich das Arbeitspensum nicht einfach reduzieren und meine Arbeit liegenlassen. Die Motivation über ein ganzes Jahr lang hoch zu halten, war immer wieder eine Herausforderung.

«Diese Ausbildung war genau auf meine Bedürfnisse zugeschnitten.»

Wie hoch war der zeitliche Aufwand für das Selbststudium?

n Am Anfang waren es zwischen vier bis fünf Stunden, also einen bis zwei Abende pro Woche, später noch ein Abend in der Woche. Nur am Schluss, vor den Modulprüfungen, habe ich mehr Stunden fürs Lernen investiert. Da ich bereits einen Bachelor of Science in Landscape Architect besitze, fiel mir das Lernen nicht so schwer. Ich habe im Unterricht gut aufgepasst und konnte somit schon vieles aus dem Schulzimmer mitnehmen.

Konnten Sie das Gelernte direkt in der Praxis umsetzen und hat sich schon während der Ausbildung beruflich etwas verändert?

n Die Mini-Semesterarbeiten habe ich bewusst über die Firma geschrieben und habe begonnen, einzelne Themen gleich umzusetzen. Daraus entstand zum Beispiel der Aufbau einer neuen Homepage, die wir jetzt im Herbst 2016 umsetzen werden.

Wie haben Ihr Arbeitgeber und Ihr Umfeld Sie dabei unterstützt?

n Mein Arbeitgeber hat mich finanziell unterstützt. In meinem privaten Umfeld ist mir vor allem meine Freundin entgegengekommen. Sie hat zu Hause den Haushalt organisiert und mir vor den Prüfungen den Rücken freigehalten. Mein weiteres Umfeld hatte ebenfalls sehr Verständnis, wenn ich mal keine Zeit hatte.

Wie war der Austausch innerhalb der Klasse?

n Sehr spannend. Wir waren eine gute Klasse und konnten viel voneinander profitieren. Der rege Austausch war wirklich interessant. Wir haben uns gegenseitig unterstützt. So haben wir uns beispielsweise nach dem Erstellen der Performanzdossiers getroffen und gegenseitig die Arbeiten durchgesehen.

Würden Sie den Lehrgang nochmals absolvieren?

n Ja, jederzeit. Es war intensiv, aber es hat mir sehr viel gebracht. Ich habe den Lehrgang auch schon weiterempfohlen und Referenzen an Teilnehmende abgegeben.

Hat sich beruflich etwas verändert?

n Es war von Anfang an angedacht, dass ich mich an der Firma beteiligen werde. Nach dem Landschaftsarchitektur-Studium war für mich klar, dass ich noch eine betriebswirtschaftliche Ausbildung machen muss. Durch diesen Lehrgang verfüge ich nun über mehr betriebswirtschaftliche Kompetenzen und Know-how. Ich habe mich auch einer ERFA-Gruppe angeschlossen und kann mit Fachleuten auf gleicher Höhe diskutieren.