Publiziert am: 04.11.2022

Edle Bretter und Kufen

MACH SKI – Die Schweizer Ski- und Schlittenmanufaktur in Attisholz/SO setzt auf Qualität und Einzigartigkeit. Ski und Schlitten bestechen durch Komfort, Wendigkeit und Leichtigkeit und garantieren maximalen Fahrspass. Dabei verbindet das Unternehmen Nachhaltigkeit mit Handwerk, Tradition und einer grossen Portion Swissness.

Der Winter steht kurz vor der Türe und damit ist es wieder Zeit, den Schlitten und die Skis aus dem Keller zu holen. Ganz besonderen Winterspass versprechen die Kreationen der Schweizer Ski- und Schlitten-manufaktur MACH. Zurzeit lanciert das Unternehmen die dritte Generation seiner handgefertigten Schlitten (vgl. Nebenartikel). MACH wurde 2015 als Schweizer Marke mit Sitz im Attisholz bei Solothurn von einem jungen, ambitionierten Team mit einer Vision gegründet: Design, Qualität, Leistung und Einzigartigkeit zu einem erschwinglichen Preis zu vereinen. «Wir haben uns nicht für die breite Masse auf dem Markt entschieden, sondern haben uns in einer guten Nische positioniert», erklärt CEO Alexander Maienfisch. Der ehemalige Skirennfahrer weiss, worauf es ankommt beim Bau und der Konzeption von leistungsstarken Skis. Der «Macher» ist im Berner Oberland verwurzelt und lebt mit der Lancierung des Produkts seinen Bubentraum. «Im Fokus stehen bei uns die Einzigartigkeit und Qualität. Unsere Philosophie ist es, uns stetig zu verbessern, aus Fehlern zu lernen, auf Details zu achten und offen zu kommunizieren.»

«In China sind Schweizer Handwerk und Qualität enorm gefragt.»

MACH hat sich mit dem Verkauf der Skis und Schlitten auf dem Markt etabliert und sich seit seiner Gründung stetig weiterentwickelt. Gestartet wurde mit den zwei Skimodellen BLACK und WHITE. «Seit 2018 bieten wir mit über sechs verschiedenen Modellen ein komplettes Sortiment an handgefertigten Skis an», so Maienfisch. Im Winter 2020/21 erweiterte der MACH Schlitten BLACK HAWK die Produktpalette. Im Sommer 2022 lancierte MACH ein vollgefedertes eMountainbike der neusten Generation. «Die Konstruktionen und Designs der Skis und Schlitten entstehen in unserem Büro auf dem Attisholz Areal.» Auch das Finish und die Montagearbeiten der Skis werden dort in der MACH Werkstatt durchgeführt.

Jeder Ski von MACH wird von Hand nach dem klassischen Sandwich-Prinzip hergestellt. Diese Bauweise ist analog zu jener von Rennskis, aber fĂĽr den Pisteneinsatz optimiert.

«Wir versuchen nicht, das Rad neu zu erfinden, sondern es mit neuen Technologien zu optimieren.» Das Sandwich-Prinzip im Skibau gibt es schon lange und wird nach wie vor in allen Weltcup-Skis angewandt. «Wir nutzen dieses Prinzip mit den besten Materialien, neuen Dämpfern, Oberflächen und Verleimtechniken und bauen einen modernen Ski für die Piste», sagt Maienfisch. Bei den Schlitten ermöglicht die Konstruktion mit verpresstem statt gebogenem Holz ein einzigartiges Design – diese Konstruktion ist weltweit einzigartig.

Lokal vernetzt und verankert

Sowohl für die Skis als auch für die Schlitten werden die besten Materialien verwendet. Die Basis für die Skis bildet ein querverleimter Kern aus Schweizer Holz; dazu kommen gehärtete Stahlkanten aus Österreich, Graphitbeläge aus Italien und eine kratzresistente Oberfläche aus Deutschland. Die ausgewählten Materialien kommen in Italien zusammen und werden in einer Manufaktur zum MACH Ski verpresst. Der MACH Schlitten wird zu 100 Prozent in der Schweiz produziert. Analog zu den Holzkernen in den Skis wird der Rodelschlitten bei Hess Holz im Aargau verpresst und in der Stiftung Wendepunkt in Oftringen verarbeitet. «Zusammen mit unseren 14 Schweizer Lieferanten und zwei sozialen Stiftungen setzen wir auf eine nachhaltige Produktion», betont Maienfisch.

«Der MACH Schlitten wird zu 100 % in der Schweiz produziert.»

Das Unternehmen ist sehr lokal ausgerichtet und führt während der Wintersaison über 45 Testtage an verschiedenen Orten durch. Nebst dem Büro und Werkstatt in Attisholz bietet MACH im Moorhüttli in Wengen/BE einen Ski- und Showroom an. «Die Nähe zur Ski- und Schlittelpiste ermöglicht es uns, die Prototypen schneller zu testen und die Testskis und Schlitten zu lagern», so Maienfisch. Die Skis und Schlitten werden bei ausgesuchten Sportgeschäften und diversen Mietstationen in der Schweiz, Österreich, Frankreich, Italien und Südkorea angeboten. Sie können auch direkt über die Website bezogen werden. Dazu Maienfisch: «Unsere Kundinnen und Kunden sind Schnee- und Wintersportbegeisterte, die das Besondere suchen und sich von der Masse abheben wollen. Unsere Skis bieten für jedes Ski-Level höchsten Fahrspass – auch für Kinder.»

Ressourcen schonen

Die Produkte von MACH zeichnen sich durch ein grosses Qualitätsbewusstsein aus. Dazu arbeiten die Ski- und Schlittenproduzenten eng mit ihren Lieferanten und Produzenten zusammen. «Wir streben durch stetige Kontrolle, Weiterentwicklung und Offenheit für Kritik immer die beste Qualität an und versuchen stetig, unsere Produkte weiterzuentwickeln», so Maienfisch. Ebenso in der Firmen-DNA eingraviert ist das Thema Nachhaltigkeit. «Wir versuchen unsere Arbeit stets zu optimieren, das Verschwenden von Ressourcen zu vermeiden und lokal zu produzieren. Ausserdem suchen wir immer Wege, um Restprodukte anderer Unternehmen in unserer Produktion zu integrieren.»

Sich stetig der Umgebung anzupassen und die Produktion auch zeitlich im Griff zu haben, gehört zu den Herausforderungen der Firma. «Unser Absatz ist stark saisonal geprägt, dies erfordert eine Menge Koordination und Planung im Voraus», so Maienfisch. Hinzukommt noch die aktuelle Situation auf den Rohstoffmärkten, die sich auch auf die Branche auswirkt. «Wir sind aber zuversichtlich und arbeiten eng mit unseren Partnern zusammen, um gestärkt in die Zukunft zu gehen.» Dabei will MACH in erster Linie seiner Tradition treu bleiben und seine Kundschaft weiterhin mit Schweizer Handwerk und Qualität überzeugen. Grosses Potenzial sieht das Unternehmen auf dem internationalen Markt – vor allem auf neuen Märkten wie beispielsweise China. «Dort sind Schweizer Handwerk und Qualität enorm gefragt.»

Corinne Remund

www.machski.ch

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