Publiziert am: 07.02.2014

Freudige Konsumentenstimmung

FREIER Autohandel – Nach dem Rekordjahr 2012 sinkt der Anteil für Neuwagenzulassungen im 2013 um fünf Prozent. Trotzdem ist der Verband Freier Autohandel Schweiz zufrieden.

2012 war definitiv ein Rekordjahr, was den Automobilmarkt betrifft: Mit rund 328 100 Neuwagenzulassungen war der Wert so hoch wie sonst kaum einmal. Im Jahr 2013 musste dieser Wert jedoch wieder ein wenig an Gewicht einbüssen. Rund fünf Prozent Rückgang musste die Autobranche einstecken. Ungefähr 307 000 Einheiten wurden per Ende 2013 zugelassen. «Es war aber nie die Erwartung von Herstellern und Händlern, den Rekord von 2012 zu toppen», erklärt Roger Kunz, Präsident des Verbandes Freier Autohandel

«Die Automobilindustrie ist eine, bedeutende Arbeitgeberin.»

Schweiz (VFAS). Folglich befinde sich der Automobilmarkt im Mehrjahresvergleich auf hohem Niveau. «Dies lässt auf eine gute Konsumentenstimmung schliessen», so Kunz.

Weniger Direktimporte

Weniger rosig sieht es allerdings bei den Direktimporten aus: Seit Juli vor zwei Jahren haben direkte gegenüber offiziellen Importeuren ungleiche Spiesse. Dies äussert sich häufig in CO2-Bussen und administrativen Abwicklungen. Im Jahr 2013 betrug der Anteil an Direkt- und Parallelimporten 7,83 Prozent. Gegenüber dem Vorjahr ging der Anteil somit um satte 18 Prozent zurück.

Je nach Modell können Konsumenten bei der Wahl eines Direkt- oder Parallelimportes rund 10 bis 20 Prozent sparen. «Persönlich rate ich jedem Konsumenten dazu, vor dem Kauf auch eine Vergleichsofferte von einem unserer Mitglieder einzuholen, denn die Ersparnis könnte markant sein», so Roger Kunz. Bemerkenswert hohe Direkt- und Parallelimporte verzeichneten im Jahr 2013 die Modelle Fiat Bravo (72,7 Prozent), Kia Sportage (41,1 Prozent) und Hyundai IX35 (39,2 Prozent). Bei den Marken fallen insbesondere Hyundai (31,9 Prozent), Fiat (26,4 Prozent) und Suzuki (21,4 Prozent) mit einem hohen Anteil auf. Auch bezüglich der Farben lassen sich im Jahre 2013 klare Trends ausmachen: 81,1 Prozent aller neu zugelassenen Fahrzeuge waren nämlich schwarz, grau oder weiss. Erstmals liessen sich aber mehr weisse als schwarze Fahrzeuge absetzen.

Grosse Bedeutung für 
Volkswirtschaft

«Die Automobilindustrie ist dank der hohen Beschäftigungszahlen eine bedeutende Arbeitgeberin der Schweizer Volkswirtschaft», erklärt Roger Kunz. Seit der Frankenstärke 2011 zum Beispiel sank dank Direkt- und Parallelimporteuren das Preisniveau drastisch, und die Wertschöpfung verblieb in der Schweiz.

Derjenige Geschäftsbereich, der allerdings noch nicht floriert, ist das Einsparen von Energie durch Gas- und Elektronikantriebe. Noch immer bewegt sich der Anteil von gas- und elektrobetriebenen Fahrzeugen auf einem sehr tiefen Niveau im einstelligen Prozentbereich.