Publiziert am: 09.11.2018

Keine Ladehemmungen

NEUHEiten – Weil alle Hersteller mit Hochdruck an Modellen mit alternativen Antrieben arbeiten, gibt es sonst nur wenige Innovationen zu verzeichnen. Mit dem PSA-Nutz-fahrzeug (Opel/Peugeot/Citroën) wurde gleich ein Trio zum «Van oft the Year 2019» gewählt.

Im Rahmen der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA Nutzfahrzeuge in Düsseldorf wurde der Van des Jahres 2019 erkoren. Nur wenige Modelle erfüllten die Bedingungen, so dass es einen klaren ­Sieger gegeben hat: den kleinen PSA-Transporter, der als Peugeot Rifter, Citroën Berlingo und neu Opel Combo soeben lanciert wurde. Alle drei basieren auf einer neuen Multifunktions-Plattform, die zwei Radstände, Benzin-, Diesel- sowie alternative Antriebe zulässt und mit mehr Sicherheit und Komfort ausgestattet werden kann.

Die neue Generation des multifunktionalen Opel Combo fusst auf einem modernen Fahrwerk, so dass er als freizeitorientierter Familienwagen mit bis zu sieben Sitzen ­genauso ankommt wie als leichtes Nutzfahrzeug. Während die PW-Version mit einer Heckklappe aufwartet, wird die Cargo-Variante mit zwei hinteren Schwenktüren, die sich sehr weit öffnen lassen, bestückt. So kann mit einem Stapler zum Beladen nah herangefahren werden. Als hauptsächlicher Triebsatz steht ein 1,5 Liter grosser Turbodiesel bereit. Er leistet 76, 102 oder 130 PS und deckt damit ein weites Feld ab. Er kann mit einem 6-Stufen-Automaten oder mechanischem Getriebe kombiniert werden. Zudem gibt es einen 1,2 Liter-Dreizylinder mit 110 PS. Alle Motoren erfüllen bereits die kommende Abgasnorm Euro 6d-temp.

Ein Chinese kommt selten allein

Nach dem Pritschenwagen bietet die Docar AG nun auch einen DFSK mit Kastenaufbau an. Mit dem C35 steht ein leichtes, wendiges und preiswertes Kleinnutzfahrzeug zur Verfügung, das bis zu 4,3 Kubikmeter Laderaum bietet. Aussergewöhnlich in seiner Klasse sind die serienmässigen Schiebetüren auf beiden Seiten.

Optimierter Transit

Was normalerweise nur durch Spezialfirmen realisierbar ist, bietet Ford nun auf dem Transit ab Werk an: Das Tiefrahmen-Chassis. Dieses kann auf den Frontantriebmodellen gewünscht werden und bietet einen um zehn Zentimeter tieferen Ladeboden, 200 Kilo Gewichtsersparnis und in Verbindung mit leichten Aufbauten bis 200 Kilo mehr Nutzlast. So ist der Transit gut gerüstet für all jene, die viel Volumen transportieren müssen, aber leichtes Material laden.

Der Unverwüstliche lebt

Der neue Jeep Wrangler ist auf dem Weg in die Moderne. Natürlich sieht er immer noch aus wie ein echter Jeep aussehen muss, aber vieles ist neu. Aussen fallen etwa die LED-Scheinwerfer in den Modellen Sport, Sahara und Rubicon auf. Die beiden ersten verfügen über einen einfacheren Allradantrieb, der Rubicon über geländetaugliches Reduktionsgetriebe. Alle Versionen sind in zwei Radständen und mit vier (resp. fünf bis sieben) Sitzen sowie verschiedenen Dacharten zu haben.

Der erst kürzlich entwickelte 2-Liter-Benziner mit 270 PS kommt erst im Dezember in die Schweiz. Vorher steht der 2,2-Liter-TDI mit 200 PS und 450 Newtonmetern Drehmoment zur Verfügung. Er ist für hartes Gelände und Zugbetrieb die bessere Wahl, denn seine urige Kraft entfaltet sich bereits bei tiefen Drehzahlen. Natürlich profitiert die vierte Wrangler-Generation von einem grossen Update hinsichtlich der Konnektivität und zeitgemässen Assistenten, auch wenn die Frontscheibe nach wie vor wie im Original abgeklappt werden kann.

Neue Technik für den Outlander

Mitsubishi hat das grosse SUV Outlander umfassend überarbeitet. Insbesondere das Modell PHEV wird nun mit einem auf 2,4 Liter vergrösserten Benziner – er arbeitet nach dem Atkinson-Zyklus – ausgeliefert. Mit 135 PS, welche durch die beiden E-Motoren auf 223 PS erhöht werden, ist der Allradler auf jedem Untergrund zügig unterwegs. Die Traktionsbatterie wurde um zehn Prozent stärker ausgelegt. Zahlreiche zusätzliche Features erhöhen überdies den Reisekomfort sowie die Sicherheit.

Für jedes Gelände geschaffen

Als äusserst robustes Geländefahrzeug hat der Toyota Land Cruiser auf der ganzen Welt einen legendären Ruf. In der jüngsten Ausführung steht ein kraftvoller Dieselmotor zur Wahl, der 200 PS leistet. Er ist mit kurzem und langem Radstand sowie fünf oder sieben Plätzen lieferbar. Durch seine enorme Zugkraft von 3,5 Tonnen ist er vor allem für jene attraktiv, welche schwere Anhänger verschieben müssen.

Range Rover im Sonntagsstaat

Mit dem völlig neuen Modell Velar schliesst Range Rover die Lücke zwischen dem Evoque und dem Range Rover Sport. Die grosse Erfahrung im Bau von SUV haben den Velar auf Anhieb zum Alleskönner gemacht. Vier- und Sechszylindermotoren (Diesel und Benzin) mit 250 bis 380 PS befeuern den modernen Allradler. Die Kraftverteilung an Vorder- und Hinterachse übernimmt die Elektronik, allerdings kann der Fahrer den vorherrschenden Untergrund vorwählen und so die Traktion optimieren.

Roland Hofer

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