Publiziert am: 10.04.2015

Neue Modelle bei Flottenbetreibern

Flottenfahrzeuge – Mit einem Anteil von rund 42 Prozent partizipieren die sogenannten Flottenfahrzeuge am hiesigen Gesamtmarkt. Bei einigen Marken sind es jedoch deutlich mehr. Das Flottengeschäft hat sich in den letzten Jahren gewandelt.

In das Geschäft mit Fahrzeugflotten sind vor allem die Importeure, aber auch Leasinggesellschaften, Finanzinstitute und Benzinverkäufer involviert. Viele private Garagen können nicht mehr mithalten, denn die veröffentlichten Richtpreise haben in der heutigen Währungssituation und vor allem im Flottengeschäft keine grosse Bedeutung. Effektiv liegen die ausgehandelten Preise deutlich tiefer.

VW Passat Variant

Alle waren sich einig: Der neue Volkswagen Passat hat das Zeug zum Sieger. Prompt wurde er «Auto der Schweiz» und «Auto des Jahres». Obwohl alles an ihm neu ist, sieht man dies kaum – doch, die äusseren Karosserielinien sind etwas schärfer ausgefallen. Der Start von Sedan und Kombi Variant fiel mit rund 30 unterschiedlichen Motor- und Ausstattungslinien sehr üppig aus. Allradmodelle sind ebenfalls mit dabei. Den Passat gibt es mit 120 PS bis doppelt so vielen aus Vierzylindermotoren mit 1,4- bis 2,0-Liter Hubraum. Sparsam und umweltfreundlich sollen sie alle sein. Mit manuellen 6-Gang-Boxen oder Doppelkupplungsgetrieben mit sechs oder sieben Stufen. Wie seit Jahren immer wird auch der neue Passat vor allem als Variant unsere Strassen bevölkern und zu über 60 Prozent als Flottenauto unterwegs sein. Das grosse Platzangebot für Beruf und Familie wird allenthalben geschätzt.

Mercedes C-Klasse Modell T

Die C-Klasse von Mercedes-Benz hat eine lange Tradition als kleinste Heckantriebsmodellreihe. Mit der Neuauflage im letzten Jahr ist sie allerdings um 10 Zentimeter gewachsen. Dieses Mehr an Raum kommt vor allem den hinteren Passagieren und dem Gepäckabteil zugute. Beim Kombi (T-Modell) heisst dies, dass zwischen 490 und 1510 Kubikdezimeter Platz bereitstehen. Deutlich lehnt sich die neue C-Klasse an die Instrumentierung im Flaggschiff S-Klasse an.

Wie bei den Modellen aus Stuttgart üblich, ist die C-Klasse in zahlreichen Versionen mit vier, sechs oder acht Zylindern (116 bis 510 PS) orderbar. Die für das Flottengeschäft bereitgestellten Basisversionen heissen etwa C180 oder C200. Sie leisten maximal 184 PS. Es sei denn der C300 BlueTec Hybrid steht im Fokus. Ihn gibt es mit einer Systemleistung von 231 PS.

Mazda6 4×4

Mazda hat nachgelegt und bietet nun den Sechser auch mit dem für die Schweiz wichtigen Allradantrieb an. Ausschliesslich als Kombi. Aber auch er profitiert von der Skyactive-Technologie beim 2,2 Liter grossen Vierzylinder-Turbodiesel mit 150 oder 175 PS. Der Schwächere ist mit manuellem 6-Gang-Getriebe und dem Preis von 42 500 Franken auch für Flottenbetreiber interessant. Geblieben sind das üppige Platzangebot und die attraktive Optik. Unterwegs zeigen sich die Vorteile des automatisch wirkenden Allradantriebes nicht nur bei schlechten Strassenverhältnissen, denn der Mazda6 umrundet Kurven sehr neutral. Dies hat eine beeindruckende Agilität zur Folge.

