Publiziert am: 24.06.2016

Wettbewerb treibt Digitalisierung an

POST – Die Schweizerische Post befindet sich aufgrund der Digitalisierung in einer Transformationsphase, welche von drei Faktoren angetrieben wird: Neue Technologien, neues Kundenverhalten und zunehmender, global geprägter Wettbewerb.

Die fortschreitende Digitalisierung unserer Gesellschaft bringt in immer kürzeren Abständen Technologien auf den Markt und weckt neue Kundenbedürfnisse. Deshalb ist es das Ziel der Schweizerischen Post, ihren Kunden in dieser immer komplexeren Welt mit immer mehr Daten das Leben und das Business einfacher zu machen. Mit der Digitalisierung wachsen nicht nur die Chancen, sondern auch der Wettbewerb. Die Post ist in all ihren Kernmärkten gefordert – ganz speziell in der Logistik: Grosse, internationale Konzerne aus der digitalen Welt drängen immer stärker und aggressiver in den Logistikmarkt. Sie erbringen zusätzlich zu ihrem Kerngeschäft logistische Dienstleistungen für sich und Dritte und werden dadurch zu Mitbewerbern von traditionellen Logistikanbietern wie der Post.

Die Bedürfnisse der Kunden
optimal erfüllen

Es sind Mitbewerber, die auf der Logistik keinen Gewinn zu erzielen brauchen, denn sie erwirtschaften ihn in ihrem Kerngeschäft. Sie heissen Amazon, Google, Uber, eBay und so weiter. Die Post rüstet sich deshalb seit einiger Zeit für diesen steigenden Wettbewerb. Es geht für die Post darum, die Bedürfnisse ihrer Geschäfts- und Privatkunden so optimal zu erfüllen, dass diese Pakete am liebsten mit der Post versenden und ihr die gesamte Logistik anvertrauen.

«Mit der Digitalisierung wachsen nicht nur die Chancen, 
sondern auch der Wettbewerb.»

Die Strategie der Post beruht auf drei Pfeilern: neue Dienstleistungen, Qualitätsführerschaft und Investitionen in die Infrastruktur. In den letzten Jahren hat die Post verschiedene Dienstleistungen auf den Markt gebracht, die den Empfang und Versand von Paketen und grösseren Waren vereinfachen: Paketautomaten, Abendzustellung, ein Aufstellservice oder ein Paketabholservice zu Hause sind nur einige davon. Solche Dienstleistungen binden die Kunden an die Post. Sie spielen im Wettbewerb aber noch eine andere Rolle: Die Post mischt für ihre Kunden an vorderster Front mit.

«Die Post stellte 2015 fast 98 Prozent aller Pakete pünktlich zu.»

Die Qualität der Leistungen spielt eine ebenso wichtige Rolle. So stellte die Post im Jahr 2015 fast 98 Prozent aller Pakete pünktlich zu. Ein weiterer wichtiger Faktor gerade im digitalen Zeitalter ohne persönlichen Kontakt ist das bekannte Gesicht des Pöstlers, das der Post einen Vertrauensvorsprung verschafft. Auf dieses Zusammenspiel von hoher Qualität und Kundennähe wird die Post auch künftig setzen. Höchste Qualität bei zunehmender Geschwindigkeit kann nur gehalten werden, wenn sich die Infrastruktur mitentwickelt.

In die Infrastruktur investieren

Neben der digitalen Erweiterung der Zugangspunkte investiert die Post deshalb auch in die Infrastruktur, beispielsweise rüstet sie bis Ende 2016 ihre Paketzentren mit zusätzlichen Sortieranlagen aus. Schliesslich sind es alle drei Pfeiler – die neuen Dienstleistungen, die Qualitätsführerschaft und die Investitionen – zusammen, welche die Post fit machen für den Wettbewerb mit der digitalen Konkurrenz.

Stefan Luginbühl,

Mitglied der Geschäftsleitung

PostLogistics und Leiter

Paket national/international

SWISS INDUSTY 4.0 AWARD

Industrie 4.0 oder digitale Transformation?

Erstmals wird der Swiss Industry 4.0 Award verliehen. Organisiert wird der Analss von der Aargauer Firma Autexis. Sie ist ein führendes Schweizer Unternehmen für die Realisierung intelligenter Automations- und IT-Lösungen. Zusammen mit den Kooperationspartnern Siemens, Swisscom, SAP, das Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität St. Gallen und Autexis lädt sie am Dienstagnachmittag, 30. August 2016, in der Trafohalle Baden, zur Swiss Industry 4.0 Conference 2016 ein.

Die Veranstaltung trägt den Titel «Auf dem Weg zum digitalen Unternehmen – aus der Praxis, für die Praxis». Marianne Fassbind, SRF-Wirtschaftsjournalistin, moderiert den Anlass. Jan Marco Leimeister, Direktor des Instituts für Wirtschaftsinformatik an der Universität St. Gallen, eröffnet als Referent die Swiss Industry 4.0 Conference. Er referiert über die Herausforderungen des Managements in der digitalen Transformation. Das Referat von Gunter Beitinger, Leiter Elektronikwerk Amberg von Siemens, lautet: «Als Chef einer digitalen Fabrik – wie führe ich Menschen und Maschinen?». Danach gibt Christian Stifter von der Midor AG Einblicke in die papierlose Fabrik in Meilen. Ralf Günthner, Head of Industrie 4.0 Swisscom, präsentiert zum Thema «Business goes ­digital – Denkanstösse und Erfolgsstories aus der Praxis» und Martin Hill von SAP zeigt anschliessend auf, was SAP-Kunden im Bereich der Digitalisierung tun. Der Überraschungsgast widmet sich dem Thema: «Das Auto – das nächste Smart Device».

Swiss Industry 4.0 Award®

Erstmals wird durch die Kooperationspartner der Swiss Industry 4.0 Award® verliehen. Dieser Award geht jedes Jahr an eine Hochschule, eine Institution, ein Unternehmen oder eine Persönlichkeit, welche sich für die Weiterentwicklung der Schweizer Wirtschaft im Bereich der digitalen Transformation einsetzt.