Publiziert am: 06.11.2026

Unterschiedliche Entwicklung je nach Stufe

Bildungszahlen – Bis 2035 dürften die Studentenzahlen an Schweizer Hochschulen weiter steigen, während auf der Primarstufe ein deutlicher Rückgang erwartet wird.

Zwischen 2005 und 2025 stieg die Zahl der Studenten an universitären Hochschulen (UH), Fachhochschulen (FH) und pädagogischen Hochschulen (PH) auf Bachelor- und Masterstufe um 79 Prozent auf rund 246 000. Gemäss dem Referenzszenario des Bundesamtes für Statistik (BFS) dürfte sich dieser Trend fortsetzen: Bis 2035 wird ein Anstieg um 21 Prozent auf rund 305 000 Studenten und Studentinnen erwartet.

Hauptgründe dafür sind das Bevölkerungswachstum und die zunehmende Zahl von Studenten aus dem Ausland. Bei den universitären Hochschulen wird ein Wachstum von 21 Prozent, bei den Fachhochschulen von 19 Prozent und bei den pädagogischen Hochschulen von 23 Prozent prognostiziert.

Kräftiger Anstieg in der höheren Berufsbildung

Auch an den höheren Fachschulen dürften die Studentenzahlen weiter zunehmen. Bis 2035 wird ein Wachstum von 17 Prozent auf rund 41 300 Studentinnen und Studenten erwartet. Die Zahl der dort verliehenen Abschlüsse dürfte um 16 Prozent steigen. Bei den eidgenössischen Diplomen wird ein Wachstum von 15 Prozent erwartet, während die Zahl der eidgenössischen Fachausweise mit einem Plus von einem Prozent weitgehend stabil bleiben dürfte.

Moderates Wachstum auf der Sekundarstufe II

Bis 2035 wird in der beruflichen Grundbildung ein Anstieg der Lehrlingszahlen um zehn Prozent erwartet. Bei den allgemeinbildenden Ausbildungen, darunter gymnasiale Maturitätsschulen und Fachmittelschulen, dürfte die Zunahme zwölf Prozent betragen.

«die künftige Zuwanderung von Studenten aus dem Ausland lässt sich nur schwer voraussagen.»

Hauptgrund ist das Bevölkerungswachstum in den entsprechenden Altersgruppen.

Ende des Wachstums auf der Sekundarstufe I

Die Schülerzahlen auf der Sekundarstufe I dürften bis 2031 weiter steigen und sich anschliessend stabilisieren. Für 2033 wird ein Plus von fünf Prozent gegenüber 2026 erwartet. Danach ist mit einem Rückgang zu rechnen: Zwischen 2033 und 2035 dürfte die Zahl der Schülerinnen und Schüler um zwei Prozent sinken.

Rückgang auf der Primarstufe

Nach dem starken Anstieg der vergangenen Jahre dürfte die Zahl der Schülerinnen und Schüler auf der Primarstufe im Schuljahr 2027/28 ihren Höchststand erreichen. Anschliessend wird aufgrund der sinkenden Geburtenzahlen ein Rückgang erwartet. Für 2035 rechnet das BFS mit rund 527 000 Schülern, acht Prozent weniger als 2026. Die Entwicklung nach 2032 ist mit grösseren Unsicherheiten behaftet, da sie wesentlich von der künftigen Geburtenzahl abhängt.

Prognosen mit Unsicherheiten

Die Szenarien des BFS sind mit Vorsicht zu interpretieren. Im Hochschulbereich lässt sich insbesondere die künftige Zuwanderung von Studenten aus dem Ausland nur schwer voraussagen. Ihr Anteil an den Bachelor-Studenten beispielsweise ist in den letzten zehn Jahren von 14 auf 18 Prozent gestiegen. Weitere Unsicherheitsfaktoren sind die Geburtenentwicklung, strukturelle Veränderungen und die Wirtschaftslage. Aus diesem Grund zieht das BFS drei Szenarien in Betracht.pd

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