Publiziert am: 20.09.2019

Swissness von A bis Z

PORTA AG – Das Traditionsunternehmen im Ingenieur-, Planungs- und Geometerbereich mit Hauptsitz in Brugg setzt typische Schweizer Werte wie Qualität, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit in der anspruchsvollen Baubranche täglich um. Eine grosse Herausforderung ist der Fachkräftemangel. Das KMU setzt sich mit viel Fingerspitzengefühl und Innovation für die Nachwuchsförderung ein.

Hinter der Marke Porta steht ein erfolgreiches Traditionsunternehmen im Ingenieur-, Planungs- und Geometerbereich. Die Porta AG mit Hauptsitz in Brugg ist das erste Unternehmen in der Ingenieur- und Planungsbranche, das auf 100-prozentige Wertschöpfung in der Schweiz setzt und so seit diesem Jahr auch Mitglied der Schweizerischen Markenorganisation Swiss Label (siehe Kasten) ist. Aber nicht nur der hohe Qualitätsanspruch, sondern auch Innovation, Nachhaltigkeit, Flexibilität und konsequente Kundenorientierung sind fest in der Firmenphilosophie verankert. «Wir bieten unseren Kunden unter dem Motto «Alles aus einer Hand» fixfertige und ganzheitliche Lösungen an. Wir können mit unseren acht Niederlassungen in den Kantonen Aargau, Luzern und Zürich unsere Kunden nicht nur fachlich, sondern auch räumlich eng begleiten», erklärt Reto Porta. Der dipl. Ingenieur ETH/SIA führt das Unternehmen in der zweiten Generation. Es wurde 1950 im aargauischen Brugg gegründet. Die Personengesellschaft wurde 2006 im Rahmen der Nachfolgeregelung in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. «Wir haben uns in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt, haben unsere Dienstleistungsplatte stetig erweitert und sind mit der Übernahme von kleineren Ingenieurbüros gewachsen», stellt Porta fest. Das Tätigkeitsspektrum der Porta AG ist denn auch breit gefächert und umfasst sämtliche Bereiche im Ingenieur- und Planungswesen vom Tief- und Hochbau über Umwelttechnik, Vermessungen, Raumentwicklungen und Bauverwaltungen bis hin zu Projektmanagement, Bauherrenvertretung und Verkehrsplanung. Die öffentliche Hand – Gemeinden, kantonale Amtsstellen etc. – stellen 70 Prozent der Aufträge, die restlichen 30 Prozent stammen von privaten Bauherren. «Kommunaler und kantonaler Tiefbau – dazu gehören Strassenbauprojekte, Trinkwasserversorgung und Siedlungsentwässerung – machen das grösste Auftragsvolumen aus», so Porta. Zu den Kernkompetenzen des Unternehmens gehört das sogenannte «Rundum-sorglos-Paket» für den Kunden. Gerade in der Baubranche sind die Projekte sehr komplex und mit viel administrativem Aufwand verbunden wie auch mit anderen «Nebenschauplätzen» verstrickt. «Deshalb kümmern wir uns nicht nur um die fachliche Problemlösung, sondern übernehmen auch die politische, verfahrenstechnische und baurechtliche Beratung und Begleitung», erklärt Marcel Hufschmid, dipl. Controller FH und Geschäftsleiter in Brugg. Kann mal ein Fachbereich nicht abgedeckt werden, arbeitet das KMU mit Spezialisten zusammen.

«Wir kümmern uns um die fachliche Problemlösung wie auch um die politische, verfahrenstechnische und baurecht-liche Beratung.»

Oft dauert es Jahre, bis ein Projekt abgeschlossen ist. «Die Dauer ist unterschiedlich. Hochbauten sind in der Regel in drei Jahren realisiert, während Strassenbauprojekte sieben bis zehn Jahre benötigen», sagt Hufschmid. «Die Einsprachen bei einer Baubewilligung respektive die Rechtsmittelnutzung der Anwohner hat immer den grössten Einfluss auf die Realisierung», ergänzt Porta. Ein Projekt durchläuft sieben Phasen: Strategische Planung, Vor- und Bauprojekt, Ausschreibung, Ausführungsprojekt, Realisierung und Inbetriebnahme.

