Publiziert am: 14.08.2026

Qualität sichern statt überregulieren

TEMPORÄRARBEIT – Das neue swissstaffing-Qualitätslabel zeigt: Die Personaldienstleistungsbranche übernimmt Verantwortung – für KMU, für Arbeitnehmende und für einen funktionierenden Arbeitsmarkt. Die Branche verdient Rahmenbedingungen, welche ihre Professionalität belohnen, statt sie administrativ zu belasten.

Wer als KMU offene Stellen rasch und passend besetzen muss, braucht verlässliche Partner. Personaldienstleister schaffen diese Beweglichkeit: Sie helfen, Auftragsspitzen zu bewältigen, Fachkräfte zu finden und Menschen niederschwellig in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Orientierung fĂĽr KMU

Personalverleih ist aber Vertrauenssache. Es geht nicht nur um Tempo und Preis, sondern auch um passende Kandidaten, Rechtskonformität, Arbeitssicherheit und saubere Sozialversicherungsprozesse. Genau hier setzt das swissstaffing-Qualitätslabel an. Der Branchenverband hat sein seit 20 Jahren bestehendes Label grundlegend erneuert. Entstanden ist ein überprüfbarer Branchenstandard, an dem sich Einsatzbetriebe, Stellensuchende und Politik orientieren können.

Die Label-Erneuerung wurde nicht von aussen verordnet, sondern aus der Branche heraus angestossen. Die Mitglieder wollen ein Gütesiegel, das Professionalität sichtbar macht, gute Anbieter stärkt und Fehlverhalten entgegentritt. Jedes Mitglied wird bei der Verbandsaufnahme geprüft und als zertifiziertes Mitglied im Dreijahresrhythmus re-auditiert.

Qualität mit Konsequenz

Wer das Label tragen will, muss nachweisen, dass er nach professionellen Prozessen arbeitet, Sozialversicherungsbeiträge fristgerecht abführt, interne Mitarbeitende regelmässig weiterbildet und Arbeitssicherheit systematisch verankert. Die Einhaltung der Label-Standards wird durch die unabhängige SQS überprüft. Verstösse können zum Entzug des Labels und zum Ausschluss aus dem Verband führen. Die Basis dafür bilden die neu eingeführten Zero-Tolerance-Standards.

Für KMU ist das Label eine praktische Entscheidungshilfe. Wer mit einem gelabelten swissstaffing-Mitglied zusammenarbeitet, entscheidet sich für einen Partner, der definierte Standards erfüllt, seine Prozesse prüfen lässt und sich zu Ethik, Gesetzeskonformität und partnerschaftlichem Handeln bekennt. Das reduziert Risiken und stärkt das Vertrauen zwischen Einsatzbetrieb, Personaldienstleister und Mitarbeitenden.

Selbstverantwortung statt Kontroll-BĂĽrokratie

Für die Politik heisst das: Die Personaldienstleistungsbranche übernimmt Verantwortung und verdient Rahmenbedingungen, die Professionalität belohnen statt administrativ belasten. Die Branche ist durch das Arbeitsvermittlungsgesetz, den allgemeinverbindlichen GAV Personalverleih und paritätische Kontrollen engmaschig reguliert. Das erneuerte Qualitätslabel ergänzt diese Instrumente dort, wo Qualität entsteht: in den Unternehmen selbst.

Der entscheidende Hebel liegt nicht in immer neuen Vorgaben oder immer mehr Kontrollen. Gelabelte Personaldienstleister sollten als geprüfte Qualitätsanbieter anerkannt werden – in Ausschreibungen, im Vollzug und in der politischen Beurteilung der Branche. Wer nachweislich sauber arbeitet, soll nicht mehrfach das Gleiche belegen müssen.

«Das Label macht Professionalität sichtbar und stärkt gute Anbieter.»

Wenn Verband, Sozialpartner, Behörden und Prüfinstanzen ihre Kontrollen und Nachweise besser koordinieren, reduzieren sich Doppelspurigkeiten und werden Ressourcen frei für die eigentliche Arbeit der Personaldienstleister: die Zusammenführung von Arbeitsuchenden und Unternehmen.

Qualität braucht Kontrolle. Aber sie braucht auch Vertrauen in jene, die Verantwortung übernehmen. Genau dafür steht das swissstaffing-Qualitätslabel.

Myra Fischer-Rosinger,

Direktorin swissstaffing

www.swissstaffing.ch

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