Publiziert am: 01.03.2024

Vieles spricht nun für den Stromer

Opel Corsa Electric – Die Rüsselsheimer haben ihre Kleinwagen-Ikone Corsa überarbeitet. Dabei gewinnt vor allem die Elektro-Version dazu: Sie ist kraftvoller, kommt weiter und lädt schneller als bisher. Allerdings muss sich der kleine Stromer mit einer neuen Konkurrenz auseinandersetzen.

Einen Kleinwagen zu bauen ist für die Entwickler sehr anspruchsvoll. In keinem Segment ist der Kostendruck höher: Während bei einem Luxusmodell ein Bauteil gerne auch mal etwas mehr kosten darf, wird bei einem Kleinwagen jede Schraube zweimal umgedreht, um noch ein paar Rappen Einsparungspotenzial zu finden. Opel begegnet dieser Aufgabe seit 1982 mit dem Corsa sehr erfolgreich. Seit 2019 rollt die sechste Generation des Klassikers vom Band, die erstmals auch mit reinem Elektroantrieb angeboten wird.

Nun wurde das Modell umfangreich aufgefrischt. Wie die grösseren Geschwister trägt jetzt auch der kleine Corsa den «Opel Vizor», also das Markengesicht mit abgedunkelter Kühler-Maske. Die Scheinwerfer sind nun serienmässig in Voll-LED-Technik ausgeführt, optional ist sogar Matrix-LED-Fernlicht zu haben, welches den Gegenverkehr punktgenau aus dem Lichtkegel ausschneidet. Auch die Heckleuchten sind in LED-Technik erhältlich. Das Infotainment mit 10-Zoll-Touchscreen wurde ebenfalls überarbeitet und bietet nun kabellose Smartphone-Integration und eine problemlose Bedienung.

Harte Konkurrenz

Einen grossen Schritt nach vorne macht durch die Modellüberarbeitung vor allem der Corsa Electric. Im Fokus stand dabei vor allem die Reichweite, doch für einen grösseren Akku ist im kleinen Opel kein Platz – die Kapazität wurde folglich nur um 1 kWh auf 51 kWh gesteigert. Die Normreichweite konnte trotzdem um 51 auf 405 Kilometer gesteigert werden. Einerseits wurde die Batterie komplett neu konstruiert: Sie besteht neu aus 102 statt wie bisher aus 216 Zellen, was das Gewicht reduziert und den Akku widerstandsfähiger gegen die hohe Belastung beim Schnellladen macht. Damit bleibt zwar die maximale Ladeleistung bei 100 kW, sie kann aber länger gehalten werden, was die Ladezeit reduziert. Andererseits kommt ein effizienterer E-Motor zum Einsatz, der mit 115 kW (156 PS) nun 15 kW mehr leistet als bisher.

Damit ist der kleine Elektroflitzer vielseitiger und lädt auch mal auf eine grössere Tour ein. Auf der ersten Testfahrt überzeugte die ausgewogene Fahrwerksabstimmung, insgesamt ist der überarbeitete Corsa sehr erwachsen und komfortabel. Damit wird der Stromer zu einer spannenden Modellvariante – preislich muss sich der deutsche Kleinwagen allerdings mit einer harten Konkurrenz auseinandersetzen. Denn die gefahrene Long-Range-Variante kostet hierzulande ab 36 990 Franken; in diesem Preisbereich tummeln sich auch attraktive Konkurrenten aus chinesischer Produktion wie der Smart #1 und der Volvo EX30.ds

www.opel.ch

Auf einen Blick

Opel Corsa Electric

Karosserie: Kleinwagen mit 5 Türen und 5 Plätzen

Masse (L Ă— B Ă— H):

4061 Ă— 1765 Ă— 1435 mm

Kofferraum: 267 bis 1042 Liter

Leergewicht: 1544 kg

Antrieb: Permanenterregter Synchronmotor, Frontantrieb

Leistung: 115 kW (156 PS)

Drehmoment: 270 Nm

Fahrleistungen: 150 km/h,0–100 km/h in 8,1 Sekunden

Batteriekapazität:

51 kWh (brutto)

Ladeleistung:

100 kW (DC), 11 kW (AC)

Verbrauch (WLTP):

14,3 bis 14,6 kWh auf 100 Kilometer

Reichweite (WLTP):

405 Kilometer

Garantie: 3 Jahre (oder 100000 Kilometer)

Preis: Ab 36990 Franken

Weiterführende Artikel

Meist Gelesen