Publiziert am: 09.12.2016

«Wir sind heute sehr gut aufgestellt»

proparis – Adrian Mast vertritt als Pensionskassen-Verantwortlicher der Ausgleichskasse des Schweizerischen Gewerbes (AK 105), des Drogistenverbands (SDV) und des Maler- und Gipserunternehmer-Verbands (SMGV/feu suisse) 10 000 Versicherte.

Schweizerische Gewerbezeitung: Herr Mast, immer mehr Leute sorgen sich um ihre Altersvorsorge. Was sagen Sie Ihren 10 000 Versicherten?

n Adrian Mast: Dass die Schweiz mit ihrem 3-Säulen-Konzept sehr gut aufgestellt ist. Mit der jetzigen Reform «Altersvorsorge 2020» geht es darum, das Konzept an die Entwicklungen anzupassen und langfristig zu sichern. Hier wird auch das Schweizer Volk mit weitsichtigen Entscheidungen an der Urne dazu beitragen können.

Die Sammelstiftung proparis, 
der Sie angehören, wirbt mit dem Slogan «Sicher wie die Schweiz». Was ist so sicher an dieser ­Lösung?

nAuch proparis beruht auf drei Sockeln. Erstens sind da die Durchführungsstellen (Ausgleichskassen) der Pensionskassen, die den Versicherten mit hoher Kompetenz und Dienstleistungsbereitschaft zur Verfügung stehen. Zweitens proparis, welche die Durchführungsstellen und Organe der Pensionskassen bei strategischen, rechtlichen und finanztechnischen Aspekten kompetent unterstützt. Und den dritten Sockel bilden die Rückversicherer AXA Winterthur, Swiss Life und Basler Leben. Damit wird den Versicherten ein höchstes Mass an finanzieller Sicherheit garantiert. Ich bin überzeugt: Wir sind heute sehr gut aufgestellt und bereit für die Zukunft.

Was macht proparis besser als andere?

nMit den drei Sockeln ist die proparis-Lösung für die Versicherten wohl schweizweit einmalig. Die Mitglieder und Destinatäre profitieren von höchstmöglicher finanzieller Sicherheit, und das zu sehr vorteilhaften Konditionen. Dahinter steckt auch viel Fachkompetenz und Dienstleistungsqualität.

Wie sieht die Aufgabenteilung zwischen Ihnen und proparis aus?

nDas operative Geschäft ist Sache der Durchführungsstellen. Wir betreuen unsere Mitglieder und Destinatäre und sind ihre Ansprechpartner. Wir kennen unsere Kunden und ihre Bedürfnisse bestens, auch weil wir mit den Gründerverbänden und unseren Mitgliedern einen regen Kontakt pflegen: Wir gehen zu den Leuten, suchen das Gespräch und sind auch bei Verbandsanlässen vor Ort. proparis bildet nach aussen den rechtlichen Rahmen und unterstützt uns im Hintergrund mit strategischer, juristischer und finanztechnischer Kompetenz. Ein gutes Zusammenspiel zwischen Durchführungsstellen und proparis ist Teil des Erfolgsrezepts der Stiftung.

Sie vertreten als Verantwortlicher für die 2. Säule die Interessen der Versicherten der AK 105, von SMGV/feu suisse und des SDV. Ist das nicht ein zu weiter Spagat?

nNein, überhaupt nicht. Die Ausgleichskasse des Schweizerischen Gewerbes (AK 105) besteht seit Gründungszeiten der AHV. Viele unserer Trägerverbände sind seit Jahrzehnten bei der AK 105. Wir kennen die Bedürfnisse und «Spezifitäten» der einzelnen Berufsgruppen sehr gut. Und glauben Sie mir, im Bereich Vorsorge liegen die Interessen zwischen den einzelnen Verbänden nicht weit auseinander.

Wie gut kennen Sie Ihre Versicherten?

nWir kennen aus langjähriger Erfahrung und dank unserer Nähe zu Mitgliedern und Verbänden die Bedürfnisse und wissen, was wichtig ist. Ausserdem ist unsere Grösse, fünf meist langjährige Mitarbeitende, hier ein Vorteil. Die Mitglieder und Destinatäre sind nicht eine beliebige Nummer und werden nicht bei jedem Kontakt von einer anderen Person betreut. Man kennt die Namen, die sich bei der Durchführungsstelle am Telefon melden.

