Publiziert am: 05.02.2018

Internationaler Vergleich zeigt auf: Billag zockt Schweizer Volk ab

NO BILLAG – Bei den Zwangsabgaben für Radio und TV hält die Schweiz einen traurigen Spitzenplatz. Die Ergebnisse internationaler Vergleiche verdeutlichen klar: Sowohl pro Kopf als auch pro Haushalt müssen Schweizerinnen und Schweizer die mit Abstand höchsten Zwangsbelastungen verkraften.

 

Die Zeitung «Der Bund» vergleicht in einem Artikel die Billag mit den Gebühren in Grossbritannien, Italien, Deutschland und Österreich. Das Resultat zeigt klar, dass die Billag-Zwangsabgabe das Volk abzockt. Sie ist trauriger Spitzenreiter sowohl bei der Berechnung pro Haushalt als auch bei der Berechnung pro Kopf.

Im Artikel geben die Korrespondenten der Zeitung Auskunft über die jeweiligen Belastungen für die medialen Angebote in den Ländern, aus denen sie berichten.

n  Grossbritannien: Die BBC finanziert sich zum grössten Teil mit Gebühren. Werbung ist ihr im Inland nicht erlaubt, aber sie nimmt mit dem Verkauf von Programmen und Dienstleistungen mittlerweile 1,2 Milliarden Pfund ein, was einem Viertel ihres Budgets entspricht.

n  Italien: Der frühere Premier Matteo Renzi schlug Anfang Januar die Abschaffung der Gebühr vor. Die Gebühr wurde bereits von 113 Euro auf 90 Euro gesenkt.

n  Deutschland: 2013 wurde auch in Deutschland die Gebühr zu einer pro-Haushalt-Steuer. Es gab Demonstrationen und Klagen dagegen. Einige Landesrundfunkanstalten begegnen der Skepsis der Bürgerinnen und Bürger gegenüber der Marktmacht und der politischen Unabhängigkeit (Stichwort: Links-lastigkeit) mit mehr Transparenz und Selbstkritik. Bei anderen ist die Arroganz immer noch sehr ausgeprägt. Ein JA zu No Billag könnte hier etwas ändern.

n  Österreich: Auch in Österreich ist die Höhe der Gebühren ein regelmässiges Thema für Debatten. Es gibt Pläne, den Sender ORF 1 zu privatisieren.