Publiziert am: Freitag, 13. Mai 2016

«KMU der Gefahr zu wenig bewusst»

SICHERHEIT – Die Schweiz sei nach wie vor ein sicheres Land, sagt Verteidigungsminister Guy Parmelin. Die Milizarmee müsse ihre Angehörigen dann aufbieten, wenn sie gebraucht würden.

Viele KMU, aber auch grössere Firmen seien sich der von Cyberspionage ausgehenden Gefahr zu wenig bewusst. Dies sagte Bundesrat Guy Parmelin, nachdem bekannt geworden war, dass der staatseigene Schweizer Rüstungskonzern Ruag und indirekt das VBS von mutmasslich russischen Hackern angegriffen worden waren. Kurz bevor der Angriff öffentlich wurde, hatte der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) seinen Bericht «Sicherheit Schweiz» vorgestellt und darin festgehalten, dass der verbotene Nachrichtendienst eine Bedrohung bleibt.

Sicherheit als Standortvorteil

Im Interview mit der «Schweizerischen Gewerbezeitung» stellt Verteidigungsminister Parmelin fest, dass die Schweiz noch immer ein sicheres Land sei, «sicherer als die meisten anderen». Diesen Standortvorteil gelte es zu erhalten. Die Arbeitgeber etwa trügen zur Sicherheit bei, indem sie ihre Angestellten für WKs freistellten. «Das Milizsystem fordert von uns allen Opfer», so der VBS-Chef.

CYBERSPIONAGE

So schützen Sie
Ihr Unternehmen

Der Druck auf schützenswerte Informationen lässt auch in der Schweiz nicht nach. Im Rahmen des Präventions- und Sensibilisierungsprogramms Prophylax sensibilisiert der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) seit 2004 Schweizer Firmen für die Bedrohungen und Risiken der Spionage und Proliferation. Der auf der Website des VBS abrufbare Kurzfilm «Im Visier» soll dazu beitragen, den Schweizer Werk- und Forschungsplatz vor Wirtschafts-
spionage zu schützen.

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