Publiziert am: 05.10.2018

Nachfolge und 
Vorsorge regeln

Unternehmerfamilien leben von den Einkünften aus ihren Unternehmen. Viele haben den grössten Teil ihres Vermögens im Unternehmen gebunden. Damit nach der Pensionierung der gewünschte Lebensstandard möglich wird, ist eine frühzeitige Planung zwingend.

Alfred Fercher hat als Gartenbauunternehmer die Erträge wenn immer möglich als Reserve in der AF Gartenbau AG behalten. Daher verfügen die Ferchers nur über eine minimale Pensionskasse und wenig Erspartes. Im Hinblick auf seine Pensionierung hofft er, dass der Erlös aus dem Verkauf des Unternehmens für einen angemessenen Lebensunterhalt ausreicht. Eine Jacht braucht er ja nicht. Er freut sich viel mehr darauf, mehr Zeit für die Enkelkinder zu haben und mit seiner Frau die eine oder andere aufgeschobene Reise zu unternehmen.

Mit den Experten Situation besprechen

Was seine Ehefrau im Hinblick auf die finanzielle Planung des Ruhestandes bewegt, weiss er nicht genau. Zwar ist sie seit der Firmengründung für die Buchhaltung verantwortlich und sie freut sich ebenfalls auf die Zeit nach seiner Pensionierung. Doch über finanzielle Bedürfnisse haben sie kaum gesprochen. Was an Geld reinkam, musste halt immer irgendwie reichen.

Da trifft es sich gut, dass der Kundenpartner seiner Hausbank sowohl die Lage der AF Gartenbau AG als auch seine Sicht als Unternehmer versteht. Gemeinsam mit den jeweiligen Spezialisten für Finanzplanungen und Unternehmensnachfolgen besprechen sie die Situation des Ehepaars Fercher und des Unternehmens ganzheitlich. Dabei stellt sich heraus, dass sich Frau Fercher echte Sorgen um die finanzielle Sicherheit macht. Sie hat Angst, dass sich der Betrieb nicht zum gewünschten Preis verkaufen lässt, weil sich die gewünschte Nachfolgerin diesen nicht leisten kann.

Alle Aspekte berücksichtigen

Dank des frühzeitigen Einbezugs aller Aspekte lassen sich gute Lösungen finden. Als Erstes wird die Pensionskassenlösung ausgebaut und steuerlich optimiert. In einer zweiten Phase ist Herr Fercher bereit, die Unternehmensleitung und die Aktien vollständig an die Nachfolgerin abzugeben. Damit diese den Kaufpreis finanzieren kann, gewähren ihr die Ferchers ein langfristiges Darlehen. Im Interesse der Kinder wird die umfassende Regelung zudem in einem Ehe- und Erbvertrag festgehalten.

«Entscheidend ist, dass auch die SPEzialisten frühzeitig einbezogen werden.»

Neben den Eigenmitteln der Nachfolgerin und dem Darlehen der Ferchers finanziert die Hausbank den verbleibenden Teil des Kaufpreises und ermöglicht eine Win-win-win-Situation: Der Fortbestand der AF Gartenbau AG ist gesichert, die Nachfolgerin meistert den Start in eine eigene Firma und das Ehepaar Fercher verfügt über genügend Geld für ihren neuen Lebensabschnitt. Die Leistungen aus der Pensionskasse, zusammen mit der Verzinsung und Rückzahlung des Darlehens, sowie die Anlageerträge des Verkaufserlöses sorgen für ihre ­finanzielle Sicherheit.

Entscheidend für diese erfolgreiche Nach­folge- und Vorsorgelösung ist, dass neben dem Blick aufs Ganze auch die Spezialisten frühzeitig einbezogen wurden.

KMu & Finanzen