Publiziert am: 20.09.2019

Erfolg dank Vielfalt

GRÜNDE DES ERFOLGS – Die Schweiz ist ein Land der Unterschiede. Sie tragen dazu bei, dass Menschen und Unternehmen sich nach ihren Möglichkeiten entfalten können. Am 20. Oktober gilt es, Vertreterinnen und Vertreter dieser Vielfalt nach Bern zu schicken. Und nicht die Förderer von Verboten.

Viele Faktoren tragen zum Erfolg der Schweiz bei. Etwa die direkte Demokratie, der Föderalismus, tiefe Steuern oder Innovation. Was treibt sie alle an? Es ist ihre Vielfalt. Vielfalt ist der gemeinsame Kapitalstock, der die Schweiz erfolgreich macht.

Vielfalt entsteht, wenn Unterschiede als Kapital verstanden werden. Diese Unterschiede sind nämlich der Boden, auf dem verschiedene Vorstellungen und Gemeinschaften unabhängig voneinander gedeihen können. Sie stehen im Wettbewerb zueinander; sie können sich aber auch ergänzen oder miteinander kooperieren.

Unterschiede ausleben

Damit die Vielfalt zum Kapitalstock wird, braucht es gelebte Unterschiede. Doch es braucht noch mehr: Menschen und Gemeinschaften, die sich nicht scheuen, eigene Wege zu gehen, etwas Anderes auszuprobieren und am Schluss für ihre Sache einzustehen. Und es braucht Toleranz für diese unterschiedlichen Vorstellungen und Gemeinschaften.

Dabei kommt es auf etwas ganz Besonderes an: Je vielfältiger eine Gesellschaft ist und je mehr Austausch in dieser Vielfalt stattfindet, desto höher ist dieser gemeinsame Kapitalstock. Vielfalt ist also eine Ressource, die sich – anders als andere Ressourcen – mit zunehmendem Gebrauch vermehrt.

Gerade dies ist in der Schweiz der Fall. Als Willensnation hat sie von Anfang an darauf gesetzt, der Vielfalt einen grossen Spielraum zu geben. Direkte Demokratie und Föderalismus fördern Vielfalt in der Politik; tiefe Steuern fördern den Wettbewerb zwischen den vielfältigen Kantonen. Innovationen machen aus Vielfalt marktfähige Produkte.

Zentralisierung auch unter der Bundeshauskuppel beliebt

Heute aber ist diese Vielfalt in Gefahr. Natürlich sagt niemand offen, Vielfalt sei unerwünscht. Doch sie wird immer wieder und immer stärker eingeschränkt. Einerseits schränkt sie die Gesellschaft selbst ein. Der Ruf nach Regulierung ist ein Beispiel dafür. Ein weiteres ist die immer stärkere Angleichung der Lebens- und Karrierewege der Menschen. Der immer häufiger genutzte Pranger für Andersdenkende ist wohl das extremste Beispiel für die Bedrohung der Vielfalt.

Auch unter der Bundeshaus­kup-pel ist es in den letzten Jahren salonfähig geworden, Einheitsbrei und Zentralisierung zu verlangen. Auch greifen Gesetze immer tiefer in die Intim- und Privat-sphäre ein. Nicht selten zielt eine unheilige Allianz aus Verwaltung, Konzernen und der Linken auf eine einheitliche, zentral regierte Schweiz.

Das Ergebnis: Unterschiede werden aus der Welt geschafft, und Vielfalt geht verloren. Damit wird der gemeinsame Kapitalstock der Schweiz, der seine Erfolgsfaktoren begründet, kleiner. Der Schweizerische Gewerbeverband sgv konnte diese Ansinnen – mit Unterstützung von gewerbenahen Parlamentarierinnen und Parlamentariern – in vielen Fällen stoppen.

Regulierung vermindert Vielfalt

Beispiele für Versuche, die Vielfalt einzuschränken, gibt es viele: Etwa die fortschreitende Zentralisierung der Raumplanung; oder das Ansinnen, das Lebensmittelrecht europäischer zu machen, als die EU es will. Und sogar Versuche, den Steuerwettbewerb zwischen den Kantonen und die Steuerautonomie der Gemeinden zu verbieten. In bürgerlichen Allianzen konnte der sgv diese Angriffe auf den Erfolg der Schweiz abwehren. Dazu sagt der Ausserrhoder SVP-Nationalrat und Unternehmer David Zuberbühler: «Der Föderalismus trägt entscheidend zum Erfolg der Schweiz bei. Deshalb müssen wir alle Angriffe auf den Föderalismus entschieden abwehren – zum Wohl der Schweiz.»

Gerade um diese Vielfalt zu wahren – oder um der Politik Möglichkeiten zu nehmen, die Vielfalt einzuschränken –, braucht es einen institutionellen Mechanismus. Und zwar die vom sgv geforderte Regulierungskostenbremse. Sie besteht aus drei Teilen: Messung von Regulierungskosten neuer Vorlagen, Begutachtung der Messung durch eine unabhängige und verwaltungsexterne Messkostenstelle sowie die Unterstellung neuer Regulierungskosten unter das absolute Mehr in der Schlussabstimmung des Parlamentes. Letzteres hat die Regulierungskostenbremse schon angenommen. Jetzt ist der Bundesrat an ihrer Umsetzung.

Politik für KMU

«Innovation, Mut und Ausbildung: Das alles trägt zur Vielfalt der Schweiz bei», sagt der Tessiner CVP-Nationalrat und Unternehmer Fabio Regazzi. «Sie müssen wir schützen, so wie wir das Schweizer Erfolgsmodell schützen müssen.»

Die Wahrung der Vielfalt in der Schweiz ist jedoch nicht bloss ein gesellschaftspolitisches Projekt. Sie ist ein nachhaltiges Programm für Wirtschaftswachstum zugunsten der KMU. Eine die Vielfalt bewahrende Ordnungspolitik und der Abbau unnötiger Regulierungskosten geben den KMU Freiheit und Verantwortung. Damit können sie ihre Geschäftsideen verwirklichen und ihren Geschäftsmodellen nachgehen.

Gegen Verbotsmentalität

«Freiheit und Verantwortung für KMU bedeutet, dass Unterneh-merinnen und Unternehmer dievorhandene Vielfalt zum Kapital machen», sagt der Luzerner FDP-Nationalrat und Unternehmer Peter Schilliger. «Daraus generieren sie Marktchancen und Ressourcen. Damit wachsen sie – und zwar aus eigener Kraft.»

Vielfalt ist eine Kraft des Guten. Sie ist Treiber vieler Schweizer Erfolgsfaktoren, die man nicht wirklich missen will. Sie ist das Ergebnis von stetigen Austauschverhältnissen und Auseinandersetzungen – und nicht von Verboten. Deshalb braucht es im Parlament Unternehmerinnen und Unternehmer, die von der ­Vielfalt unseres Landes überzeugt sind – und nicht von Verboten, wie sie eine rückwärts gerichtete Politik immer öfter verlangt. Am 20. Oktober haben Sie die Chance, solche Kandidatinnen und Kandidaten nach Bern zu schicken. Lassen Sie sie nicht ungenützt.

www.kmu-staerken.ch

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