Publiziert am: 12.05.2023

Warum gibt es den Fachkräftemangel überhaupt?

SIU ‚Äď Es ist nichts Neues: In der Handwerks- und Baubranche sowie auch in technischen Berufen herrscht akuter Fachkr√§ftemangel. F√ľr ausgebildete Handwerker stellt es kaum Probleme dar, einen Job zu finden. Was sind aber die Ursachen f√ľr den anhaltenden Fachkr√§ftemangel und kann ein KMU etwas dagegen tun?

Der Dauerzustand seit einigen Jahren: Es gibt zu wenig Fachkr√§fte in handwerklichen und technischen Berufen und vor allem in KMU ist Personalmangel leider zur Gewohnheit geworden. Die Folgen f√ľr die Angestellten sind daher oftmals √úberstunden, Stress und erh√∂hte Belastung. F√ľr F√ľhrungspersonen in KMU bedeutet dies st√§ndiger Druck, die Mitarbeitenden nicht zu √ľberlasten und die Motivation gleichwohl aufrechtzuerhalten. Es gibt zahlreiche Gr√ľnde f√ľr diesen Fachkr√§ftemangel. Wir z√§hlen vier relevante auf:

1. Mehr Pensionierungen: Der demografische Wandel ist vielen bekannt. Es gibt mehr √§ltere als junge Menschen. Die Anzahl an Berufseinsteigern und -einsteigerinnen sinkt immer mehr im Vergleich zu jenen, die in Pension gehen. Ebenfalls lassen sich heutzutage viele Personen fr√ľher pensionieren.

2. Branchenwechsel: Der Trend zeigt, dass sich junge Erwachsene immer mehr f√ľr k√∂rperlich leichte Berufe entscheiden. In Pandemiezeiten wurde diese Bewegung verst√§rkt und es resultierte oftmals ein Branchenwechsel.

3. Mehr Teilzeitarbeit: Ebenfalls wollen viele Leute nicht mehr in einem 100-%-Pensum arbeiten. Auf Freizeit und eine gute Work-Life-Balance wird mehr und mehr Wert gelegt.

4. Weniger Ausgebildete, mehr Studierende: Weiterbildung ist im Trend! Galt vor vielen Jahren eine Lehre als ausreichend f√ľr die Karriere, ist heute vielen bewusst: Nach einem Lehrabschluss muss eine berufliche Weiterbildung gemacht oder gar studiert werden.

Wichtig beim Fachkr√§ftemangel ist, dass am richtigen Ort Werbung f√ľr die Berufsgruppe gemacht wird. Dies kann beispielsweise direkt schon bei Schulabg√§ngerinnen und -abg√§ngern in der Oberstufe sein, denn Jugendliche und auch Eltern sollten fr√ľh alle Berufsm√∂glichkeiten kennen. So gibt es viele Berufe, die zu wenig Bekanntheit erlangt haben. Eine Branche, die beispielhaft mit einer guten Werbekampagne voranschreitet, ist die Schreinerbranche. Mit dem Slogan ¬ęDer Schreiner, Ihr Macher¬Ľ konnte der Verband dem Beruf eine entscheidende Bekanntheit geben, denn diese ¬ęMarke¬Ľ wird von allen Verbandsmitgliedern getragen. Weitere Infos und Inputs zum Thema Fachkr√§ftemangel finden Sie auch auf der folgenden Seite des Arbeitgeberverbands:

https://www.arbeitgeber.ch/arbeitsmarkt/arbeitskraefte/wo-der-schuh-beim-fachkraeftemangel-wirklich-drueckt/

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