Opel Insignia 2.0 CDTI

Bei Opel hat der 2-Liter-Turbodiesel im Flaggschiff Insignia Tradition. Ohne das grundsätzliche Layout zu verändern, wurde er gründlich ­überholt. Mit nunmehr bloss einem Abgasturbolader mit variabler Schaufelgeometrie schafft er jetzt 170 PS bei 400 Nm Drehmoment (bisher als Biturbo 195 PS). Stärker fällt ins Gewicht, dass mit der Verjüngung ein deutlicher Verbrauchsrückgang auf 4,3 Liter auf 100 Kilometer erreicht werden konnte. 114 Gramm CO2 pro Kilometer beeindrucken. Ein um 20 Prozent besseres Ansprechverhalten sowie ­eine deutlich hörbare Geräuschreduktion sind das beeindruckende Resultat.

Ford Mondeo

Soeben ist die vierte Generation des Ford Mondeo gestartet. Sie ist frontseitig ohne weiteres am senkrechten Kühlergrill erkennbar. Erhältlich ist der Ford Mondeo als fünftüriger Sedan mit coupéartiger Silhouette sowie als Kombi, der sich insbesondere als Flottenfahrzeug grosser Beliebtheit erfreut. Wer die ebenfalls lieferbare, viertürige Limousine vorzieht, bekommt erstmals auch gleich eine Hybridtechnik mit 187 PS Systemleistung und eine CVT-Automatik mitgeliefert. Erst im kommenden Jahr folgt eine für die Schweiz wichtige Allradversion.

Die meistverlangten Benzin- und Dieseltriebsätze weisen zwischen 1,5 und 2,0 Liter Hubraum auf und leisten bis 210 PS. Ab Mitte 2015 wird auch der aufgeladene 1,0-Liter-Dreizylinder als Einstiegsmotorisierung lieferbar. Der bis zu 115 Kilogramm leichter gewordene Karosseriekörper sorgt für gute Fahrleistungen und günstige Verbräuche, ohne an Stabilität einzubüssen. Das Fahrwerk reagiert noch präziser, der Fahrkomfort ist hoch – auch für lange Reisen bestens geeignet. Die Preise liegen zwischen 36 000 Franken und 46 700 Franken, wobei der Kombi jeweils 1000 Franken teurer ist. Der viertürige Hybrid ist mit 43 600 Franken angeschrieben.

DFSK (Docar AG)

Die in Safenwil beheimatete Docar AG bietet eine smarte Kleinnutzfahrzeug-Palette an. Brand Manager Peter Torresan kennt sich bestens aus und setzt – zusammen mit dem Carrosseriewerk Safenwil – auch ausgefallene Wünsche um. Ab sofort gesellen sich die Modelle K01H und V21/22 von DFSK Dong Feng dazu. Die modernen Kleinlaster kommen aus chinesischer Produktion und werden hier mit einem besonderen Swiss Finish versehen. Das heisst, aus Fernost kommen Chassis-Kabine und Chassis-­Doppelkabine. Der sehr leichte ­Brücken- oder Kipperaufbau aus Aluminium wird im Karosseriewerk ­Safenwil gefertigt. Die zwei- oder vierplätzige Kabine ist ausreichend komfortabel. Besonders ­erwähnenswert ist der kleine Wendekreis – so können diese Kleinlastwagen auch bei engen Verhältnissen eingesetzt werden. Als Antrieb 
dient den drei Modellen ein 78 PS starker 1,3-Liter-Benzinmotor. Interessant sind die Preise ab 15 950 Franken für den Brückenwagen und 19 450 Franken für den Dreiseitenkipper.

Fuso Canter

Sie kommen aus Japan, ergänzen aber hierzulande das Angebot der leichten Lastwagen von Mercedes-Benz. Fuso ist Teil der Daimler AG. Die Lastwagen decken den Bereich zwischen 3,5 und 8,55 Tonnen ab. Der Frontlenker ist mit hinterer Einzel- oder Doppelbereifung ausgestattet. Drei Dieselmotoren (130 bis 175 PS) sowie eine Hybridlösung stehen bereit. Allradantrieb ist der 6,5 Tonnen schweren Version vorbehalten. Zwei Kabinenbreiten (Einzel- oder Doppelkabine) und vier unterschiedliche Radstände machen den Canter zu einem vielseitigen Kollegen. Auf den massiven Chassisholmen lassen sich Aufbauten nach Mass realisieren. Dazu kommt, dass jeder Fuso-Leichtlastwagen vom Mercedes-Benz-Service profitiert.Roland Hofer