Publiziert am: 08.05.2026

Kann ein Camper besser sein?

VW California – Camper-Vans haben bei VW eine lange Tradition. Bereits der T1 wurde ab 1951 von Westfalia zum Wohnmobil umgebaut. Das neueste Modell basiert erstmals auf einer PW-Plattform – das eröffnet ganz neue Möglichkeiten.

«Van Life», das mobile Leben in einem entsprechenden Gefährt, hat nach wie vor Hochkonjunktur. Überall schwirren Camper-Vans durch die Gegend, nicht nur während der Urlaubszeit, sondern auch im Alltag. Diverse Automarken haben ein solches Modell im Angebot – der klare Segment-Leader ist dabei der VW California, und das nicht nur bei uns: Er ist das meistverkaufte Reisemobil der Welt. Der Grund dafür ist klar: Das über viele Jahrzehnte stetig weiterentwickelte Modell ist schlicht besser als die Konkurrenz.

Wer schon das Vergnügen hatte, in einem T6 California eine Reise zu unternehmen, der wird es bestätigen: Punkto Praktikabilität und Benutzerfreundlichkeit bleiben kaum Wünsche offen. Die langjährige Erfahrung, die VW in diesem Bereich hat, zeigt sich bis ins kleinste Detail. Und doch geht es noch besser: Mit der neuen Modellgeneration – VW will nicht vom T7 sprechen, sondern nennt ihn nur noch California – baut der beliebte Camper-Van erstmals nicht mehr auf einem Nutzfahrzeug-Chassis auf, sondern basiert auf der MQB-Plattform, auf der sonst nur Personenwagen des VW-Konzerns basieren. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten.

Mehr Platz, mehr Flexibilität

So fährt sich der Neue wie ein grosser SUV, mit topmodernen Assistenzsystemen, einem volldigitalen Cockpit und zeitgemässen Antrieben – neu ist neben dem bewährten Diesel (110 kW/150 PS) und einem Turbobenziner (150 kW/204 PS) auch ein Plug-in-Hybrid (180 kW/245 PS) mit Allrad erhältlich. All das ist nur dank der neuen Plattform möglich. Auch beim Platz profitiert der California davon: Mit einer Länge von 5,17 Metern ist er satte 27 Zentimeter länger als der Vorgänger, entsprechend geräumiger ist der Wohnraum. Keine Sorge: Die Höhe wurde bei 1,99 Metern belassen, der Van passt also weiterhin in die meisten Tiefgaragen.

Statt einer Zweier-Sitzbank im Fond gibt es nun zwei verschieb- und herausnehmbare Einzelsitze. Und es gibt eine zweite Schiebetüre – somit kann nun der Aussenbereich auf beiden Seiten als Wohnraum genutzt werden. Die Küchenzeile links ist kürzer als bisher, damit ein Durchgang nach draussen entsteht. Neu gibt es dort einen ausziehbaren Kühlschrank, der deutlich praktischer ist als der bisherige Top-Lader. Wer also nach der Ankündigung von VW, dass das neue Modell auf der MQB-Plattform basiere, schon das Ende des California vorhersagte, hat sich geirrt: Der beliebte Camper-Van wurde damit nicht nur fit für die Zukunft gemacht, sondern auch in vielen Details nochmals klar verbessert.

Dave Schneider

www.volkswagen.ch

Auf einen Blick

VW California Ocean Liberty 2.0 TDI

Karosserie: Camper-Van mit

5 Türen und 4 Plätzen

Masse (L Ă— B Ă— H):

5173 Ă— 1941 Ă— 1972 mm

Kofferraum dachhoch mit umgeklappter RĂĽckbank: 4005 l

Leergewicht/Nutzlast:

2416 / 434 kg

Antrieb:

2-Liter-Turbodiesel, 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, Frontantrieb

Leistung: 110 kW (150 PS)

Drehmoment: 360 Nm

Fahrleistungen:

188 km /h, 0—100 km /h in 12,6 s

Verbrauch (WLTP):

7,0 l auf 100 km

CO2-Ausstoss (WLTP):

183 g /km

Garantie: 2 Jahre

Preis: Ab 79 980 Franken

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