Publiziert am: 06.04.2018

Drei beeindruckende Finalisten

S-GE – Die Finalisten für den Export Award 2018 von Switzerland Global Enterprise (S-GE) zeigen auf, wie kleine und mittlere Unternehmen die Chancen der Globalisierung für sich nutzen und den zunehmenden Protektionismus reibungslos bewältigen.

Mit dem Export Award zeichnet S-GE jährlich Unternehmen aus, die ihre Produkte oder Dienstleistungen erfolgreich im Ausland vertreiben. Die diesjährigen Finalisten behaupten sich, trotz immer neuer protektionistischer Massnahmen, auf dem globalisierten Weltmarkt. Auf ihren jeweiligen Gebieten müssen sie hohen Standards genügen. Die sgz stellt die drei Finalisten vor.

Der Gewinner wird am Aussenwirtschaftsforum am 26. April 2018 gekürt.

Hightech für Frühchen

Wenn in Hirzel die Spezialisten von Acutronic Medical Systems an neuen tech­nischen Finessen tüfteln, dann haben sie eine ganz besondere Kundschaft vor Augen: Frühgeborene, winzige Babys, viele davon kaum ein Kilogramm schwer. Frühchen, die – um überleben zu können – auf künstliche Beatmung angewiesen sind. «Mit unserer kompromisslos für diese Zielgruppe konzipierten Produktpalette decken wir das ganze Spektrum des neonatalen Monitorings und der Beatmung ab», sagt der Firmeninhaber Roland Hotz und ergänzt: «Weltweit sind wir das einzige Unternehmen, das für Frühgeborene ein gesamtes Sortiment anbieten kann – von einfachen, nicht invasiven Beatmungs- bis zu hoch komplexen Hochfrequenz­geräten.»

Dank der Spezialisierung auf diese Nische behauptet sich das zu 99 Prozent exportorientierte Schweizer KMU erfolgreich im internationalen Wettbewerb. Dies zumeist gegenüber multinationalen Konzernen, die laut Hotz «im Gegensatz zu uns mit den kurzen Innovationszyklen nicht Schritt halten können». Die universal designten, einfach zu bedienenden Hightech-Geräte kommen in Operationssälen, Intensivstationen und Kreissälen vieler europäischer Länder, im Nahen Osten und in China zum Einsatz.

ILAG lässt nichts anbrennen

Wenn es um die Beschichtung von Kochgeschirr und Backformen geht, ist die Industrielack AG gross im Geschäft. Sie produziert Spitzenprodukte, die haupt­sächlich für die Beschichtung von Kochgeschirr und Backformen verwendet werden. Diese sorgen dafür, dass die Rösti nicht schwarz, sondern knusprig wird.

Der Familienbetrieb hat sich innert 60 Jahren zum global erfolgreichen Anbieter von Industrielacken entwickelt: «Weltweit werden über 80 Millionen Teile – hauptsächlich Pfannen und Backformen – mit ILAG-Produkten beschichtet», schildert der CEO Hans-Georg Geisel. ILAG behauptet sich im weltweiten Wettbewerb gegen globale Konzerne. Grund für den Erfolg ist, dass «wir technologisch breit aufgestellt sind, einen Top-Service bieten und uns auf Markenhersteller sowie Eigenmarken des Detailhandels fokussieren», so Geisel. Zudem punktet das exportorientierte KMU mit Qualität und einem innovativen Geschäftsmodell: Konsequentes Beziehungs­management zu allen Beteiligten der Wertschöpfungskette und imageförderndes Co-Branding sorgen dafür, dass das Unternehmen wächst.

Noch ist ILAG hauptsächlich in der Konsumgüterindustrie erfolgreich, doch künftig wird verstärkt auf Anwendungen in der Industrie gesetzt.

Im Laufschritt nach oben

Loslaufen, abstossen, weich landen und federleichten Schrittes das ultimative Laufgefühl geniessen. Den richtigen Schuh dazu liefert die von drei sport­be­geisterten Schweizern gegründete Firma On. Rund dreieinhalb Millionen Läuferinnen und Läufer, Top-Athleten und Hobbyläuferinnen, tragen heute das Schweizer Premium-Produkt mit dem patentierten Dämpfungssystem an ihren Füssen.

Den Grundstein für die Firmengründung legte Olivier Bernhard mit der Entwicklung der revolutionären CloudTec-Technologie. Von chronischen Entzündungen der Achillessehne geplagt, hatte der ehemalige Spitzentriathlet während Jahren nach einer Lösung gesucht – und schliesslich zusammen mit einem Ingenieur einen Prototypen entwickelt, mit dem er beschwerdefrei laufen konnte.

Acht Jahre später ist On im Laufschuhmarkt die am schnellsten wachsende Marke. Ein Erfolgsfaktor sei «die einheitliche, globale Premiumpositionierung mit Produkten, die auf Schweizer Technologie aufbauen», sagt Christina Stender, Verkaufsleiterin für Distributorenmärkte. ­
On ist in verschiedenen Märkten weltweit präsent. Das Exportpotenzial ist enorm: «Bereits jetzt setzen wir 90 Prozent unserer Produkte im Ausland ab», so Stender.

S-GE/lar

S-GE

Aussenwirtschafts
forum 2018

Das Aussenwirtschaftsforum von Switzerland Global Enterprise ist der Treffpunkt des Jahres für alle Schweizer Exporteure. Vor allem kleine und mittelgrosse Firmen finden hier Inspiration und praktische Ratschläge für ihr internationales Business. Denn für KMU war es einerseits noch nie so notwendig und potenziell gewinnträchtig, international breit zu geschäften. Andererseits wird es immer komplexer, mit der Vielzahl von Märkten und den spezifischen Handelsbarrieren umzugehen.

Anmeldung und Programm unter:
www.s-ge.com/awf