Publiziert am: 22.03.2024

Ausbauen, verbinden, entlasten

AUSBAU NATIONALSTRASSEN – Die Nationalstrassen fördern den Zusammenhalt der Regionen in der Schweiz, indem sie den Verkehr zwischen ihnen schnell und effizient abwickeln, während die bewohnten Gebiete von unnötigem Verkehr freigehalten werden. Damit die Nationalstrassen diese Entlastungsfunktion auch weiterhin wahrnehmen können, müssen sie punktuell ausgebaut werden.

Die Schweiz besteht aus Städten mit ihren Agglomerationen und aus ländlichen Gebieten. Dazwischen liegt oftmals ein «Stadt-Land-Graben». Diesen gilt es in vielerlei Hinsicht zu überbrücken. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Verkehrsinfrastruktur – allen voran die Nationalstrassen.

Regionen werden erschlossen

Vorderhand dienen die Nationalstrassen natürlich der Erschliessung der Regionen. Sie schaffen schnelle und effiziente Verbindungen zwischen den grösseren Ballungsräumen und erlauben es, dass sämtliche Landesteile gut erreicht werden können. Dies fördert den Zusammenhalt der unterschiedlichen Regionen unseres Landes. Ausserdem ermöglicht diese Erschliessungsfunktion der Nationalstrassen, dass auch abgelegene Gegenden erreichbar und vernetzt bleiben und mit den wichtigsten Gütern versorgt werden können.

In städtischen Gebieten reichen die Nationalstrassen bis an die Agglomerationen heran. Dort wird der Verkehr dann an das nachgelagerte Verkehrsnetz übergeben. Damit es dabei nicht zu verstopften Innenstädten kommt, ist der Nationalstrassenverkehr mit den sogenannten «Agglomerationsprogrammen» verknüpft. Diese Projekte haben zum Ziel, den Verkehr in den Agglomerationen fit für die Zukunft zu machen. Dazu arbeiten sie mit Verkehrsdrehscheiben, die es ermöglichen, zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern zu wechseln. So können Verkehrsangebote effizient miteinander verknüpft werden.

Städte und Dörfer entlasten

Durch die Nationalstrassen werden die bewohnten Gebiete selbst entlastet, indem sie von Ausweichverkehr freigehalten werden. Mittels seiner Effizienz stellt das Nationalstrassennetz sicher, dass sowohl der Personen- wie auch der Warentransport am schnellsten und am einfachsten ans Ziel kommen. So wird verhindert, dass der Verkehr auf das nachgelagerte Strassennetz, also auf die Kantons- und Gemeindestrassen, ausweicht. Dadurch werden die bewohnten Gebiete freigehalten von übermässigem Verkehr, und somit auch von unnötigen, störenden und schädlichen Lärm- und Umweltbelastungen. Dadurch finden auch eine städtebauliche Aufwertung und ein Zugewinn an Lebensqualität für die Anwohner statt.

Sind die Nationalstrassen hingegen überlastet – was heute besonders rund um die grösseren Agglomerationen häufig der Fall ist – kommt es zu Stau auf der Autobahn. Dieser wiederum generiert Ausweichverkehr. Damit die Entlastungswirkung wieder voll zum Tragen kommt und der Ausweichverkehr auf das nachgelagerte Strassennetz reduziert werden kann, braucht es dringend punktuelle Kapazitätserweiterungen. Hier greifen die vom Parlament beschlossenen Ausbauprojekte für die Nationalstrassen in den Regionen Bern, St. Gallen, Basel, Schaffhausen und Lausanne-Genf.

Kulturland wird erhalten

Bei diesen Projekten handelt es sich um Ausbauprojekte. Es werden also keine neuen Strassen gebaut, sondern bestehende erweitert. Und zwar dort, wo es notwendig und sinnvoll ist. Damit hält sich auch der zusätzlich benötigte Platz in Grenzen. Dort, wo Fruchtfolgeflächen beansprucht werden müssen, um die Ausbaumassnahmen zu ermöglichen, haben die Kantone den Auftrag, diese zu kompensieren. Wo wertvolles Kulturland verschwindet, muss es an anderen Orten wieder geschaffen werden. Somit ist sichergestellt, dass die beanspruchte Fläche kompensiert wird.

Gewerbeverband unterstĂĽtzt Ausbauprojekte

Der Schweizerische Gewerbeverband sgv setzt sich dafür ein, dass die Erschliessung aller Regionen der Schweiz sichergestellt, die bewohnten Gebiete vom Ausweichverkehr befreit und die Anschlussmöglichkeiten zum Verkehr in den Agglomerationen gewährleistet werden. Daher unterstützt er die vom Parlament beschlossenen Ausbauprojekte, welche Engpässe und Stausituationen beseitigen.

Michèle Lisibach, Ressortleiterin sgv

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