Wer kurz vor der Rente steht, macht sich natürlich Gedanken zur Altersvorsorge. Aber wie sieht es bei den Jungen aus?

nDass sich Jüngere mit einem Zeithorizont von 30 oder 40 Jahren bis zum Rentenalter weniger für die ­Altersvorsorge interessieren, ist verständlich. Allerdings höre ich von Jungen ab und zu auch skeptische Aussagen wie «Bis ich an der Reihe bin, gibt es sowieso keine AHV mehr» oder «Ich muss dann wohl arbeiten bis zum Umfallen». Wenn diese Aussagen auch Ausdruck von Verunsicherung sind – die Jungen machen sich zur Altersvorsorge durchaus Gedanken. Wichtig ist es, dass wir diese Aussagen ernst nehmen und die negativen Gedanken mit den richtigen Massnahmen in ein positives Gefühl umwandeln können.

Wie könnte man junge Berufsleute noch besser für Fragen der Vorsorge interessieren?

nWie gesagt: Es ist verständlich, wenn sich Junge noch nicht so sehr für Altersfragen interessieren. Man hat in jüngeren Jahren doch andere Prioritäten und finanzielle Interessen. Allerdings geht’s bei uns ja nicht nur ums Alter, sondern auch um möglichst gute und sichere Absicherungslösungen im Fall von Invalidität und Tod. Das sind Themen, die auch die Jungen betreffen. Ich stelle fest, dass sich junge Berufsleute vor allem im Bereich einer guten Familienabsicherung ihrer Verantwortung durchaus bewusst sind.

PROPARIS

Vorsorgedach für 74 000 Aktive

Sicherheit ist wichtig. Nur wer sich sicher fühlt, fühlt sich auch wohl. Das gilt gerade auch für ältere Menschen. Deshalb ist es unser oberstes Ziel, als Vorsorgestiftung des Schweizer Gewerbes im Hinblick auf Pensionierung und Rentenalter Sicherheit zu schaffen, damit sich die Versicherten wohlfühlen. Tag für Tag.

proparis ist das starke Vorsorge-Dach für das Schweizer Gewerbe. Dank der breiten Verankerung von proparis profitieren die uns angeschlossenen Verbände, Berufsorganisationen und Unternehmen von ausgezeichneten Bedingungen.

Heute sind 13 Pensionskassen mit insgesamt 57 Trägerverbänden der proparis-Vorsorgestiftung Gewerbe Schweiz angeschlossen. Dahinter stehen 11 386 Unternehmen und insgesamt 74 089 aktive Versicherte (und 10 874 Leistungsempfänger). Der Deckungsgrad liegt bei 108,8 Prozent.

proparis steht Verbänden, Berufs­organisationen und Unternehmen 
offen, die über ihren Verband dem Schweizerischen Gewerbeverband angeschlossen sind. Sie können sich proparis mit ihrem eigenen Vorsorgewerk oder über eine Anschlussvereinbarung mit einer der bei uns angegliederten 13 Pensionskassen anschliessen.

Die sechs Stärken von proparis

nZeitgemässe und langfristig sichere Vorsorge für Alter, Invalidität und im Todesfall (Hinterbliebene).

nHohe Sicherheit dank hohem 
Deckungsgrad.

nTiefe Verwaltungskosten dank schlanker Strukturen.

nEinfache Abläufe durch einen einzigen Ansprechpartner für die erste und die zweite Säule.

nProfessionelle Beratung und Unterstützung in allen Fragen der beruflichen Vorsorge.

nEinbettung in eine starke Allianz von Unternehmen.

ZUR PERSON

Adrian Mast – der PK-Experte

Adrian Mast ist bei der Ausgleichskasse des Schweizerischen Gewerbes (AK 105) unter anderem zuständig für den Bereich Pensionskasse. Im Auftrag der Trägerverbände ist die AK 105 auch Durchführungsstelle der Pensionskasse des SDV (Schweizerischer Drogistenverband), der Pensionskasse SMGV/feu suisse (Schweizerischer Maler- und Gipserunternehmer-Verband/ Verband Wohnraumfeuerung, Plattenbeläge und Abgassysteme) sowie der Pensionskasse der AK 105 (restliche Trägerverbände). Die drei Pensionskassen zählen zusammen rund 10 000 Destinatäre (SDV rund 1350, SMGV/feu suisse rund 6600 und AK 105 rund 2000 Destinatäre.

Adrian Mast ist 38jährig, verheiratet und Vater von vier Kindern. Er lebt mit seiner Familie in einem Vorort von Bern. Nach der kaufmännischen Ausbildung im Krankenkassenbereich war er in der Privatassekuranz tätig. An der Fachhochschule Olten bildete er sich zum Fachmann für berufliche Vorsorge weiter. Seit 2004 ist er für die AK 105 tätig, seit April 2005 in seiner heutigen Funktion. Zu seinen Hobbies gehört neben seiner Familie auch der Fussball.