Publiziert am: 18.09.2026

Zweite Chance für Matratzen

HAPPY SECOND LIFE – Happy bereitet retournierte Matratzen systematisch auf und führt Materialien zurück in den Kreislauf. So wird Abfall vermieden.

Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft sind bei Hilding Anders Switzerland und insbesondere bei der Marke happy fest im täglichen Geschäft verankert. Materialsparende Schäume wie EvoPoreHRC® reduzieren den Rohstoffbedarf, während rezyklierte Materialien wie Polyester und Folien Ressourcen schonen. Mit «happy second life» erhalten zurückgegebene Matratzen eine zweite Nutzungsmöglichkeit. Gleichzeitig engagiert sich das Unternehmen als Mitglied der Matratzen-Allianz für branchenweite Recycling-Lösungen. Auch die Mobilität wird schrittweise nachhaltiger: Der Aussendienst wird auf E‑Fahrzeuge umgestellt, zudem wurde bereits ein E‑Fahrzeug für den Lastwagenpark erfolgreich getestet. «Nachhaltigkeit ist für uns kein Marketingthema, sondern ein integraler Bestandteil der Produktentwicklung und unserer gesamten Geschäftstätigkeit», sagt Geschäftsführer Toni Haberthür. «Unser Ziel ist es, in allen Bereichen kontinuierlich nachhaltiger zu werden und dabei konkrete Schritte zu machen.»

Ein zweites Leben für gute Matratzen

Happy-Kunden können ihre Matratze 100 Nächte lang testen. «Eine Matratze muss man erleben, nicht nur anschauen. 100 Nächte geben genug Zeit, sich an ein neues Bett zu gewöhnen. Mit dieser langen Testphase stehen wir auch zu unserem Qualitätsversprechen», erklärt Haberthür. Die Retourenquote sei niedrig, was auch auf die sorgfältige Beratung vor dem Kauf zurückzuführen sei.

Kommt eine Matratze dennoch zurück, werden Hülle und Kern getrennt. Die Hülle wird bei der ARGO Wäscherei in Davos professionell gereinigt, anschliessend prüfen geschulte Qualitätstester Hygiene, Materialzustand und Formstabilität. Nur einwandfreie Matratzen erhalten das «2nd-Life»-Label und werden erneut verkauft. «Wir kommunizieren offen, dass es sich um geprüfte und professionell gereinigte Produkte handelt, und geben auch auf ‹2nd‑Life›-Matratzen Garantie. Nur wenn sich Kundinnen und Kunden darauf verlassen können, funktioniert Kreislaufwirtschaft in der Praxis», so Haberthür.

«Es gilt, den Kreislauf auf möglichst hoher Wertschöpfungsstufe zu schliessen.»

Der Ansatz folgt dem Prinzip «Re‑use before recycling»: Was noch hochwertig und funktionstüchtig ist, soll möglichst lange genutzt werden. Erst Matratzen, die sich nicht für ein zweites Leben eignen, werden dem Recycling zugeführt. Besonders gut wiederverwendbar sind langlebige und formstabile Schaumkerne wie EvoPoreHRC®. Gleichzeitig fliessen die Erfahrungen aus dem Programm bereits in die Produktentwicklung ein – etwa bei der Langlebigkeit, der Reparierbarkeit und der späteren Trennbarkeit von Hülle und Kern.

«Es gilt, den Kreislauf auf möglichst hoher Wertschöpfungsstufe zu schliessen», sagt Haberthür. Die Nomination von «happy second life» für den Green Business Award 2026 wertet er dabei als Bestätigung: «Sie zeigt, dass Nachhaltigkeit und unternehmerischer Erfolg kein Widerspruch sein müssen.» CR

Weiterführende Artikel

Meist Gelesen