Ökologische Nachhaltigkeit ist selbstverständlich

Energieeffizienz, Umwelt- und Klimaschutz sind in aller Munde. Eine grosse Bedeutung hat die ganzheitliche Versorgung mit Wasser, Energie und Wärme. «Projekte zu entwickeln und zu realisieren, die diesem Anspruch gerecht werden, gehört zu unserer Kernkompetenz und ist eine stetige Herausforderung in jedem Projekt», betont Porta. «Dies ist bei uns ein langjähriges Thema. Unsere Projekte sind auf Energieeffizienz und ökologische Nachhaltigkeit optimiert. Auch die Berücksichtigung dieser Aspekte wird bereits in der Ausschreibung für die ausführenden Unternehmen eingearbeitet. Natürlich so, dass es betriebswirtschaftlich sinnvoll ist», konkretisiert Hufschmid. Nachhaltigkeit ist nicht nur im Leitbild der Firma verankert und steckt in den Projekten, sondern kommt auch in der Personalentwicklung und Personalförderung stark zum Ausdruck. «Wir haben viele langjährige Mitarbeitenden, die sich mit unserer Firma identifizieren, unsere Kunden immer wieder begleiten und auch Ideen einbringen. Das ist ein grosser Gewinn für uns», so Porta.

Nebst den Kunden stehen die Mitarbeiter bei der Porta AG im Zentrum. «Alles steht und fällt mit den Mitarbeitenden», weiss Porta. «Wir spüren in unserer Branche den Fachkräftemangel stark. Wir erhalten zu wenig Bewerbungen, des-halb ist 50 plus für uns kein Thema. Zum Teil beschäftigen wir sogar Leute über das Pensionsalter hinaus.» Und Hufschmid doppelt nach: «Die Rekrutierung und das Halten von fähigen und leistungsbereiten Mitarbeitenden gehört zu den grössten Herausforderungen im Unternehmen.»

«Wir spüren den Fachkräfte-mangel stark.»

Die Branche leidet unter einem laufenden Preiszerfall, was unterdurchschnittliche Löhne und Erträge zur Folge hat. «Das führt dazu, dass unsere Arbeitsplätze nicht mehr so attraktiv erscheinen. Junge Leute wählen andere Studiengänge, was den Personenmangel verstärkt», bedauert Porta. «Wir müssen durch geeignete Massnahmen – ansprechende Lohn-, Arbeits- und Ferienmodelle – vor allem die Nachwuchsförderung stärken.»

Einen hohen Stellenwert im Unternehmen hat daher die Aus- und Weiterbildung. «Es ist für uns enorm wichtig, gut ausgebildete Mitarbeitende zu haben, die immer auf dem neusten Stand sind. Nur so können wir wettbewerbsfähig bleiben. Unsere Weiterbildung wird intern und extern zentral gesteuert und individuell mit jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter jährlich abgestimmt», weiss Hufschmid. Zur Nachwuchsförderung gehört auch die Ausbildung von jungen Berufsleuten dazu. Derzeit werden vier Geomatik-EFZ-Lehrlinge und fünf Lehrlinge Zeichner EFZ Bauingenieurwesen ausgebildet. Corinne Remund

www.porta-group.ch

Mitglied von Swiss Label

Bekenntnis zum Werkplatz Schweiz

Die Porta AG ist seit diesem Jahr als erstes Schweizer Planungsbüro überhaupt Mitglied von Swiss Label, der Gesellschaft zur Promotion von Schweizer Produkten und Dienstleistungen. Qualität, Zuverlässigkeit und eine ­klare Herkunftsangabe sind typische Schweizer Werte, zu denen sich Swiss Label bekennt. Mit ihrem Markenzeichen, der Armbrust, setzt sie sich auf freiwilliger Basis für ein überzeugendes Symbol der «Swissness» ein.

Wertschöpfung behalten

Das Unternehmen möchte damit ein Zeichen für den Werkplatz Schweiz setzen. «Viele Mitbewerber insbesondere im konstruktiven Ingenieurbau sind aufgrund des Preisdruckes dazu übergegangen, die Planproduktion und systematischen repetitiven Berechnungen im Ausland ausführen zu lassen», erklärt Inhaber Reto Porta. «Das wollen wir nicht, so geht die Wertschöpfung in unserem Land verloren. Besonders bei öffentlichen Aufträgen finden wir das negativ.» Und Marcel Hufschmid, Geschäftsleiter von Brugg, konkretisiert: Wir wollen mit dem Label die inländische Wertschätzung auf allen Stufen hervorheben. Unsere 80 Mitarbeitenden wohnen mit zwei Ausnahmen alle in der Schweiz und zahlen auch hier Steuern.» CR

www.swisslabel.ch