Publiziert am: Freitag, 21. Februar 2014

Ausnahmsweise kein Winterloch

STELLENMARKT – 2013 ist bezüglich der offenen Stellen als erfolgreich zu bezeichnen. Insbesondere die Nachfrage nach Lehrpersonen, Medizinern, Therapeuten und Pflegefachkräften stieg.

Kein Winterloch im letztjährigen Stellenmarkt: Dies zeigt der Adecco Swiss Job Market Index, der regel-mässig von der Universität Zürich erhoben wird. Im Vergleich zum Jahr 2012 liegt dieser rund 15 Prozent höher. Über das gesamte Jahr 2013 stieg die Nachfrage nach Personal um 
10 Prozent. Diese Zahlen zeigen, dass die Schweizer Wirtschaft den Vorwärtsgang eingeschaltet hat: Der Index liegt seit der zweiten Jahreshälfte 2013 gar anhaltend über dem Wert des langjährigen Hochs aus dem Jahre 2008.

Im vierten Quartal des Jahres 2013 nahmen vor allem die Stellenange-bote im Bereich der medizinischen und sozialen Berufe zu – dies um 
21 Prozent. Insbesondere die Nachfrage nach Lehrpersonen, Medizinern, Therapeuten und Pflegefachkräften stieg. Vertreter aus Technik- und Informatikberufen wurden rund 8 Prozent häufiger gesucht, im Vergleich zum Vorjahr ist dies sogar ein Plus von 19 Prozent. Für die Finanz-spezialisten und Treuhänder in den Bankberufen nahm die Nachfrage im Beobachtungsquartal um 3 Prozent zu, im Vergleich zum gesamten Jahr sogar um 24 Prozent. Weniger nachgefragt wurden Bürojobs (minus 2 Prozent), Bau- und Industrieberufe (minus 4 Prozent) und das Gastge-werbe (minus 6 Prozent).

Vor allem Ostschweiz profitiert

Bezüglich der einzelnen Landesregionen teilt sich die Nachfrage folgendermassen auf: Vor allem in der Ostschweiz hat sich die Zahl der ausgeschriebenen Stellen vergrössert. So waren 9 Prozent mehr Stellen ausgeschrieben. In Bezug zum Vergleichsquartal des Vorjahres sind dies sogar 25 Prozent. Einen grossen Stellenwert nehmen dabei die offenen Stellen im Gastgewerbe, in der Technik- und Informatikbranche sowie industriellen Berufen ein.

In der Zentralschweiz hingegen sank die Nachfrage nach Personal um 6 Prozent. Leicht gewachsen oder stabil auf demselben Niveau geblieben sind das Mittelland mit plus 3 Prozentpunkten, der Grossraum Zürich mit plus 2 Prozent, die Genferseeregion mit plus einem ­Prozentpunkt und die Nordwestschweiz mit minus einem Prozent.

Unverändert hält der Trend zur elektronischen Stellenausschreibung an. Bei den Online-Stellenportalen wuchs das Angebot um 
4 Prozent, bei Unternehmenswebsites um 2 Prozent. In den Printausgaben verschiedener Presse­produkte nahm der Anteil publizierter Stelleninserate um 20 Prozent ab.