Publiziert am: Freitag, 9. Dezember 2016

Werkplatz Schweiz braucht die Reform

UNTERNEHMENSSTEUERREFORM III – Daniela Schneeberger, Nationalrätin FDP Basel-Landschaft und Zentralpräsidentin TREUHAND|SUISSE, wirbt für ein JA am 12. Februar.

Das Schweizer Unternehmenssteuerrecht wird international nicht mehr akzeptiert. Mit der Steuer-
reform wollen wir diesen Missstand beheben und internationale Unternehmen am Standort Schweiz halten. Mit den Firmen bleiben Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und Investitionen im Land. Wer gegen die 
Reform stimmt, stimmt gegen künftiges Wachstum.

Gut positioniert – noch...

Die Schweiz ist heute noch gut positioniert. Im internationalen Vergleich der Wettbewerbsfähigkeit rangieren wir hinter Hongkong auf dem zweiten Platz. Die politische Stabilität und auch das attraktive steuerliche Umfeld haben in den letzten Jahrzehnten dazu geführt, dass Arbeitsplätze geschaffen und in die Bildung und Forschung investiert wurden. Ausländisches Kapital ist zugeflossen und hat unseren Wohlstand gestärkt. Alleine die Steuereinnahmen von Unternehmen seit 1990 haben sich vervierfacht – dank sinkender oder stabiler Steuerquoten. Ganz anders sieht es in Ländern aus, die in der gleichen Zeit die Steuern erhöht haben.

Nun geraten wir aber unter Druck, denn das heutige System der Schweiz ist international nicht mehr akzeptiert. Wir müssen uns bewegen, damit wir auch in Zukunft zu den innovativsten und wettbewerbsfähigsten Ländern gehören. Die aktuelle Steuerreform ist hier ein wichtiger Schlüssel, um nicht im Offside zu stehen. Dabei ist die Reform massvoll und gut ausgewogen. Sie macht uns international kompatibel und stärkt die kantonale Autonomie in der Steuergestaltung – hilft also,
Reformen anzugehen, die auch den KMU helfen.

Zusammenspiel entscheidend

Zunächst zu den über 150 000 Personen, die heute in der Schweiz für gesondert besteuerte Firmen arbeiten. Alle diese Arbeitsplätze sind von der Steuerreform direkt betroffen, weil sie bei einer Ablehnung der Steuerreform auf dem Spiel stehen. Hinzu kommt: Viele KMU sind Lieferanten und daher auf die grossen interna-tionalen Firmen angewiesen. Dieses Zusammenspiel aller Unternehmen ist entscheidend für unsere Schweiz und macht sie stark. Die Reform kommt auch den KMU entgegen, denn sie werden in verschiedenen Kantonen von tieferen Gewinnsteuern profitieren können – die Steuerreform ermöglicht den Kantonen, hier zu handeln.

Einnahmen sichern

Bei der Steuerreform geht es auch um die Sicherung der Steuereinnahmen. Die von der Reform direkt betroffenen grossen internationalen Unternehmen tragen über 5 Milliarden jährlich zu den Gewinnsteuereinnahmen bei, sie investieren gleichzeitig 50 Prozent der privaten Forschungs- und Entwicklungsgelder. Ohne die Steuerreform drohen diese Mittel teilweise verlorenzugehen.

«VIELE KMU SIND AUF DIE GROSSEN FIRMEN ANGEWIESEN.»

Fielen die Steuerbeiträge der internationalen Firmen weg, müssten Privatpersonen und KMU für die Fehlbeträge aufkommen. Die Gegner der Reform sprechen immer davon, die Reform sei teuer – meine Antwort: Nicht handeln, kostet viel mehr und gibt ganz sicher keine neuen Ansiedlungen in Zukunft.

Damit wir auch künftig Wohlstand und Arbeitsplätze haben, sagen auch Sie JA zur Steuerreform.

Daniela Schneeberger, 
Nationalrätin FDP Basel-Landschaft 
und Zentralpräsidentin TREUHAND|SUISSE