Publiziert am: Freitag, 10. April 2015

SRG manipuliert Abstimmungen

srg und die demokratie – Billag-Gegner Oliver Kessler erlebte an der Podiumsdiskussion der SRG Zentralschweiz, wie SRF aus Eigeninteresse bewusst die Öffentlichkeit täuscht.

Anfang März fand im Zuger Burgbachsaal eine Podiumsdiskussion der SRG Zentralschweiz statt, die bereits im Vorfeld viel Staub aufgewirbelt hatte. Der Schweizerische Gewerbeverband sgv boykottierte das Podium mit dem Titel «Billag-Gebühren – Abzocke oder Solidarität?», weil es von der SRF-Mitarbeiterin Karin Frei, ­einer Billag-Gebühren-Empfängerin, geleitet wurde. Als mich die SRG Zentralschweiz bat, in die Bresche zu springen, sagte ich zu.

«Sie versuchte, das Thema zu wechseln, wenn ich Kritische Themen ansprach.»

Karin Frei versuchte sich in ihrer Rolle als «unabhängige» Moderatorin. Ihre charmante Art täuschte nicht darüber hinweg, dass sie eine eindeutige Interessenvertreterin ist. Bei all meinen Voten fiel sie mir ins Wort, während sie die Befürworter des Gebührenzwangs ununterbrochen reden liess.

Sie versuchte stets, das Thema zu wechseln, wenn ich kritische Themen ansprach und die Absurdität der Billag-Gebühren aufzuzeigen versuchte. Erst nachdem ich sie darauf hingewiesen hatte, mich nicht ständig zu unterbrechen und die anderen ungeniert sprechen zu lassen, nahm sie sich etwas zurück, um ihre wahre Rolle nicht vollends offensichtlich werden zu lassen. Dabei war auch eine SRG-Videojournalistin, die das gesamte Podium filmte. Ich hatte sie bereits vor der Debatte gebeten, mir danach das ganze Video zukommen zu lassen, was sie mir auch versprach. Ich erhielt aber nichts weiter als einen propagandistischen Zusammenschnitt von sechs Minuten Länge, auf dem praktisch alle Kernargumente von Nationalrätin Yvette Estermann und mir ausgeblendet wurden. Auch auf meine Nachfrage hin wollte die SRG das ganze Video nicht rausrücken.

 

Ein zu heisses Eisen für die SRG

Dabei erhärtet sich der Verdacht, dass das Podium wohl für die SRG ein zu heisses Eisen wurde, um es veröffentlichen zu können. Der Applaus des Publikums lag nämlich meist bei den Gegnern der Billag-Zwangsgebühren. Die SRG bestätigt so unfreiwillig, dass sie Billag-Gebührengelder dafür einsetzt, um in Zukunft noch mehr Billag-Gebühren zu generieren. Der Mythos von angeblich «unabhängigen» öffentlich-rechtlichen Medien löst sich damit in Luft auf. Höchste Zeit, die Billag-Zwangsgebühren abzuschaffen und diese Abzockerei am Volk zu stoppen.

Olivier Kessler

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