Publiziert am: Freitag, 8. September 2017

«Swissness ist gefragter denn je»

SWISS LABEL – Die Gesellschaft zur Promotion von Schweizer Produkten und Dienstleistungen feiert ihren 100. Geburtstag. Heute, 8. September, findet in Brunnen der Jubiläumsanlass statt. Dabei wird in die Vergangenheit und Zukunft geschaut.

Runde Geburtstage wollen gebührend gefeiert werden. Dies vor allem dann, wenn es der Jubilarin gut geht. Für SWISS LABEL, die Gesellschaft zur Promotion von Schweizer Produkten und Dienstleistungen, trifft dies eindeutig zu: Der Mitgliederbestand hat sich von 2003 bis 2016 um mehr als den Faktor sieben erhöht – Tendenz nach wie vor steigend. Die Gründe für diese erfreuliche Entwicklung liegen auf der Hand: «Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind Schweizer Werte und die Swissness gefragter denn je», erklärt Ruedi Lustenberger, Präsident von SWISS LABEL. Und fragt: «Wer könnte dies besser verkörpern als SWISS LABEL mit der Armbrust?»

Ein Blick zurück

Die Wurzeln der Armbrust reichen viel weiter zurück als 100 Jahre; sie hat eine mehr als dreitausendjährige wechselvolle Geschichte. Die ältesten Funde stammen aus der Zeit um 1200 vor Christus aus China. Auch die Griechen und Römer kannten die Armbrust. Der Papst hat sie dann allerdings 1139 anlässlich des Zweiten Laterankonzils unter Androhung der Exkommunikation untersagt. Grosse Berühmtheit erlangte die Armbrust dann im Mittelalter. Sie wird vor allem mit Wilhelm Tell in Verbindung gebracht. Dieser soll an der Wende vom 13. zum 14. Jahrhundert in der Hohlen Gasse bei Küssnacht am Rigi den Landvogt Gessler aus sicherem Versteck mit den präzisen und scharfen Pfeilen der Armbrust tödlich getroffen haben. Seither wird Wilhelm Tell als schweizerischer Freiheitskämpfer verehrt.

«Wir sollten vielmehr unsere schweizerischen Tugenden wie Zuverlässigkeit, Qualität, Unabhängigkeit und Neutralität weiterpflegen.»

Im Juni 1917 wurde der Verband Schweizer Woche gegründet. Dies ist das eigentlich Geburtsjahr von SWISS LABEL. Im Jahre 1972 kam es zur Fusion mit der Zentralstelle für das Schweizerische Ursprungszeichen zur Armbrust-Schweizer-Woche. Danach 1989 die Umbenennung zur heutigen Bezeichnung SWISS LABEL. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts drohte das Aus, der Mitgliederbestand ging rapide zurück. «Der leider verstorbene Nationalrat Bruno Zuppiger hat SWISS LABEL wieder auf Vordermann gebracht», bemerkt Lustenberger. Im Jahre 2003 übernahm Bruno Zuppiger das Präsidium, die Geschäftsführung ging an den Schweizerischen Gewerbeverband sgv, und seither ist SWISS LABEL wieder im Aufwind.

Ein Blick vorwärts

Im internationalen Vergleich geht es der Schweiz sehr gut. Dank der direkten Demokratie, einer liberalen Wirtschaftspolitik und einem ausgezeichneten dualen Bildungssystem ist es gelungen, die Eidgenossenschaft zu einem wohlhabenden Land zu machen und gleichzeitig eine freiheitliche Nation zu bleiben. «Nichts wäre verfehlter, als auf den Lorbeeren auszuruhen. Stillstand heisst Rückschritt. Erfolg und Wohlstand bergen in sich die Gefahr, träge zu machen», warnt Lustenberger. Wirtschaftsfeindliche Volksinitiativen häufen sich, sie sägen an dem Ast, auf dem man sitzt. «Wir sollten vielmehr unsere typisch schweizerischen Tugenden wie Zuverlässigkeit, Qualität, Unabhängigkeit und Neutralität weiterpflegen – dann wird es der Eidgenossenschaft auch in Zukunft gut gehen», ist Lustenberger überzeugt. Und er versichert: «SWISS LABEL will dazu seinen Teil beitragen.» Deshalb: Was gibt es neben dem Schweizerkreuz besseres als die Armbrust, um unsere bewährten schweizerischen Werte zu symbolisieren? «SWISS LABEL nimmt sein zweites Jahrhundert mit Zuversicht und Optimismus in Angriff. Es lebe die Armbrust!», betont der engagierte Präsident. ho

SWISS LABEL 
KURZ ERKLäRT

Gesellschaft zur Promotion von Schweizer Produkten und Dienstleistungen.

1917 als Schweizer Woche gegründet, 1989 Umbenennung in SWISS LABEL, 2003 Neustart.

Die Armbrust ist ein visuelles Symbol. Sie ist in der Schweiz und in den wichtigsten Expostaaten geschützt und darf nur von Mitgliedern benützt werden.

Die Armbrust steht für typische schweizerische Werte wie hohe Qualität, Sicherheit, Zuverlässigkeit und Bodenhaftung.

Die Voraussetzung für die Mitgliedschaft ist ein Mindestanteil von 70 Prozent inländischer Wertschöpfung.

Die Mitgliedschaft ist durch Abschluss eines Benützervertrages möglich. Der Jahresbeitrag ist vom Umsatz abhängig, Minimum 180 Franken.

Mitgliederbestand: Rund 900 Unter­nehmen, Tendenz nach wie vor steigend.

NACHGEFRAGT BEI MONIKA HURSCHLER

«Eine Einzelmedaille an der WM gewinnen»

Seit dem Frühling 2015 ist SWISS LABEL Hauptsponsor der jungen Armbrustschützin Monika Hurschler aus dem zugerischen Steinhausen. Sie trainiert wöchentlich mehr als 
15 Stunden und hat im Sommer 2016 ihre kaufmännische Lehre mit einer Bestnote abgeschlossen. Monika Hurschler überzeugt durch ihren jugendlichen, sympathischen und bescheidenen Auftritt und ist mit der Armbrust die ideale Werbeträgerin für SWISS 
LABEL. Sie ist bereits mehrfache Schweizer Meisterin im Armbrustschiessen und hat auch schon internationale Auszeichnungen wie den Europameistertitel in der Einzelwertung gewonnen.

Schweizerische Gewebezeitung: Was ist Ihr Erfolgsrezept, um in Beruf und Sport gleichzeitig Spitzenleistungen erbringen zu können?

Monika Hurschler: Viel Training, einen grossen Willen und Leidenschaft für das, was man tut.

Welches war Ihr bisher grösster und schönster sportlicher Erfolg?

Der Team-Weltmeistertitel aus Russland im Jahr 2015 bedeutet mir sehr viel. Trotzdem ist für mich der Europameistertitel in der Einzelwertung mein schönster Erfolg, da ich mir diesen ganz alleine erkämpft habe.

Was sind Ihre sportlichen und beruflichen Ziele in den nächsten Jahren?

Im Sommer 2017 werden in Kroatien die Weltmeisterschaften ausgetragen. Es ist mein grosses Ziel, auch an einer WM eine Einzelmedaille zu gewinnen. Da ich noch keine genauen beruflichen Vorstellungen habe, möchte ich mich zunächst hauptsächlich meiner sportlichen Karriere widmen.