Publiziert am: 07.07.2017

Die Entwicklung zeigt nach oben

KONJUNKTUR TOURISMUS – Die Wintersaison war für den Schweizer Tourismus schwierig. Laut den KOF-Prognosen sehen die Aussichten für den Sommer dagegen freundlicher aus.

Positive Zeichen für den Schweizer Tourismus: In den nächsten zwei Jahren soll es nach oben gehen. Auch der alpine Raum dürfte sich erholen. Das vermeldet die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich KOF in ihren Prognosen für den Schweizer Tourismus. Wegen der ungünstigen Witterungsverhältnisse war die Wintersaison eine Herausforderung für die Schweizer Tourismuswirtschaft. Gemäss Schätzung der KOF stieg die Zahl der Logiernächte im Winter gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Prozent. Die Nachfrage inländischer Gäste entwickelte sich mit einem Zuwachs von 0,5 Prozent leicht positiv. Die ausländische Nachfrage erholte sich mit einem Plus von ebenfalls 0,6 Prozent nur bescheiden. Dies nach dem starken Rückgang im Vorjahr. Die Nachfrage von Gästen aus Europa war rückläufig. Demgegenüber verzeichneten die Fernmärkte einen kräftigen Zuwachs. Am dynamischsten entwickelten sich weiterhin die Städte.

Wachstum dank 
ausländischen Gästen

Da wieder mehr Gäste aus dem Ausland, insbesondere den Fernmärkten, in der Schweiz logieren dürften, wird sich die Sommersaison gemäss KOF positiver entwickeln als noch im vergangenen Jahr. Die Talsohle der Logiernächtezahlen der Touristen aus dem Euroraum sollte durchschritten sein. Insgesamt wird für die Sommersaison eine Zunahme der Zahl ausländischer Logiernächte von 2,1 Prozent erwartet. Da wieder mehr Gäste aus Europa den Weg in die Schweiz finden dürften, werde sich die Zahl der Logiernächte auch im Alpenraum erholen. Die Städte entwickeln sich hinsichtlich der Logiernächte weiterhin dynamisch.

KOF zeichnet 
positivere Aussichten

Die Entwicklung der Logiernächte zeige für die kommenden zwei Jahre nach oben. Dafür seien sowohl die gute Inlandsnachfrage als auch die Belebung bei der Auslandsnachfrage verantwortlich. Während sich die Inlandsnachfrage weiterhin positiv entwickle, werde sich die ausländische Nachfrage deutlich erholen. Die Entwicklung im alpinen Raum dürfte gemäss Einschätzung die Rückschläge der vergangenen Jahre verdauen und die städtischen Regionen sollten ihren Wachstumspfad fortsetzen. Dennoch gebe es aufgrund der Wettbewerbssituation kaum Raum für Preiserhöhungen.