Publiziert am: 09.11.2018

50 000 Tonnen CO2 einsparen

AUTO-ENERGIE-CHECK – Neues Abgasmessverfahren, angepasste CO2-Zielwerte, Konsequenzen für die Energieetikette auf Neuwagen: Die Garagisten des Auto-Gewerbe-Verbands Schweiz (AGVS) und das Bundesamt für Energie setzen sich gemeinsam für nachhaltige Mobilität ein.

Seit Anfang September müssen alle neuen, in die Schweiz importierten Personenwagen neu über sogenannte WLTP-Abgasmesswerte verfügen. WLTP, kurz für «Worldwide Harmonized Light-Duty Vehicles Test Procedure», wird in der EU sowie in der Schweiz seit Jahresfrist schrittweise eingeführt. Zahlreiche Modelle werden bereits unter diesem Testverfahren typengenehmigt und zum Verkehr zugelassen. Gleichzeitig wird ab 2020 sowohl in der Schweiz als auch in der Europäischen Union der bestehende CO2-Zielwert für neue Personenwagen von 130 g/km auf 95 g/km gesenkt. Ab dann gilt zudem ein Ziel von 147 g/km für leichte Nutzfahrzeuge. Während diese Grenzwerte in der EU über sämtliche Mitgliedsstaaten hinweg gelten und sich so verschiedene Fahrzeugmärkte gegenseitig ausgleichen, müssen die Schweizer Automobilimporteure die Ziele alleine erreichen, erklärt Markus Peter, der beim Schweizer Garagistenverband AGVS für die Bereiche Umwelt und Technik zuständig zeichnet.

Die Schlagzeilen legen sich

«Nicht alle Hersteller konnten rechtzeitig bis zur Umstellung am 1. September sämtliche Modelle mit ihren teils zahlreichen Motor-Getriebe-Varianten homologieren», so Andreas Burgener, Direktor vom nationalen Verband der Autoimporteure, auto-schweiz. Im Zuge der Umstellung auf WLTP sind deshalb auch einige dieser Modellvarianten aus dem Angebot gestrichen worden, da sich der Zulassungsaufwand für eine entsprechend niedrige Nachfrage nicht gelohnt hätte. «Aber im Laufe des vierten Quartals sollten die Probleme gelöst sein und dann die bestellten Kundenfahrzeuge ausgeliefert werden können», relativiert Bur­gener.

Bund und Garagisten

arbeiten zusammen

Die Energieeffizienz und die nach­haltige Mobilität sind Schwerpunkte des Auto-Gewerbe-Verbands Schweiz, der die Dienstleistung Auto-Energie-Check (AEC) ins Leben gerufen hat. «Dank dieses kurzen Checks konnten die Schweizer Automobilistinnen und Automobilisten in Zusammenarbeit mit unseren Garagisten bislang stolze 50 000 Tonnen CO2, 20 Millionen Liter Treibstoff und somit mehr als 30 Millionen Franken sparen», zeigt sich Projektleiter Markus Peter zufrieden. Überzeugt vom AEC ist auch der offizielle Kooperationspartner, das Bundesamt für Energie (BFE): «Diese Zusammenarbeit mit den AGVS-Garagisten ist für die Erreichung der politischen Klimaziele sehr wichtig», betont Thomas Weiss, Fachspezialist Mobilität beim BFE.

www.agvs-upsa.ch