Publiziert am: 12.06.2026

Absenzen nehmen zu

Arbeitsstunden – Mehr als 8 Milliarden Arbeitsstunden wurden in der Schweiz im Jahr 2025 geleistet. Die wöchentliche Arbeitszeit der Vollzeitarbeitnehmer ist in den letzten fünf Jahren angestiegen, liegt aber weiterhin unter dem Vor-Corona-Niveau. Wegen Krankheit und Unfall wird öfter gefehlt.

Im Jahr 2025 wurden in der Schweiz gemäss der Arbeitsvolumenstatistik (AVOL) von sämtlichen erwerbstätigen Personen insgesamt 8,114 Milliarden Arbeitsstunden geleistet. Diese Zahl blieb im Vergleich zum Vorjahr stabil. Diese Stabilität ist auf die Zunahme der Arbeitsstellen (+0,3%) und den gleichzeitigen Rückgang der tatsächlichen Jahresarbeitszeit pro Arbeitsstelle (–0,3%) zurückzuführen. So weit die jüngsten Ergebnisse des Bundesamtes für Statistik (BFS).

Die tatsächliche wöchentliche Arbeitszeit der Vollzeitarbeitnehmer ist seit 2020 innert fünf Jahren um mehr als zwei Stunden auf 40 Stunden und 3 Minuten im Jahr 2025 gestiegen. Diese Zunahme ist auf das niedrige Niveau im Jahr 2020 während der Covid‑19-Pandemie zurückzuführen. Der Wert bleibt aber weiterhin tiefer als 2019 (40 Stunden und 54 Minuten). Die Anzahl Ferienwochen nahm zwischen 2020 und 2025 bei den Vollzeitarbeitnehmern um 0,2 Ferientage auf 5,2 Wochen pro Jahr zu (15- bis 19‑Jährige: 5,5 Wochen; 20- bis 49‑Jährige: 5,0 Wochen; 50- bis 64‑Jährige: 5,6 Wochen).

Zunahme seit der Pandemie

Zwischen 2020 und 2025 stieg die durchschnittliche jährliche Anzahl gesundheitsbedingter Absenzen (Krankheit oder Unfall) bei den Vollzeitarbeitnehmern von 8,1 auf 8,2 Tage pro Arbeitsstelle. Das Niveau blieb nach dem pandemiebedingten Anstieg im Jahr 2020 hoch (2019: 7,2 Tage). Am wenigsten Absenzen gab es 2025 in den Branchen «Information und Kommunikation» (6,0 Tage pro Jahr), «Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen» (6,0 Tage) und «Kredit- und Versicherungsgewerbe» (6,2 Tage). Die längsten Absenzen wurden in den Branchen «Baugewerbe» (10,1 Tage) sowie «Verkehr und Lagerei» (9,8 Tage) registriert.

Nach Berufshauptgruppen betrachtet wurden 2025 die wenigsten Absenztage bei den Berufen mit dem höchsten Qualifikationsniveau registriert (5,1 Tage bei Führungskräften, 5,9 Tage bei den intellektuellen und wissenschaftlichen Berufen). Demgegenüber wurden bei Personen in der Bedienung und Montage von Anlagen und Maschinen sowie bei Hilfsarbeitskräften am meisten Absenzen verzeichnet (12,2 bzw. 11,8 Tage).

Unterschiedliche Ergebnisse

Für internationale Vergleiche müssen Personen, die während einer ganzen Woche abwesend sind, ausgeklammert werden. Gemäss dieser Berechnung lag die tatsächliche Arbeitszeit der Vollzeitarbeitnehmer in der Schweiz im Jahr 2025 bei 42 Stunden und 24 Minuten. Damit verzeichnete die Schweiz den höchsten Wert der EU/EFTA-Länder (EU: 37 Std. 54 Min.). Unter Berücksichtigung aller Erwerbstätigen, also auch des hohen Anteils an Teilzeiterwerbstätigen, lag die tatsächliche Arbeitszeit in der Schweiz mit 35 Stunden und 14 Minuten nahe am EU-Durchschnitt von 35 Stunden und 24 Minuten.

Müsste man die Frage «In welchem Land wird am meisten gearbeitet?» anhand eines einzigen Indikators beantworten, würde man das Gesamtvolumen der geleisteten Wochenarbeitsstunden ins Verhältnis zur Gesamtbevölkerung ab 15 Jahren setzen. Gemäss diesem Indikator liegt die Schweiz dank ihrer hohen Erwerbsbeteiligung auf Platz 4 hinter Island, Malta und Zypern (Schweiz: 22 Std. 34 Min.; EU: 19 Std. 24 Min.). pd

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